Midterms 2026

Aktuelle Einordnung

Fortlaufend aktualisierter Überblick zur politischen Ausgangslage und zu den Mehrheitschancen bei den Kongresswahlen 2026.

Stand:
Senat100 Sitze · Mehrheit ab 51
Zur Prognose →
D Offen R
DemokratenMehrheitRepublikaner
Repräsentantenhaus435 Sitze · Mehrheit ab 218
Zur Prognose →
D Offen R
DemokratenMehrheitRepublikaner
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US-Senatswahl 2026

Prognose und Mehrheitsrechner

Welche Senatsrennen entscheiden die Mehrheit bei den Midterms 2026? Die US-Wahl.de-Prognose zeigt die Ausgangslage im US-Senat, die besonders umkämpften Sitze und welche Wege Demokraten und Republikaner zur Mehrheit von 51 Sitzen führen.

Von der Ausgangslage zur Prognose

Schritt für Schritt wird sichtbar, welche Senatsrennen 2026 für die Mehrheitsverhältnisse entscheidend werden.

Demokraten / Unabhängige Republikaner
AusgangslageAktueller Senat
Wahl 202635 Sitze werden neu gewählt
Prognose Teil 1Als sicher geltende Sitze werden eingerechnet
Prognose Teil 2Tendenzen werden eingerechnet
Mehrheit im Senat 51 von 100 Sitzen
Mehrheitsoption Republikaner bei 50:50-Patt Mehr dazu 50 Sitze + Vizepräsident

Mehrheitsrechner

Demokraten
Noch offen
Republikaner

Umkämpfte Senatsrennen

Senatsrennen 2026 im Überblick

Senatsrennen, die nach Einrechnung der sicheren Sitze verbleiben.

Zu den Umfragen →
Amtsinhaber
Weitere Sitze – derzeit sicher
Daten werden geladen …
US-Kongress · Wahlsystem und Aufgaben

Wahl & Aufgaben des Senats

Was unterscheidet den US-Senat vom Repräsentantenhaus? Der US-Kongress besteht aus zwei Kammern, die gemeinsam Gesetze beschließen, sich aber bei Wahl, Zusammensetzung und besonderen Befugnissen deutlich unterscheiden. Im Senat sind die Bundesstaaten gleichberechtigt vertreten: Jeder Staat stellt unabhängig von seiner Bevölkerungszahl zwei Senatoren. Hinzu kommen besondere Aufgaben, die ausschließlich oder vor allem dem Senat zukommen.

100Sitze
2je Bundesstaat
6Jahre Amtszeit
≈ ⅓alle 2 Jahre zur Wahl
Zweikammersystem

Der Kongress auf einen Blick

Senat und Repräsentantenhaus bilden gemeinsam die Legislative der Vereinigten Staaten. Ein Bundesgesetz benötigt grundsätzlich die Zustimmung beider Kammern zum gleichen Wortlaut.

Merkmal Senat Repräsentantenhaus
Zusammensetzung 100 Sitze 435 stimmberechtigte Sitze
Vertretungsprinzip Zwei Sitze je Bundesstaat Sitze nach Bevölkerungszahl, gewählt in Congressional Districts
Amtszeit 6 Jahre 2 Jahre
Wahlrhythmus Alle 2 Jahre ungefähr ein Drittel der Sitze Alle 2 Jahre alle 435 Sitze
Reguläre Mehrheit 51 Sitze; bei 50:50 kann der Vizepräsident entscheiden 218 Sitze
Besondere Kompetenzen Bestätigungen, Verträge, Impeachment-Verfahren als Gericht Revenue Bills müssen hier beginnen; Einleitung von Impeachments
Wahlsystem

So wird der Senat gewählt

Anders als beim Repräsentantenhaus gibt es für Senatswahlen keine Congressional Districts. Jeder zur Wahl stehende Sitz wird im gesamten Bundesstaat vergeben.

1

Bundesstaatenweite Direktwahl

Seit dem 17. Verfassungszusatz werden Senatoren direkt von den Wählerinnen und Wählern ihres Bundesstaats gewählt. Die konkrete Wahlregel – etwa ob eine Stichwahl möglich ist – richtet sich nach dem jeweiligen Bundesstaat.

2

Drei Klassen

Die 100 Sitze sind in drei Klassen aufgeteilt. Dadurch wird alle zwei Jahre nur ungefähr ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Kammer wird also niemals regulär vollständig neu gewählt.

3

Sechs Jahre Amtszeit

Die längere Amtszeit soll Kontinuität schaffen. Für eine Senatsmehrheit ist deshalb nicht nur die politische Stimmung wichtig, sondern auch, welche Sitze im jeweiligen Wahljahr überhaupt zur Wahl stehen.

Voraussetzungen für Kandidierende
30 JahreMindestalter
9 Jahremindestens US-Staatsbürger
Wohnsitzim vertretenen Bundesstaat zum Zeitpunkt der Wahl
119. Kongress · Stand –

Aktuelle Führung des US-Senats

Die aktuellen Mehrheitsverhältnisse werden geladen. Neben den Fraktionsführungen gibt es zwei verfassungsrechtlich vorgesehene Vorsitzfunktionen: den Vizepräsidenten als Präsidenten des Senats und den President pro tempore.

Republikaner Demokraten Unabhängige
Präsident des Senats

Verfassungsmäßiger Präsident des Senats. Stimmt grundsätzlich nur bei einem Gleichstand mit ab und kann dann die entscheidende Stimme abgeben.

President pro tempore

Vertritt den Vizepräsidenten als Vorsitzenden des Senats. Das Amt wird traditionell vom dienstältesten Senator der Mehrheitspartei ausgeübt.

Mehrheitsführer

Führt die Mehrheitsfraktion und prägt gemeinsam mit ihr die Tagesordnung und den Ablauf der Senatsarbeit.

Majority Whip

Unterstützt den Mehrheitsführer, organisiert Mehrheiten und behält bei wichtigen Abstimmungen die Stimmenlage innerhalb der Fraktion im Blick.

Minderheitsführer

Führt die Minderheitsfraktion, koordiniert ihre politische Strategie und vertritt sie in den Verhandlungen mit der Mehrheit.

Democratic Whip

Unterstützt die Minderheitsführung und koordiniert die Stimmen innerhalb der Fraktion.

Verfassungsrolle

Die wichtigsten Aufgaben des Senats

Neben der normalen Gesetzgebung besitzt der Senat mehrere Befugnisse, die das Repräsentantenhaus nicht hat.

Gesetzgebung

Der Senat berät und beschließt Bundesgesetze. Damit ein Gesetz zum Präsidenten gelangt, müssen Senat und Repräsentantenhaus grundsätzlich denselben Text verabschieden.

„Advice and Consent“

Viele wichtige Ernennungen des Präsidenten benötigen die Zustimmung des Senats – darunter Kabinettsmitglieder, Botschafter und Bundesrichter bis hin zum Supreme Court.

Internationale Verträge

Bei Verträgen besitzt der Senat eine besondere außenpolitische Rolle. Für die Zustimmung zu einer Ratifikation ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Senatoren erforderlich.

Impeachment

Das Repräsentantenhaus erhebt die Anklage. Der Senat führt anschließend das Verfahren durch. Für eine Verurteilung und Amtsenthebung ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Senatoren erforderlich.

Kontrolle & Untersuchungen

Ausschüsse überwachen Bundesbehörden, führen Anhörungen und Untersuchungen durch und prüfen, wie Gesetze und öffentliche Mittel von der Exekutive umgesetzt werden.

Electoral College: Wahl des Vizepräsidenten

Erreicht kein Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten die Mehrheit der Electoral Votes, wählt der Senat aus den beiden stimmenstärksten Kandidaten. Jeder Senator hat eine Stimme; erforderlich ist eine Mehrheit des gesamten Senats. Den Präsidenten wählt in diesem Sonderfall dagegen das Repräsentantenhaus.

Gesetzgebungsverfahren

Wie Repräsentantenhaus und Senat zu einem gemeinsamen Gesetz kommen

Beide Kammern können viele Gesetzesvorlagen auf den Weg bringen. Revenue Bills müssen jedoch im Repräsentantenhaus beginnen; der Senat kann sie anschließend ändern.

1EinbringungEine Vorlage wird in einer der beiden Kammern eingebracht.
2AusschussFachausschüsse prüfen, beraten und verändern den Entwurf.
3Erste KammerRepräsentantenhaus oder Senat stimmt über die Vorlage ab.
4Zweite KammerAuch die andere Kammer berät und beschließt ihre Fassung.
5Gleicher WortlautUnterschiede müssen beseitigt werden, bevor beide Kammern endgültig zustimmen.
6PräsidentDanach folgt Unterschrift oder Veto. Ein Veto kann mit Zweidrittelmehrheiten in beiden Kammern überstimmt werden.
Wenn Repräsentantenhaus und Senat unterschiedliche Fassungen beschließen

Das Conference Committee

Ein Conference Committee ist ein zeitlich begrenzter gemeinsamer Vermittlungsausschuss aus Mitgliedern beider Kammern. Er kann eingesetzt werden, um Unterschiede zwischen einer vom Repräsentantenhaus und einer vom Senat verabschiedeten Fassung auszugleichen – besonders bei umfangreichen oder umstrittenen Vorlagen. Das Ergebnis ist ein Conference Report. Dieser Kompromisstext muss anschließend vom Repräsentantenhaus und vom Senat angenommen werden. Ein Conference Committee ist dabei ein mögliches, aber nicht zwingendes Verfahren; Differenzen können auch auf anderem parlamentarischem Weg bereinigt werden.

Kongress & Präsident

State of the Union und das Verhältnis zur Exekutive

Der Präsident ist kein Mitglied des Kongresses und nimmt nicht an dessen gewöhnlicher parlamentarischer Arbeit teil. Dennoch treffen Legislative und Exekutive an wichtigen Stellen unmittelbar aufeinander.

Checks and Balances

Unterschrift und Veto

Nach Zustimmung beider Kammern gelangt ein Gesetz grundsätzlich zum Präsidenten. Unterzeichnet er es, wird es Gesetz. Legt er sein Veto ein, können Repräsentantenhaus und Senat dieses mit jeweils einer Zweidrittelmehrheit überstimmen.

Wichtig zum Verständnis

Drei Besonderheiten des Senats

Diese Punkte erklären, warum eine rechnerische Mehrheit im Senat nicht automatisch bedeutet, dass jede politische Entscheidung mit 51 Stimmen getroffen werden kann.

60

Filibuster & Cloture

Filibuster: Eine Minderheit kann verhindern, dass die Debatte endet – und damit eine Schlussabstimmung blockieren. Cloture: So heißt der formale Beschluss, diese Debatte zu beenden. Bei normaler Gesetzgebung sind dafür in der Regel 60 Stimmen nötig. Deshalb reicht eine knappe Mehrheit im Senat oft nicht aus, um große Vorhaben allein durchzubringen. Für viele Nominierungen gelten heute andere Regeln; dort genügt meist eine einfache Mehrheit.

Ausschüsse

Ein großer Teil der eigentlichen Arbeit findet in den Ausschüssen statt. Dort werden Gesetzesvorlagen vorbereitet, Anhörungen durchgeführt, Regierungsarbeit kontrolliert und viele Nominierungen zunächst geprüft.

50:50

Der Vizepräsident als Tie-Breaker

Der Vizepräsident gehört nicht zu den 100 Senatoren, ist aber Präsident des Senats. Bei Stimmengleichheit kann er eine entscheidende Stimme abgeben. Deshalb kann selbst ein 50:50-Senat politisch eine Mehrheitsseite haben.

Midterms 2026

Warum die Senatswahl für die politische Macht in Washington entscheidend ist

Weil nur ein Teil der Sitze neu gewählt wird und der Senat zugleich Gesetzgebung, Ernennungen und Kontrolle der Exekutive prägt, kann bereits eine kleine Zahl umkämpfter Rennen weitreichende Folgen haben. Welche Sitze 2026 tatsächlich entscheidend sind, zeigt die aktuelle US-Wahl.de-Prognose.

US-Kongress · Wahlsystem und Aufgaben

Wahl & Aufgaben des Repräsentantenhauses

Was unterscheidet das US-Repräsentantenhaus vom Senat? Der US-Kongress besteht aus zwei Kammern, die gemeinsam Gesetze beschließen, sich aber bei Wahl, Zusammensetzung und besonderen Befugnissen deutlich unterscheiden. Im Repräsentantenhaus richtet sich die Zahl der Sitze eines Bundesstaates nach seiner Bevölkerungszahl. Die 435 stimmberechtigten Abgeordneten vertreten einzelne Congressional Districts und stellen sich alle zwei Jahre vollständig zur Wahl.

435Sitze
1Sitz je District
2Jahre Amtszeit
435alle 2 Jahre zur Wahl
Zweikammersystem

Der Kongress auf einen Blick

Repräsentantenhaus und Senat bilden gemeinsam die Legislative der Vereinigten Staaten. Ein Bundesgesetz benötigt grundsätzlich die Zustimmung beider Kammern zum gleichen Wortlaut.

Merkmal Repräsentantenhaus Senat
Zusammensetzung 435 stimmberechtigte Sitze 100 Sitze
Vertretungsprinzip Sitze nach Bevölkerungszahl, gewählt in Congressional Districts Zwei Sitze je Bundesstaat
Amtszeit 2 Jahre 6 Jahre
Wahlrhythmus Alle 2 Jahre alle 435 Sitze Alle 2 Jahre ungefähr ein Drittel der Sitze
Sitzmehrheit 218 von 435 Sitzen 51 Sitze; bei 50:50 kann der Vizepräsident entscheiden
Besondere Kompetenzen Revenue Bills beginnen hier; Einleitung von Impeachments; Präsidentenwahl im Sonderfall Bestätigungen, Verträge, Impeachment-Verfahren als Gericht
Wahlsystem

So wird das Repräsentantenhaus gewählt

Die Wahl zum Repräsentantenhaus findet nicht bundesstaatenweit statt. Entscheidend sind die einzelnen Congressional Districts, aus denen jeweils genau ein Mitglied hervorgeht.

1

Wahl im Congressional District

Jeder Congressional District vergibt genau einen Sitz. Gewählt wird durch die Wahlberechtigten dieses Districts. Bundesstaaten mit nur einem Sitz bilden einen einzigen bundesstaatenweiten At-Large-District; die konkreten Wahlregeln können sich zwischen den Bundesstaaten unterscheiden.

2

Alle 435 Sitze alle zwei Jahre

Anders als im Senat steht bei jeder regulären Kongresswahl das gesamte Repräsentantenhaus zur Wahl. Dadurch kann sich die politische Mehrheit innerhalb eines einzigen Wahlzyklus vollständig verändern.

3

Apportionment & Redistricting

Nach jeder zehnjährlichen Volkszählung werden die 435 Sitze anhand der Bevölkerungszahlen neu auf die Bundesstaaten verteilt. Staaten mit mehreren Sitzen ziehen anschließend ihre Congressional Districts neu oder passen deren Grenzen an.

Voraussetzungen für Kandidierende
25 JahreMindestalter
7 Jahremindestens US-Staatsbürger
Wohnsitzim vertretenen Bundesstaat zum Zeitpunkt der Wahl
119. Kongress · Stand –

Aktuelle Führung des US-Repräsentantenhauses

Der Speaker ist der institutionelle Vorsitzende des Repräsentantenhauses. Daneben organisieren Majority Leader, Minority Leader und die Whips die parlamentarische Arbeit ihrer Parteien.

Republikaner Demokraten Unabhängiger vakant
Speaker of the House

Wird vom gesamten Repräsentantenhaus gewählt und verbindet institutionelle, administrative und politische Führungsaufgaben. Der Speaker leitet die Kammer und prägt maßgeblich ihre Arbeitsorganisation.

Majority Leader

Führt die Mehrheitsfraktion auf dem House Floor und wirkt zentral an der Planung der Gesetzgebungsagenda und des Sitzungsablaufs mit.

Majority Whip

Unterstützt die Mehrheitsführung, organisiert Stimmen und koordiniert die Fraktion bei wichtigen Abstimmungen.

Minority Leader

Führt die Minderheitsfraktion, vertritt sie auf dem House Floor und koordiniert ihre politische und parlamentarische Strategie.

Minority Whip

Unterstützt die Minderheitsführung und organisiert die Stimmenlage innerhalb der Fraktion vor wichtigen Entscheidungen.

Verfassungsrolle

Die wichtigsten Aufgaben des Repräsentantenhauses

Das Repräsentantenhaus wirkt an der gesamten Bundesgesetzgebung mit. Daneben besitzt es einige besondere Verfassungsbefugnisse und vertritt die Bevölkerung unmittelbar über die Congressional Districts.

Gesetzgebung

Das Repräsentantenhaus berät und beschließt Bundesgesetze. Damit ein Gesetz zum Präsidenten gelangt, müssen Repräsentantenhaus und Senat grundsätzlich denselben Text verabschieden.

Revenue Bills

Gesetzentwürfe zur Erhebung von Einnahmen müssen nach der Verfassung im Repräsentantenhaus beginnen. Der Senat kann solche Vorlagen anschließend beraten und Änderungen vorschlagen.

Impeachment

Nur das Repräsentantenhaus kann auf Bundesebene ein Impeachment einleiten und die Anklage beschließen. Wird ein Amtsträger impeached, findet das eigentliche Verfahren anschließend im Senat statt.

Kontrolle & Untersuchungen

Ausschüsse kontrollieren Bundesbehörden, führen Anhörungen und Untersuchungen durch und prüfen, wie Gesetze und öffentliche Mittel von der Exekutive umgesetzt werden.

Electoral College: Wahl des Präsidenten

Erreicht kein Präsidentschaftskandidat die erforderliche Mehrheit der Electoral Votes, wählt das Repräsentantenhaus aus den drei stimmenstärksten Kandidaten. Dabei stimmt nicht jedes Mitglied einzeln: Jede Bundesstaatsdelegation hat genau eine Stimme. Für die Wahl sind derzeit 26 Bundesstaaten erforderlich.

Vertretung der Congressional Districts

Jedes Mitglied vertritt die Bevölkerung eines bestimmten Districts. Die kurze Amtszeit von zwei Jahren und die vollständige Neuwahl sollen das Repräsentantenhaus besonders eng an die Wählerinnen und Wähler binden.

Gesetzgebungsverfahren

Wie Repräsentantenhaus und Senat zu einem gemeinsamen Gesetz kommen

Beide Kammern können viele Gesetzesvorlagen auf den Weg bringen. Revenue Bills müssen jedoch im Repräsentantenhaus beginnen; der Senat kann sie anschließend ändern.

1EinbringungEine Vorlage wird in einer der beiden Kammern eingebracht.
2AusschussFachausschüsse prüfen, beraten und verändern den Entwurf.
3Erste KammerRepräsentantenhaus oder Senat stimmt über die Vorlage ab.
4Zweite KammerAuch die andere Kammer berät und beschließt ihre Fassung.
5Gleicher WortlautUnterschiede müssen beseitigt werden, bevor beide Kammern endgültig zustimmen.
6PräsidentDanach folgt Unterschrift oder Veto. Ein Veto kann mit Zweidrittelmehrheiten in beiden Kammern überstimmt werden.
Wenn Repräsentantenhaus und Senat unterschiedliche Fassungen beschließen

Das Conference Committee

Ein Conference Committee ist ein zeitlich begrenzter gemeinsamer Vermittlungsausschuss aus Mitgliedern beider Kammern. Er kann eingesetzt werden, um Unterschiede zwischen einer vom Repräsentantenhaus und einer vom Senat verabschiedeten Fassung auszugleichen. Das Ergebnis ist ein Conference Report. Dieser Kompromisstext muss anschließend von beiden Kammern angenommen werden. Ein Conference Committee ist ein mögliches, aber nicht zwingendes Verfahren.

Kongress & Präsident

State of the Union und das Verhältnis zur Exekutive

Der Präsident ist kein Mitglied des Kongresses und nimmt nicht an dessen gewöhnlicher parlamentarischer Arbeit teil. Dennoch treffen Legislative und Exekutive an wichtigen Stellen unmittelbar aufeinander.

Checks and Balances

Unterschrift und Veto

Nach Zustimmung beider Kammern gelangt ein Gesetz grundsätzlich zum Präsidenten. Unterzeichnet er es, wird es Gesetz. Legt er sein Veto ein, können Repräsentantenhaus und Senat dieses mit jeweils einer Zweidrittelmehrheit überstimmen.

Wichtig zum Verständnis

Vier Besonderheiten des Repräsentantenhauses

Die Arbeitsweise unterscheidet sich deutlich vom Senat. Besonders wichtig sind die strafferen Debattenregeln, die Bedeutung der Wahlkreisgrenzen, zusätzliche Delegierte ohne volles Stimmrecht und der Umgang mit vakanten Sitzen.

REGEL

Debattenregeln statt Filibuster

Im Repräsentantenhaus kann die Mehrheit die Behandlung großer Gesetzesvorlagen deutlich stärker strukturieren als im Senat. Häufig legt eine vom Rules Committee vorbereitete „special rule“ fest, wie lange debattiert wird und welche Änderungsanträge zulässig sind. Eine mit dem Senats-Filibuster vergleichbare 60-Stimmen-Hürde zur Beendigung der Debatte gibt es im normalen House-Verfahren nicht.

435

Districts & Wahlkreisgrenzen

Die Mehrheit im Repräsentantenhaus entsteht aus 435 einzelnen District-Wahlen. Nach dem Census werden Sitze neu auf die Bundesstaaten verteilt und Wahlkreisgrenzen angepasst. Der Zuschnitt kann deshalb erheblichen Einfluss auf die Zahl wettbewerbsfähiger Sitze haben.

6

Delegierte ohne volles Stimmrecht

Neben den 435 stimmberechtigten Abgeordneten gehören fünf Delegierte sowie der Resident Commissioner aus Puerto Rico zum Repräsentantenhaus. Sie vertreten Washington, D.C. und US-Territorien und können unter anderem in Ausschüssen mitarbeiten und abstimmen. Wenn das Repräsentantenhaus als Plenum entscheidet, haben sie jedoch kein Stimmrecht.

WAHL

Vakante Sitze werden nachgewählt

Ein freier Sitz im Repräsentantenhaus wird nicht einfach durch eine Ernennung besetzt. Die Verfassung verlangt eine Wahl zur Nachbesetzung. Bei knappen Mehrheiten können Vakanzen deshalb vorübergehend spürbaren Einfluss auf die tatsächliche Sitzverteilung haben.

Midterms 2026

Warum die Repräsentantenhauswahl für die Macht in Washington entscheidend ist

Weil alle 435 Sitze gleichzeitig zur Wahl stehen, kann sich die Mehrheit im Repräsentantenhaus innerhalb eines einzigen Wahlabends verändern. Schon wenige umkämpfte Congressional Districts können darüber entscheiden, welche Partei Gesetzgebung, Ausschüsse und die politische Agenda der Kammer kontrolliert.

Kongresswahlen 2026 · Repräsentantenhaus

Prognose und Weg zur Mehrheit

Welche Congressional Districts entscheiden die Mehrheit bei den Midterms 2026? Die US-Wahl.de-Prognose zeigt sichere Sitze, Tendenzen und offene Wahlkreise – und welche Wege Demokraten und Republikaner zur Mehrheit von 218 Sitzen im US-Repräsentantenhaus führen.

Prognose und Gesamteinschätzung

Bei 435 Sitzen liegt die Mehrheit im Repräsentantenhaus bei 218. Die US-Wahl.de-Gesamteinstufung ordnet alle Congressional Districts als sicher, mit Tendenz oder offen ein und zeigt damit den aktuellen Prognosestand für die Mehrheitsfrage.

Demokraten
Noch offen
Republikaner
Demokratische SitzeMehrheit: 218Republikanische Sitze
Sicher Demokraten Tendenz Demokraten Offen Tendenz Republikaner Sicher Republikaner
US-Wahl.de-Gesamteinstufung: gleich gewichtete Race Ratings von Cook Political Report, Inside Elections und Sabato's Crystal Ball. Maßgeblich ist die mittlere der drei Bewertungen (Median); daraus entsteht die gemeinsame Einstufung „Sicher“, „Tendenz“ oder „Offen“.

Ausgangslage und der Weg zur Mehrheit

Ausgangspunkt ist die aktuelle Sitzverteilung im Repräsentantenhaus. Wie viele Sitze die Parteien bis zur Mehrheit benötigen, wird aus der aktuellen Sitzverteilung im Kongress berechnet. Welche Districts dafür entscheidend sind, zeigt anschließend die US-Wahl.de-Gesamteinstufung.

iNetto
Netto-Sitzgewinn

Gewonnene Sitze der anderen Partei werden mit eigenen verlorenen Sitzen verrechnet. Gewinnen die Demokraten zum Beispiel acht republikanische Sitze, verlieren aber drei eigene, beträgt ihr Nettozuwachs +5.

Demokraten aktuellDaten werden geladen …
Mehrheit218Ziel für beide Parteien
Republikaner aktuellDaten werden geladen …
Weitere aktuelle Sitze werden geladen …

Umkämpfte Sitze

Aufgeführt sind alle Districts, die derzeit als offen oder mit Tendenz bewertet sind sowie sichere prognostizierte Wechsel. Eine farblich hervorgehobene Änderungsmarkierung zeigt sofort, wenn sich die US-Wahl.de-Gesamteinstufung gegenüber dem vorherigen Datenstand verändert hat.

Erforderliche Sitzgewinne für Mehrheitswechsel
Aktuell gehalten von
Für die Demokraten entscheidend
Notwendiges Ergebnis
US-Wahl.de-Gesamteinstufung
Stand –
Nettozuwachs
– SitzeAktueller Inhaber → US-Wahl.de-Gesamteinstufung
House-Prognose wird geladen …
Keine Sitze entsprechen diesem Filter.
Änderungen: Markiert wird nur, wenn sich die berechnete US-Wahl.de-Kategorie gegenüber dem vorherigen Datenstand der Gesamteinstufung verändert hat. Reine Änderungen innerhalb einer Quellenskala, die die US-Wahl.de-Gesamteinstufung nicht verändern, werden nicht hervorgehoben.
US-Repräsentantenhauswahl 2026

Alle Congressional Districts im Überblick

Wie verteilen sich die 435 Wahlkreise im US-Repräsentantenhaus – und wo liegen Demokraten oder Republikaner vorn? Hier findet ihr alle Congressional Districts nach Bundesstaat mit Kartenansicht, aktuellen Sitzinhabern, Kandidaturen für 2026 und der US-Wahl.de-Gesamteinstufung.

Congressional Districts nach Bundesstaat

Die Ausgangskarte zeigt alle Congressional Districts. Über den Auswahlschalter lässt sich zwischen der aktuellen US-Wahl.de-Gesamteinstufung und der heutigen tatsächlichen Sitzverteilung wechseln. In dieser ersten Ebene wird ausschließlich der Bundesstaat ausgewählt. Erst im anschließend geöffneten Kartenfenster lassen sich einzelne Districts aufrufen.

1. Bundesstaat auswählen
2. District im Kartenfenster öffnen
Kartenansicht
District-Karte wird geladen …
Sicher DemokratenTendenz DemokratenOffenTendenz RepublikanerSicher Republikaner

Alle 435 Congressional Districts

Die Liste lässt sich nach heutiger Parteizugehörigkeit des Sitzes, Bundesstaat und US-Wahl.de-Gesamteinstufung filtern. Prognostizierte Wechsel und Veränderungen gegenüber dem vorherigen Datenstand können zusätzlich hervorgehoben werden.

Aktuell gehalten von
Bundesstaat
Gesamteinstufung
Zusatzfilter
435 SitzeSortierung: Bundesstaat · District
DistrictAktueller InhaberKandidat DKandidat RGesamteinstufungHinweis
District-Daten werden geladen …
Keine Congressional Districts entsprechen diesen Filtern.
Datenlogik: Die Parteizugehörigkeit bezeichnet den heutigen Sitzinhaber. Die Kartenfarbe und die Spalte „Gesamteinstufung“ zeigen dagegen die aktuelle US-Wahl.de-Prognose für die Wahl 2026. Bei neu zugeschnittenen Districts kann es keinen eindeutig zuordenbaren heutigen Amtsinhaber geben.
US-Präsidentschaftswahl 2028

Prognose und interaktive Wahlkarte

Welche Bundesstaaten entscheiden die US-Präsidentschaftswahl 2028? Die interaktive Wahlkarte zeigt den aktuellen Stand der prognostizierten Verteilung im Electoral College und welche Wege Demokraten und Republikaner zu den nötigen 270 Wahlleuten führen.

Interaktive Wahlkarte

Erklärung
So funktioniert die Karte:
Ein Klick auf einen Bundesstaat verändert den Status von: offen zu Tendenz Demokraten zu Sicher Demokraten, zu Tendenz Republikaner, zu Sicher Republikaner.

Splitting the Vote:
Maine (ME) und Nebraska (NE) vergeben jeweils Electoral Votes / Wahlleute an den Gesamtsieger des jeweiligen Bundesstaats. Zusätzlich erhält der Gewinner jedes Kongresswahlkreises (Congressional District, kurz CD) eine weitere Electoral Vote. Deshalb können ihre Stimmen separat für ME-1, ME-2 sowie NE-1, NE-2 und NE-3 eingestellt werden.

Bundesstaaten anklicken, eigene Wahlszenarien durchspielen und direkt sehen, wie sich der Weg zu 270 Wahlleuten im Electoral College verändert.

Demokraten
0
Noch 270 bis zur Mehrheit
Offen
538
Republikaner
0
Noch 270 bis zur Mehrheit
Sicher Demokraten Tendenz Demokraten Offen Tendenz Republikaner Sicher Republikaner
Prognose wird geladen ...
Karte wird geladen …
Übrige Bundesstaaten an der Ostküste und Hawaii
Splitting the Votes – Nebraska und Maine

Welche Bundesstaaten führen zum Wahlsieg

Die Siegkombinationen werden automatisch anhand der offenen Bundesstaaten aus der Wahlkarte berechnet, sobald 15 oder weniger Bundesstaaten als offen markiert sind. Sobald eine Siegkombination die Schwelle von 270 erreicht, werden diesem Pfad keine weiteren Bundesstaaten mehr angehängt.

Siegkombinationen

Demokraten · 18 Kombinationen
PAWI
277
PAGA
283
GAWINV
280
15 weitere Siegkombinationen anzeigen
PAAZNV
284
Republikaner · 15 Kombinationen
PAGA
285
GAWI
276
WIAZNV
277
12 weitere Siegkombinationen anzeigen
PANVME-02
276
Mögliche Patt-Konstellationen im Electoral College
PAWI
269 : 269
GANE-02
Demokraten248 Wahlleute
Muss zwingend gewonnen werden
Pennsylvania 19Wisconsin 10
In keiner Siegkombination erforderlich
Nevada 6ME-02 1
Republikaner250 Wahlleute
Muss zwingend gewonnen werden
Georgia 16
In keiner Siegkombination erforderlich
Nevada 6NE-02 1
Aktuelle Analyse

Analysen zur Präsidentschaftswahl 2028

Die ersten Analysen zur Präsidentschaftswahl 2028 erscheinen hier mit Beginn der Vorwahlen.

US-Senatswahl 2026 · Klasse II

Umkämpfte Sitze – Umfragen & Trends

Welche Senatssitze sind bei den Midterms 2026 besonders umkämpft? Hier findet ihr aktuelle Umfragen, Kandidaten und Trends in den entscheidenden Senatsrennen der Klasse II – mit Schnellübersicht und historischer Einordnung.

Schnellübersicht

Aktueller Vorsprung in allen offenen und mit Tendenz eingestuften Senatsrennen.

Sitze im Detail

Umfragen nach Senatsrennen

Amtsinhaber
Weitere Senatsrennen – derzeit sicher
BundesstaatDemokratenRepublikanerStatus
Daten werden geladen …
US-Präsidentschaftswahl 2028

Swing States – Umfragen & Trends

Wie entwickeln sich die Umfragen in den entscheidenden Bundesstaaten der US-Wahl 2028? Hier findet ihr künftig aktuelle Umfragen und Trends in den wichtigsten Swing States. Die Veröffentlichung beginnt voraussichtlich nach den Vorwahlen, wenn die Kandidierenden feststehen.

Schnellübersicht

Aktueller Vorsprung in allen ausgewählten Bundesstaaten.

Nationale Umfragen – Stimmungsindikator

Kandidat D
Kandidat R
Durchschnitt wird berechnet …
Durchschnittsverlauf · 120 TageKandidat DKandidat R

Aktueller Durchschnitt: je Institut nur die neueste Umfrage; Umfrage nicht älter als einen Monat.

Einzelumfragen anzeigen
Bundesstaaten im Detail

Aktuelle Umfragen nach Bundesstaat

Wissenswertes · Wahlumfragen in den USA

10 Hinweise zur Einordnung von Umfragen

Wie zuverlässig sind Wahlumfragen in den USA – und wie lassen sie sich richtig einordnen? Umfragen gehören zu den wichtigsten Instrumenten, um die Stimmung in einem Wahlkampf zu erfassen. Sie können Trends sichtbar machen, Kampagnen beeinflussen und zeigen, wo ein Wahlausgang besonders eng wird. Sie sind aber keine vollständige Vorhersage des Wahlergebnisses.

Wer Umfragen sinnvoll nutzen will, sollte deshalb nicht nur auf den aktuellsten Prozentwert schauen. Entscheidend sind unter anderem die Ebene der Umfrage, die Befragtengruppe, die Methode, die Fehlerspanne und vor allem die Entwicklung über mehrere Erhebungen hinweg.

Grundregel: Je knapper ein Rennen ist, desto weniger sollte ein einzelner Umfragewert als eindeutige Führung gelesen werden. Aussagekräftiger sind Durchschnitt, Trend und die Unsicherheit der Messung.
1

Nationale Umfragen richtig einordnen

Landesweite Umfragen sind nicht bedeutungslos – aber ihre Aussage hängt von der jeweiligen Wahl ab. Bei Präsidentschaftswahlen zeigen sie vor allem die landesweite Stimmung und geben Hinweise auf den Popular Vote. Über den Sieger im Electoral College entscheiden sie jedoch nicht direkt.

Bei Wahlen zum Repräsentantenhaus kann der Generic Congressional Ballot das nationale politische Umfeld abbilden. Auch daraus lässt sich aber nicht unmittelbar ableiten, wie viele der 435 Sitze eine Partei gewinnt. Beim Senat ist ein nationaler Durchschnitt noch weniger geeignet, weil nur ein Teil der Sitze gleichzeitig und jeweils bundesstaatenweise gewählt wird.

2

Die passende Wahlebene ist entscheidend

Für die Einschätzung eines konkreten Wahlausgangs muss die Umfrage zur Ebene passen, auf der tatsächlich entschieden wird: bei der Präsidentschaftswahl vor allem der einzelne Bundesstaat, bei Senatswahlen ebenfalls der Bundesstaat und beim Repräsentantenhaus der jeweilige Congressional District.

Bei der Präsidentschaftswahl werden die Electoral Votes in fast allen Bundesstaaten nach dem Prinzip „winner takes all“ vergeben. Maine und Nebraska bilden mit ihrer Aufteilung nach landesweitem Ergebnis und Congressional Districts die Ausnahme.

3

Umfragen sind Momentaufnahmen – keine Wahlergebnisse

Eine Umfrage misst die Stimmung während ihres Erhebungszeitraums. Je weiter der Wahltag entfernt ist, desto größer ist die Möglichkeit, dass sich Kandidatenpräferenzen, Mobilisierung und politische Rahmenbedingungen noch verändern.

Auch kurz vor der Wahl bleibt eine Umfrage eine Schätzung. Sie kann zeigen, welches Ergebnis unter den zum Zeitpunkt der Befragung herrschenden Bedingungen plausibel erscheint – nicht, welches Ergebnis sicher eintreten wird.

4

Die Qualität einer Umfrage prüfen

Nicht jede veröffentlichte Umfrage ist gleich aussagekräftig. Wichtig sind unter anderem Stichprobenauswahl, Gewichtung, Erhebungsart, Stichprobengröße, Befragtengruppe, Feldzeit und die Transparenz, mit der ein Institut seine Methode offenlegt.

Eine große Stichprobe allein garantiert noch keine gute Umfrage. Entscheidend ist, ob die Befragten die relevante Wählerschaft möglichst gut abbilden und ob erkennbare Verzerrungen methodisch angemessen berücksichtigt werden.

US-Wahl.de orientiert sich bei der Auswahl der verwendeten Institute zusätzlich am Pollster-Rating von Silver Bulletin (Nate Silver) ↗. Das Rating bewertet unter anderem die historische Genauigkeit und Transparenz der Institute und dient als zusätzliche Orientierung bei der Auswahl.

5

Entwicklungen derselben Quelle vergleichen

Für die Beurteilung eines Trends ist der Vergleich aufeinanderfolgender Umfragen desselben Instituts oft hilfreicher als der direkte Vergleich zweier verschiedener Institute. Unterschiedliche Häuser verwenden unterschiedliche Stichproben, Gewichtungen und Modelle – dadurch können sich dauerhaft leicht unterschiedliche Niveaus ergeben.

Beispiel:
Quelle A · 13. Jan. – Kandidat X +1 %
Quelle B · 07. Jan. – Kandidat X +3 %
Quelle C · 03. Jan. – Kandidat X +6 %
Quelle D · 01. Jan. – Kandidat X +7 %
Quelle A · 22. Dez. – Kandidat Y +3 %
Quelle B · 19. Dez. – Gleichstand

Von Quelle D zu A wirkt die Entwicklung für Kandidat X zunächst negativ. Der aussagekräftigere Vergleich innerhalb derselben Institute zeigt jedoch das Gegenteil: Bei A verbessert sich X von −3 auf +1, bei B vom Gleichstand auf +3. Für die Trendbewertung ist deshalb vor allem die Entwicklung derselben Quelle entscheidend.
6

Durchschnittswerte sind robuster als Einzelumfragen

Einzelne Umfragen können zufällig höher oder niedriger ausfallen. Ein Durchschnitt aus mehreren aktuellen Erhebungen reduziert den Einfluss solcher Ausreißer und vermittelt deshalb meist ein stabileres Bild der aktuellen Lage.

Auch ein Durchschnitt ist jedoch keine Garantie. Wenn mehrere Institute einen ähnlichen systematischen Fehler machen, kann sich dieser auch im Mittelwert wiederfinden. Deshalb sollte zusätzlich auf die Entwicklung und auf die Methodik der zugrunde liegenden Umfragen geachtet werden.

7

Die Fehlerspanne richtig lesen

Seriöse Umfragen weisen in der Regel eine Margin of Error beziehungsweise eine vergleichbare statistische Unsicherheit aus. Sie beschreibt vor allem, wie stark ein Stichprobenergebnis allein durch die Auswahl einer begrenzten Zahl von Befragten schwanken kann.

Beispiel: Kandidat A liegt bei 47 %, Kandidat B bei 53 %, die ausgewiesene Fehlerspanne beträgt ±4 Punkte für jeden einzelnen Wert. Vereinfacht liegen die einzelnen Schätzbereiche damit bei etwa 43–51 % beziehungsweise 49–57 %. Die Bereiche überschneiden sich. Bei einem Wahlergebnis, das Kandidat A als Sieger hervorbringt, dürfte man also nicht sagen, dass die Umfrage „falsch“ war. Die hohe Abweichung lag immer noch innerhalb der Fehlertoleranz.
8

Wer wurde überhaupt befragt?

Bei US-Umfragen gibt es regelmäßig unterschiedliche Befragtengruppen. Sie dürfen nicht miteinander verwechselt werden.

All Adults (A)Erwachsene unabhängig davon, ob sie registriert sind oder bei der nächsten Wahl tatsächlich abstimmen.
Registered Voters (RV)Als Wähler registrierte Personen. Diese Gruppe ist für Wahlabsichten meist relevanter als die Gesamtheit aller Erwachsenen.
Likely Voters (LV)Personen, die ein Institut nach seinem eigenen Modell als wahrscheinliche Wähler einstuft. Dafür können Selbstauskunft, frühere Wahlteilnahme und weitere Merkmale verwendet werden.

Gerade nahe am Wahltag sind LV-Modelle besonders interessant. Allerdings existiert kein einheitliches Verfahren – verschiedene Institute können dieselbe Person unterschiedlich als wahrscheinlichen Wähler bewerten.

9

Institut und Auftraggeber mitlesen

Wer eine Umfrage durchgeführt und wer sie finanziert oder in Auftrag gegeben hat, gehört zur Einordnung dazu. Eine parteinahe oder von einer Kampagne beauftragte Umfrage ist nicht automatisch unbrauchbar – sie sollte aber besonders transparent dokumentiert sein und im Zusammenhang mit unabhängigen Erhebungen betrachtet werden.

Zur Qualitätsprüfung gehören deshalb nicht nur die Prozentwerte, sondern auch Angaben zu Auftraggeber, Methode, Stichprobe, Feldzeit und genauer Fragestellung.

10

Den Zeitpunkt der Erhebung beachten

Entscheidend ist nicht nur das Veröffentlichungsdatum, sondern vor allem, wann die Interviews geführt wurden. Eine heute veröffentlichte Umfrage kann eine Stimmung abbilden, die bereits mehrere Tage alt ist.

Debatten, Skandale, wirtschaftliche Nachrichten oder internationale Krisen können kurzfristig Ausschläge auslösen. Deshalb sollte ein einzelner Sprung nicht vorschnell als dauerhafte Verschiebung interpretiert werden. Erst weitere Umfragen zeigen, ob daraus ein stabiler Trend entsteht.

2016Was die Wahl über Umfragen lehrt
Praxisbeispiel

Lagen die Umfragen 2016 wirklich daneben?

Die Präsidentschaftswahl 2016 gilt bis heute häufig als Beispiel dafür, dass Wahlumfragen unzuverlässig seien. Das verbreitete Bild eines allgemeinen Umfrageversagens greift jedoch zu kurz. Ein genauerer Blick zeigt vielmehr, warum Umfragen richtig eingeordnet werden müssen.

Landesweite Umfragen: Kurz vor der Wahl führte Hillary Clinton vor Donald Trump im Durchschnitt der nationalen Umfragen mit gut 3 Prozentpunkten. Tatsächlich erhielt Clinton landesweit fast drei Millionen Stimmen mehr und gewann den Popular Vote mit einem Vorsprung von 2,1 Prozentpunkten. Die nationalen Umfragen hatten die landesweite Stimmenverteilung damit grundsätzlich richtig erfasst. Sie beantworteten aber nicht die entscheidende Frage, wer im Electoral College gewinnen würde.

Die entscheidenden Bundesstaaten: Betrachtet man die 15 Swing States im weiteren Sinne, die US-Wahl.de vor der Wahl besonders beobachtete, ergibt sich ein differenziertes Bild:

  • Florida, Ohio, North Carolina, Iowa, Arizona und Georgia: offene Rennen mit leichter Tendenz zu Donald Trump – Trump gewann alle sechs Staaten.
  • Virginia, New Mexico und Minnesota: die Umfragen sahen Hillary Clinton vorne – Clinton gewann alle drei.
  • Colorado und New Hampshire: offene Rennen mit leichter Tendenz zu Clinton – Clinton gewann beide.
  • Nevada: offenes Rennen mit leichter Tendenz zu Trump – Clinton gewann.
  • Pennsylvania und Michigan: offene Rennen mit leichter Tendenz zu Clinton – Trump gewann.
  • Wisconsin: die Umfragen deuteten auf einen Sieg Clintons hin – Trump gewann.

Damit zeigten die Umfragen in 11 der 15 betrachteten Staaten die richtige Siegtendenz. In drei weiteren Staaten erkannten sie ein enges Rennen, die knappe Tendenz wies aber zum späteren Verlierer. Wisconsin war der deutlichste Fall, in dem auch die Einschätzung des Rennens selbst zu sicher in die falsche Richtung zeigte. Nach der damaligen Auswertung von US-Wahl.de betrug die durchschnittliche Abweichung zwischen Umfragewerten und tatsächlichem Ergebnis in diesen 15 Staaten rund 2,9 Prozentpunkte.

Die Lehre aus 2016: Ein kleiner Umfragevorsprung darf nicht mit einer sicheren Führung gleichgesetzt werden. Gerade bei knappen Rennen müssen Durchschnittswerte, Fehlerspanne, Trend und die richtige geografische Ebene gemeinsam betrachtet werden. Das eigentliche Problem von 2016 war daher weniger ein flächendeckendes Versagen der Umfragen als ihre häufig zu vereinfachte öffentliche Interpretation.
Schnellcheck

Fünf Fragen vor jeder Interpretation

1. Welche Ebene?National, Bundesstaat oder Congressional District?
2. Wer wurde befragt?Adults, Registered Voters oder Likely Voters?
3. Wann wurde gefragt?Feldzeit und politische Ereignisse beachten.
4. Wie wurde gefragt?Methode, Stichprobe, Gewichtung und Transparenz prüfen.
5. Was zeigt der Trend?Durchschnitt und Entwicklung sind wichtiger als ein Ausreißer.
Methodische Grundlagen

Weiterführende Quellen

Für die methodische Einordnung orientiert sich diese Übersicht unter anderem an Erläuterungen der American Association for Public Opinion Research (AAPOR), des Pew Research Center und des Roper Center for Public Opinion Research.

Wissenswertes · US-Wahlsystem

Gerrymandering – Parteistrategie beim Wahlkreiszuschnitt

Was ist Gerrymandering und wie können Wahlkreisgrenzen die politischen Mehrheiten in den USA verändern? Bei Wahlen zum US-Repräsentantenhaus entscheidet nicht nur, wie viele Menschen eine Partei wählen. Entscheidend ist auch, wo diese Stimmen liegen und wie die Grenzen der Congressional Districts gezogen sind. Genau hier setzt Gerrymandering an.

Jeder Congressional District entsendet genau ein Mitglied in das US-Repräsentantenhaus. Vergeben wird der Sitz nach Mehrheitswahlrecht im District: Wer die meisten Stimmen erhält, gewinnt den Sitz. Die Bundesstaaten entscheiden jedoch über den territorialen Zuschnitt ihrer Congressional Districts. Dadurch können sie erheblichen Einfluss darauf nehmen, wie sich ein Stimmenverhältnis in Sitze übersetzt.

Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass die Parteien in den USA sehr detaillierte Erkenntnisse darüber haben, wie und wo abgestimmt wird – aus früheren Wahlergebnissen, aus Bevölkerungsdaten und oft auch aus Umfragen. Genau dieses Wissen macht strategisches Redistricting überhaupt erst möglich.

Kurz erklärt: Gerrymandering bezeichnet den strategischen Zuschnitt von Wahlkreisen, um einer Partei oder einer bestimmten Wählergruppe einen politischen Vorteil zu verschaffen. Die Zahl der Stimmen bleibt gleich – ihre Verteilung auf die Wahlkreise ändert sich.
Der Ausgangspunkt

Warum werden Wahlkreise überhaupt neu zugeschnitten?

Die 435 Sitze des Repräsentantenhauses werden nach der alle zehn Jahre stattfindenden Volkszählung neu auf die 50 Bundesstaaten verteilt. Dieser Vorgang heißt Apportionment. Bundesstaaten mit mehreren Sitzen legen anschließend die Grenzen ihrer Congressional Districts fest oder passen sie an – das Redistricting.

CensusDie Bevölkerung wird im Zehnjahresrhythmus erfasst.
Apportionment435 Sitze werden nach Bevölkerungszahl auf die Staaten verteilt.
RedistrictingBundesstaaten mit mehreren Sitzen ziehen ihre Wahlkreisgrenzen.
WahlIn jedem District wird genau ein Mitglied des Repräsentantenhauses gewählt.

Wichtig: Redistricting ist ein notwendiger und regulärer Vorgang. Von Gerrymandering spricht man erst, wenn der Zuschnitt gezielt dazu genutzt wird, politische Machtverhältnisse zu beeinflussen.

Das Grundprinzip

Warum können Stimmen eine ungleiche Wirkung haben?

In Einmandatswahlkreisen zählt am Ende nur, wer den jeweiligen District gewinnt. Deshalb können gleiche Stimmenmengen sehr unterschiedlich wirken – je nachdem, wo sie liegen.

Verfallene Stimmen Alle Stimmen für die unterlegene Partei in einem District bringen dort keinen Sitzgewinn.
Überzählige Stimmen Auch Stimmen, die weit über das zum Sieg notwendige Maß hinausgehen, erzeugen keinen zusätzlichen Sitz.
Vereinfachtes Beispiel
59 : 41Stimmen

Erhält Blau in einem District 59 Stimmen und Rot 41 Stimmen, gewinnt Blau den Sitz. Die 41 roten Stimmen verfallen. Zugleich wären für Blau bereits 51 Stimmen zum Sieg ausreichend gewesen – 8 blaue Stimmen sind damit überzählig.

Der entscheidende Gedanke: Beim Gerrymandering geht es darum, die zu erwartenden verfallenen und überzähligen Stimmen beim Neuzuschnitt der Wahlkreise möglichst effizient zum eigenen Nutzen und zum Nachteil des politischen Gegners auszunutzen.

Das Kernproblem

Gleiche Stimmen – unterschiedliche Sitze

In allen vier Darstellungen bleibt die Ausgangslage identisch: ein fiktiver Bundesstaat mit 60 % Blau und 40 % Rot. Nur der Zuschnitt der Districts verändert sich.

Ausgangslage

60:40-Stimmenverteilung in einem fiktiven Bundesstaat. Noch sind keine Wahlkreisgrenzen für die Congressional Districts gezogen.

Gesamtstimmen: Blau 60 % · Rot 40 %

Mögliches 3:2-Ergebnis

Die Sitzverteilung von 3:2 für Blau entspricht dem Stimmenverhältnis von 60:40 %.

Sitze: Blau 3 · Rot 2

Rot entscheidet über Wahlkreiszuschnitt

2:3-Ergebnis. Die Sitzverteilung von 2:3 widerspricht dem Stimmenverhältnis von 60:40 %, ist aber dennoch korrekt.

Sitze: Blau 2 · Rot 3

Blau entscheidet über Wahlkreiszuschnitt

5:0-Ergebnis. Die Sitzverteilung von 5:0 widerspricht dem Stimmenverhältnis von 60:40 %, ist aber dennoch korrekt.

Sitze: Blau 5 · Rot 0

Worauf es ankommt: Die Gesamtzahl der Stimmen ändert sich nicht. Nur durch neue Grenzziehungen kann sich die Sitzverteilung teils massiv verschieben. Wahlkreise können also grundsätzlich so zugeschnitten werden, dass sie einer Partei gezielt nützen. Zugleich ist nicht jede vom Gesamtverhältnis 60:40 % abweichende Sitzverteilung automatisch manipulativ: Auch sachliche, geographische oder demographische Faktoren können dazu führen, dass einzelne Districts anders zusammengesetzt sind.

Die zwei klassischen Methoden

Die zwei klassischen Methoden des Gerrymandering

blaue Stimmen
rote Stimmen
überzählige Stimmen
verfallene Stimmen

Packing – Rot bündelt blaue Stimmen in Hochburgen

Beim Packing verschiebt Rot blaue Wähler so, dass Blau zwar noch einige Districts gewinnt, dort aber mit unnötig großen Mehrheiten. Die blauen Überhänge fehlen anschließend in mehreren anderen Districts.

Von

District 1Blau 7 : Rot 3
Blau gewinnt deutlich. Zwei blaue Stimmen sind hier bereits überzählig.
District 2Blau 6 : Rot 4
Knapperer blauer Sieg – dieser District ist für Blau noch effizient.
District 3Blau 6 : Rot 4
Noch ein effizienter blauer Sieg mit nur einer überzähligen Stimme.
District 4Blau 6 : Rot 4
Auch hier gewinnt Blau knapp genug, um weitere Sitze zu maximieren.
District 5Blau 4 : Rot 6
Rot gewinnt diesen District; vier blaue Stimmen verfallen.
Ausgangslage: Blau gewinnt 4 Districts, Rot 1. Blau holt viele Sitze, weil seine Stimmen noch relativ effizient verteilt sind.

Zu

District 1Blau 9 : Rot 1
Blau gewinnt extrem deutlich. Vier blaue Stimmen sind überzählig.
District 2Blau 8 : Rot 2
Auch hier gewinnt Blau klar. Drei weitere blaue Stimmen sind überzählig.
District 3Blau 4 : Rot 6
Die hier fehlenden blauen Stimmen hätten ausreichen können, um den District zu kippen.
District 4Blau 4 : Rot 6
Rot gewinnt knapp – weil zusätzliche blaue Stimmen in den Hochburgen gebündelt wurden.
District 5Blau 4 : Rot 6
Dritter knapper roter Sieg. Aus Blau 4 : Rot 1 wird Blau 2 : Rot 3.
Folge: Aus Blau 4 : Rot 1 wird Blau 2 : Rot 3. Besonders in 9:1 und 8:2 werden blaue Stimmen überzählig – und fehlen dann in den drei knappen Niederlagen.
Politische Logik: Packing ist für Rot sinnvoll, wenn blaue Hochburgen in wenige sehr sichere Districts gedrängt werden sollen. Blau behält dann zwar einige klare Siege, verliert aber mehrere Sitze im übrigen Kartenbild.

Cracking – Rot spaltet ein blaues Gebiet auf

Beim Cracking zerlegt Rot ein zusammenhängendes oder kompaktes blaues Wählergebiet. Statt einige wenige Districts mit blauer Mehrheit zuzulassen, werden blaue Stimmen auf mehrere rote Districts verteilt. Dadurch verfallen sie dort jeweils knapp.

Von

District 1Blau 6 : Rot 4
Das blaue Gebiet reicht hier für einen eigenen Sitz.
District 2Blau 6 : Rot 4
Ein zweiter blauer District aus demselben Schwerpunktgebiet.
District 3Blau 6 : Rot 4
Auch hier hätte Blau noch eine knappe, aber ausreichende Mehrheit.
District 4Blau 3 : Rot 7
Rot gewinnt deutlich.
District 5Blau 3 : Rot 7
Ein weiterer klar roter District.
Ausgangslage: Blau gewinnt 3 Districts, Rot 2. Die blaue Wählerschaft ist noch kompakt genug, um mehrere Sitze zu erringen.

Zu

District 1Blau 8 : Rot 2
Ein Teil der blauen Stimmen wird in einem verbleibenden blauen District gebündelt.
District 2Blau 4 : Rot 6
Die übrigen blauen Stimmen werden in rote Districts hineingezogen.
District 3Blau 4 : Rot 6
Hier reicht es ebenfalls nicht mehr für Blau.
District 4Blau 4 : Rot 6
Noch ein knapper roter Sieg durch die Zerstreuung der blauen Stimmen.
District 5Blau 4 : Rot 6
Die zerstreuten blauen Stimmen verfallen nun in mehreren Districts gleichzeitig.
Folge: Aus Blau 3 : Rot 2 wird Blau 1 : Rot 4. Anders als beim Packing werden die blauen Stimmen hier nicht nur in Hochburgen gebündelt, sondern vor allem auf mehrere rote Districts verteilt, wo sie jeweils knapp verlieren.
Politische Logik: Cracking ist für Rot nützlich, wenn ein eigentlich konkurrenzfähiges blaues Gebiet aufgespalten werden soll. So entstehen mehrere knappe rote Siege, statt dass Blau eigene Districts gewinnt.
Strategien in der Praxis

Wie Parteien tatsächlich vorgehen

Parteien beschränken sich nicht darauf, nur Packing oder nur Cracking zu betreiben. In der Praxis geht es darum, die gesamte Karte zu optimieren: sichere Sitze absichern, knappe Rennen verschieben und dabei bewusst Risiken einzugehen.

1
Sichere Sitze absichernEigene Mehrheiten werden so verteilt, dass aus wahrscheinlichen Rennen möglichst sichere Siege werden.
2
Offene Sitze angreifenEigene Hochburgen werden teilweise ausgedünnt, damit zusätzliche Stimmen in Kopf-an-Kopf-Rennen oder gegnerische Wahrscheinlichkeits-Sitze fließen.
3
Risiko bewusst steuernWer neue Sitze gewinnen will, muss oft in Kauf nehmen, dass eigene sichere Mehrheiten etwas kleiner werden.
4
Gesamtkarte optimierenEntscheidend ist nicht jeder einzelne District, sondern wie viele Sitze am Ende aus der gesamten Karte herausgeholt werden.
Zuständigkeit

Wer zieht die Grenzen?

Die Regeln unterscheiden sich von Bundesstaat zu Bundesstaat. Häufig sind die Parlamente der Bundesstaaten beteiligt; in anderen Staaten arbeiten unabhängige oder parteiübergreifende Kommissionen. Zusätzlich greifen Gerichte ein, wenn Karten gegen staatliches oder Bundesrecht verstoßen.

Deshalb ist Gerrymandering kein einheitlicher Vorgang, der überall nach denselben Regeln funktioniert.

Politische Wirkung

Warum ist das so bedeutsam?

Ein günstiger Zuschnitt kann nicht nur einzelne Sitze beeinflussen. Er kann auch die Zahl wirklich wettbewerbsfähiger Districts verringern, Amtsinhaber absichern und darüber mitentscheiden, welche Partei eine Mehrheit im Repräsentantenhaus erreicht.

Das Prinzip betrifft außerdem Wahlkreise auf Ebene der Bundesstaaten – nicht nur die 435 Congressional Districts.

Blick auf 2026

Wie groß sind die Einflussmöglichkeiten der Parteien derzeit?

2026 ist kein reguläres Hauptjahr des Redistricting-Zyklus. Trotzdem bleibt das Thema politisch hoch relevant: Einerseits kontrollieren die Parteien in vielen Bundesstaaten die politische Gesamtarchitektur, andererseits gibt es weiterhin rechtliche und politische Auseinandersetzungen um bestehende Karten.

Republikanische Trifectas
in den Bundesstaaten
Demokratische Trifectas
in den Bundesstaaten
Geteilte Regierungen
ohne Trifecta
Datenstand:
Was das bedeutet: Eine Trifecta liegt vor, wenn eine Partei in einem Bundesstaat zugleich das Gouverneursamt sowie beide Kammern der staatlichen Legislative kontrolliert. Trifectas erhöhen grundsätzlich den parteipolitischen Einfluss auf Wahlkreisfragen. Sie bedeuten aber nicht automatisch freie Hand, weil Gerichte, Staatsverfassungen, unabhängige Kommissionen oder ausdrückliche Verbote von mid-decade redistricting zusätzliche Grenzen setzen können.
Historische Einordnung

Wer profitiert vom Gerrymandering?

Gerrymandering ist kein Instrument nur einer Partei. Historisch haben sowohl Demokraten als auch Republikaner von parteipolitischer Kontrolle über das Redistricting profitiert. Eine Langzeitstudie über rund 80 Jahre Wahlen zum US-Repräsentantenhaus kommt zu dem Ergebnis, dass beide Parteien in der Mitte des 20. Jahrhunderts ähnlich von der Kontrolle der Grenzziehung profitierten; im 21. Jahrhundert zeigt sich dagegen ein moderater republikanischer Vorteil.

Für die Zeit nach dem Census 2010 ist dieser Vorteil deutlicher messbar. Eine wissenschaftliche Analyse der House-Wahlen von 2012 bis 2020 beziffert den durchschnittlichen republikanischen Vorteil durch den Wahlkreiszuschnitt auf 17 Sitze. Für die bei der Wahl 2024 verwendeten Karten schätzte das Brennan Center 23 zusätzliche republikanische bzw. republikanisch tendierende Sitze gegenüber 7 demokratischen – netto also einen Vorteil von rund 16 Sitzen für die Republikaner. Ein wichtiger Grund für den stärkeren nationalen Effekt: Republikaner kontrollierten in diesem Zyklus die Grenzziehung von 191 Congressional Districts vollständig, Demokraten von 75; die übrigen Karten entstanden unter anderem durch Kommissionen, Gerichte oder geteilte politische Kontrolle.

Wichtig: Solche Zahlen sind Schätzungen und hängen vom verwendeten Vergleichsmaßstab ab. Sie bedeuten weder, dass jede republikanisch gezeichnete Karte manipuliert noch dass jede demokratisch gezeichnete Karte neutral ist. Aussagekräftig ist vor allem, wie stark eine konkrete Karte gegenüber einem nachvollziehbaren Neutralitäts- oder Vergleichsmaßstab parteipolitisch verzerrt ist.
Rechtliche Grenzen

Ist Gerrymandering erlaubt?

Eine einfache Antwort mit „ja“ oder „nein“ wäre irreführend. Rechtlich muss zwischen parteipolitischem und rassistisch diskriminierendem Gerrymandering unterschieden werden.

  • Parteipolitisches Gerrymandering: Der Supreme Court entschied 2019 in Rucho v. Common Cause, dass solche Ansprüche politische Fragen darstellen, für die Bundesgerichte keinen handhabbaren verfassungsrechtlichen Maßstab anwenden können.
  • Bundesstaatliches Recht: Einzelne Staatsverfassungen, Gesetze oder institutionelle Regeln können parteipolitische Grenzziehungen zusätzlich begrenzen.
  • Rasse und Minderheitenrechte: Bestimmte Formen rassistischer Grenzziehung können gegen die US-Verfassung verstoßen. Section 2 des Voting Rights Act gilt zudem auch für Redistricting-Pläne und schützt vor rassistisch diskriminierender Schwächung des Wahlrechts.
Woher kommt der Begriff?

Gerry + Salamander = Gerrymander

Der Begriff geht auf den damaligen Gouverneur von Massachusetts, Elbridge Gerry, zurück. 1812 wurde ein neu zugeschnittener Wahlbezirk in einer politischen Karikatur wegen seiner ungewöhnlichen Form mit einem Salamander verglichen. Aus „Gerry“ und „salamander“ entstand „Gerrymander“.

Begriffe auf einen Blick

Die wichtigsten Begriffe

ApportionmentVerteilung der 435 Sitze des Repräsentantenhauses auf die Bundesstaaten nach der Volkszählung.
RedistrictingNeuzuschnitt oder Anpassung der Wahlkreisgrenzen innerhalb eines Bundesstaates.
CrackingZerstreuung einer Wählergruppe über mehrere Districts, sodass sie dort möglichst selten eine Mehrheit erreicht.
PackingKonzentration einer Wählergruppe in wenigen Districts mit sehr großen Mehrheiten.
Congressional DistrictWahlkreis, aus dem jeweils ein Mitglied in das US-Repräsentantenhaus gewählt wird.
TrifectaEine Partei kontrolliert in einem Bundesstaat zugleich Gouverneursamt sowie beide Kammern der staatlichen Legislative.
Quellen & Hintergrund

Weiterführende Grundlagen

US-Wahlen · Termine

Wahlkalender

Wann finden die nächsten Wahlen und Vorwahlen in den USA statt? Der US-Wahlkalender bündelt die wichtigsten Termine zu Präsidentschafts- und Kongresswahlen, Primaries und Caucuses, Super Tuesday, Parteitagen und wichtigen Debatten – fortlaufend und nach Themen und Parteien filterbar.

FortlaufendDie Ansicht beginnt automatisch mit den nächsten anstehenden Terminen.
Bestätigte TermineTaggenaue Daten werden übernommen, sobald sie offiziell feststehen.
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Thema
Partei
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Joe Biden gewinnt US-Präsidentschaftswahl 2020 - Liveblog

Joe Biden wird 46. Präsident
der Vereinigten Staaten von Amerika

Joe Biden (49537018896).jpg
President-elect Joe Biden
by Gage Skidmore, CC BY-SA 2.0



Kamala Harris wird die erste Vizepräsidentin
in der Geschichte der USA.

Senator Harris official senate portrait.jpg
Vice President-elect Kamala Harris
by US Senate, Gemeinfrei



03:30

Mit der Victory Speech von Joe Biden und Kamala Harris endet der Liveblog zur US-Präsidentschaftswahl 2020.

In den kommenden Tagen und Wochen geht es hier wieder normal weiter. Es folgen eine ausführliche Übersicht zu allen Ergebnissen aus den Bundesstaaten, insbesondere zu den finalen Ergebnissen aus Georgia, North Carolina, Arizona und Alaska, zu den Wahlen für den US-Senat und das US-Repräsentantenhaus.

Außerdem wird das weitere Vorgehen Trumps und der Republikaner im Fokus stehen. Biden wird nach und nach eine Regierung zusammenstellen.

Der Wahlkampf geht zudem nochmal in eine Verlängerung. In Georgia wird es am 05. Januar Stichwahlen um zwei Sitze im US-Senat geben, die mit hoher Wahrscheinlichkeit über die künftige Mehrheit im US-Senat entscheiden werden. Die Bedeutung dieser Wahlen für die künftigen Machtverhältnisse in Washington könnte kaum höher sein.

Danke für Euer Interesse seit 2015, in den letzten Tagen und hoffentlich auch in Zukunft.





Diese Übersicht wird nicht mehr aktualisiert. Alle Ergebnisse werden gesondert angeführt.

Bundesstaat
(Stimmen)
Stand der
Auszählung
Trump
Biden
Sieg /
Führung
Pennsylvania (20)
98 %
49,1 %
3.313.236
49,6 %
3.350.534
Biden
Georgia (16)
99 %
49,3 %
2.455.305
49,5 %
2.465.500
+ 10.195
Michigan (16)
99 %
47,9 %
2.646.956
50,5 %
2.794.583
Biden
North Carolina (15)
98 %
50,0 %
2.733.681
48,6 %
2.658.274
+75.407
Arizona (11)
97 %
48,9 %
1.612.585
49,5 %
1.631.195
+18.610
Wisconsin (10)
99 %
48,8 %
1.610.030
49,4 %
1.630.569
Biden
Nevada (6)
95 %
47,8 %
619.944
50,0 %
647.474
Biden
Maine (3)
91 %
43,4 %
340.512
53,5 %
419.309
Biden
Maine CD2 (1)
96 %
52,4 %
193.745
44,5 %
164.491
Trump
Alaska (3)
47 %
62,9 %
108.231
33,0 %
56.849


01:50

Die Washington Post berichtet, dass Joe Biden direkt nach seiner Amtseinführung am 20. Januar 2021 eine Reihe von Executive Orders erlassen will - darunter die Rückkehr der USA zum Pariser Klimaabkommen und zur Weltgesundheitsorganisation.

01:35

Auch von Vizepräsident Mike Pence und dem Mehrheitsführer im Senat Mitch McConnell gibt es aktuell noch keine Reaktion. Der erste republikanische Senator, der öffentlich Joe Biden und Kamala Harris zum Wahlsieg gratuliert hat, war Mitt Romney aus Utah. GOP-Glückwünsche kamen aber z. B. auch von den früheren Gouverneuren Jeb Bush, John Kasich und Arnold Schwarzenegger.

01:10

Trump fordert seine Unterstützer weiter auf, Geld zu spenden. Auf Trumps Homepage heißt es "Official Election Defense Fund - We need to FIGHT BACK - Contribute now for a 1000%-Match".

01:00

Nach Angaben der New York Times beabsichtigt Donald Trump heute nicht mehr öffentlich aufzutreten.

Joe Biden will in einer Stunde in seinem Heimatort Wilmington in Delaware eine Rede halten. Auch wird der Auftritt von Kamala Harris erwartet.

23:20

Wieso geht es in Alaska mit der Auszählung nicht voran?

Alaska startet in der kommenden Woche mit der Auszählung der Briefwahlstimmen. Auch dort werden Briefwahlstimmen mit Stempeldatum 03.11. noch gezählt, auch wenn sie nach dem 03.11. eintreffen. Da einige Orte in Alaska nicht mit Autos erreichbar sind und der Bundesstaat sehr groß ist, dauert es einige Zeit, bis man alles zusammen hat. Die Entscheidung, erst mit der Auszählung zu beginnen, bis alle Stimmen eingetroffen sind, wurde im Sommer getroffen. Offenbar hat man unterschätzt, dass in diesem Jahr sehr viele Menschen per Briefwahl abgestimmt haben. Da sonst das Ergebnis in Alaska praktisch sicher ist und die Anzahl der Briefwahlstimmen so gering ist, hat man das Problem als solches vermutlich nicht erkannt oder anders bewertet.

20:45

Auch Trumps Anhänger versammeln sich in einigen Orten, darunter Lansing (Michigan), Phoenix (Arizona), Atlanta (Georgia) und Harrisburg (Pennsylvania). Sie protestieren mit gegen den Ausgang der Wahl.

19:35

In zahlreichen Städten der USA feiern und tanzen Bidens Anhänger auf den Straßen. Auch vor dem Weißen Haus feiern viele Menschen.

Biden und Harris werden sich in der kommenden Nacht um 02:00 Uhr MEZ an das amerikanische Volk wenden.

19:30

2016 von Donald Trump geschlagen, Hillary Clinton gratuliert Biden und Harris.



18:45

Biden gewinnt auch in Nevada

18:00

Trump will weiter kämpfen und erkennt die Wahlniederlage bislang nicht an. Er setzt auf die Gerichte. Mir liegen keine Erkenntnisse vor, die darauf hindeuten, dass der Republikaner damit Erfolg haben könnte, da es keine seriösen Hinweise auf Wahlbetrug gibt. Demokraten und Republikaner, die die Wahl beobachteten, berichteten bislang keine Unregelmäßigkeiten.

17:25

Biden gewinnt die 20 Wahlmännerstimmen in Pennsylvania. Damit steht fest, dass der Demokrat die Mehrheit von 270 Stimmen im Electoral College übertroffen hat. Er hat die Präsidentschaftswahl 2020 gewonnen.

17:05

Trump holt in Arizona weiter auf.

12:05

Ein kurzer Blick auf den US-Senat. Ein Drittel dieser Kammer des US-Kongresses wurde neu gewählt. 100 Sitze hat der Senat, die Mehrheit liegt demnach bei 51 Sitzen. Zu beachten ist, dass bei einem Patt (50:50) der amtierende Vizepräsident die entscheidende Stimme hat.

Aktuell haben die Demokraten (inkl. 2 Unabhängiger) 48 Stimmen, die Republikaner liegen bei 47 Stimmen5 Sitze sind noch ausstehend. Die aktuellen Zwischenergebnisse weisen darauf hin, dass 3 Sitze, nämlich aus Maine, Alaska und North Carolina an die Republikaner gehen. Sie hätten dann 50 Sitze. Für eine Mehrheit bräuchten die Republikaner also entweder einen der dann noch zwei ausstehenden Sitze oder den Sieg bei der Präsidentschaftswahl, um Mike Pence dazuzählen zu können.

Die Demokraten bräuchten für eine Mehrheit beide noch ausstehende Sitze und den Sieg bei der Präsidentschaftswahl, um Kamala Harris die entscheidende Stimme zu geben.

Welche zwei Sitze sind noch ausstehend? Beide Sitze kommen aus Georgia. Dort findet eine Special Election statt und eine reguläre turnusmäßige Wahl. In beiden Fällen muss ein Kandidat aber mindestens 50% erreichen. Das scheint in beiden Fällen nicht der Fall zu sein. Es kommt also zu Stichwahlen am 05. Januar.

Sollte es so kommen, wie oben beschrieben und sollten die Demokraten die künftige Vizepräsidentin stellen, wird Anfang Januar in Georgia die Entscheidung fallen, wer die Mehrheit im US-Senat haben wird. Dies hätte eine enorme Bedeutung für die Politik der USA. In den kommenden Wochen könnte also ein intensiver Wahlkampf in Georgia bevorstehen, der mit Sicherheit der teuerste Wahlkampf um Sitze im US-Senat in der Geschichte der USA werden wird.

11:25

In Pennsylvania stehen noch etwa 85.000 Stimmen zum Auszählen aus. Hinzu kommen rund 100.000 provisorische Stimmzettel, die zu prüfen und ggf. zu zählen sind. Eine Erläuterung, was provisorische Stimmzettel sind, findet Ihr weiter unten (23:15).

10:00

Biden hat seinen Vorsprung in Georgia und Pennsylvania nochmal ausbauen können.

In Georgia sollen nach Angaben der dortigen Verantwortlichen noch rund 20.000 provisorische Stimmzettel zu prüfen und ggf. mit in das Ergebnis zu übernehmen.

In Arizona führt der Demokrat noch mit knapp 30.000 Stimmen, Tendenz abnehmend. Dort sollen noch rund 140.000 Stimmen auszuzählen sein.

Wann werden die Bundesstaaten sicher einem Kandidaten zugeordnet?

Wenn feststeht, dass mit den ausstehenden Stimmen der vorhandene Rückstand nicht mehr aufgeholt werden kann. Bei so knappen Ergebnissen, werden umso weniger bisherige Ergebnisse und deren als Prognose eingerechnet. Aus diesem Grund ist der einzige Weg, zu einer Entscheidung zu kommen, das Auszählen der Stimmzettel abzuwarten

23:15

Was sind provisorische Stimmzettel?

In den meisten Bundesstaaten ist es möglich provisorische Stimmen abzugeben. Diese werden zunächst nicht in den Auszählungsprozess überführt. Solche Stimmenabgaben kommen in Betracht, wenn z. B. der Name des Wählers nicht auf der Wahlliste auftaucht. Klärt sich nach späterer Prüfung auf, dass ein Fehler auf der Liste vorliegt, also der Wähler als solcher registriert war, auf der Liste aber fehlte, darf die Stimme gezählt werden. Sollte ein Wähler sich nicht mit einer Art Lichtbildausweis identifizieren können, wird die Stimme ebenso separiert, bis die Identität zweifelsfrei geklärt ist. Auch ist es möglich eine provisorische Stimme abzugeben, wenn man zwar Briefwahl beantragt hat, beim Wahlgang aber behauptet, keine Briefwahlunterlagen erhalten bzw. nicht wieder abgegeben zu haben. Bestätigt sich nach Prüfung der Briefwahlstimmen, dass der betroffene Wähler tatsächlich keine Briefwahlstimme abgegeben hat, wird die provisorische Stimme zugelassen.

23:05

Biden baut Vorsprung in Georgia aus und hat nun 4.263 Stimmen Vorsprung. Ausstehend sind neben einigen provisorischen Stimmzetteln insbesondere noch bis zu ca. 8500 Stimmzettel von Militärangehörigen aus dem Ausland. Die genaue Zahl ist nicht bekannt. Tendenziell könnten diese eher republikanisch gewählt haben, wobei mir hierzu keine verlässlichen Vergleichswerte vorliegen. Es ist nur eine Vermutung! Unabhängig davon, wird weiter mit einer Neuauszählung gerechnet, die die Republikaner beantragt haben. Dem Antrag muss entsprochen werden, sofern der Abstand zwischen den beiden Kandidaten unter 0,5% liegt. Bei den offenbar noch ausstehenden Stimmen, ist ein solcher Vorsprung aber praktisch ausgeschlossen. Sollte es bei einem Abstand von mehreren Tausend Stimmen bleiben, ist es unwahrscheinlich, dass es noch einen Wechsel an der Spitze gibt.

21:35

In sehr kleinen Schritten kommt Donald Trump in Arizona an Biden heran. Entscheidend ist aber, was in Pennsylvania passiert. Nur wenn der Republikaner hier nochmal das Blatt wenden kann, wird Arizona wieder relevant.

17:55

Der Stand in North Carolina hat sich schon länger nicht mehr verändert. Mit neuen Zahlen wird am 12./13. November gerechnet. Grund dafür ist, dass noch der finale Eingang von Briefwahlstimmen mit Stempel, nicht später als 03.11., abgewartet wird. Ein Abgleich mit vorläufigen Stimmzetteln folgt. Danach wird das Ergebnis verkündet.

17:10

Der Bundesstaat Georgia hat eine Neuauszählung angekündigt. Aufgrund des knappen Wahlergebnisses, was weiterhin noch nicht final feststeht, ist dies ein normaler Vorgang.

15:00

Biden übernimmt nun auch in Pennsylvania die Führung. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis feststeht, dass der Demokrat die Präsidentschaftswahl 2020 gewonnen hat.

----

Joe Biden übernimmt Führung in Georgia.

Sollte Biden die Führung halten können, hätte Trump keine Chance mehr auf 270 Stimmen. Ein Patt wäre noch möglich, sofern Trump alle anderen Bundesstaaten gewinnt. Aber das Rennen in Georgia ist so knapp, dass jede neue Änderung wieder einen Wechsel bedeuten kann.

07:00

Trumps Vorsprung schmilzt weiterhin: In Pennsylvania sind es noch 22.576 Stimmen. In Georgia nur noch 1.709.

In Arizona dagegen kann der Präsident seinen Rückstand weiter reduzieren.

Keine neuen Zahlen aus Nevada und North Carolina.

02:30

Die Lage für den Präsidenten wird immer schwieriger. Wenn die ausstehenden Briefwahlstimmen weiterhin mit deutlicher Mehrheit an Joe Biden gehen, droht Trump eine Niederlage in Pennsylvania und ein Rückstand in Georgia. In Georgia dürfte das Ergebnis so knapp werden, dass neben der Berücksichtigung und Kontrolle von provisorischen Stimmzetteln und denen von Militärangehörigen aus dem Ausland auch eine Neuauszählung abgewartet werden muss.

Zur Erinnerung: Sollte Biden Pennsylvania gewinnen, hätte er genügend Stimmen für den Gesamtsieg zusammen. Gewinnt Biden nur in Georgia, hätte er mindestens einen Patt erreicht.

01:00

Trump wiederholt in einer Pressekonferenz seine Vorwürfe. Er spricht von Wahlbetrug mit illegalen Stimmzetteln. Dabei bezieht er sich auf die aktuell noch auszuzählenden Briefwahlstimmen, bzw. jene, die nach der Wahlnacht ausgezählt wurden.

Objektiv liegen keine Hinweise auf Wahlbetrug vor.

Trumps Vorsprung in Georgia ist derweil auf 3.600 Stimmen gesunken. In Arizona holt er leicht auf.

23:05

Es ist weiterhin nicht absehbar, wann eine endgültige Entscheidung fallen wird. Alle neuen Ergebnisse werden fortlaufend auch hier aktualisiert. In Pennsylvania ist Trumps Vorsprung inzwischen auf 90.000 gesunken. Ob er einen Vorsprung ins Ziel retten kann, ist unklar. Die Demokraten hoffen und erwarten, dass die noch ausstehenden Stimmen den Wechsel bringen werden.

In Georgia ist Trumps Vorsprung auf 9.500 Stimmen gesunken. Der Weg für Biden in Georgia wird aber immer schwieriger, je weniger Stimmen noch ausstehend sind.

In Arizona wird im Laufe der Nacht mit neuen Ergebnissen gerechnet, die Aufschluss darüber geben könnten, ob Trump seine Aufholjagd fortsetzen kann oder der Vorsprung Bidens stabil bleibt.

Wenig neue Ergebnisse gibt es aus Nevada. Bidens Vorsprung liegt hier bei 11.500 Stimmen. Aus North Carolina gibt es keine neuen Zahlen, hier wird aber ohnehin mit einem Trump-Sieg gerechnet, ebenso in Alaska.

20:30

Trump lässt vielerorts Klagen einreichen, um die Auszählungen von Briefwahlstimmen zu stoppen. In Pennsylvania wurden daraufhin vereinzelte Briefwahlstimmzettel nach gerichtlicher Anordnung zunächst vorsorglich separiert und frühestens morgen ausgezählt. Derweil haben sich Berater aus Bidens Wahlkampfteam dahingehend geäußert, dass sie optimistisch sind, Pennsylvania, Arizona und Nevada zu gewinnen. Für Georgia halten sie es möglich, North Carolina eher unwahrscheinlich.

Trump twitterte, dass er die Wahl locker gewinnen würde, wenn nur die legalen Stimmen gezählt würden. Illegale Stimmzettel würden dazu führen, dass man ihm den Wahlsieg stehlen würde.

15:00

Die Schätzungen der ausstehenden noch zu zählenden Stimmen wurden konkretisiert. In Georgia soll es nach Angaben der Verantwortlichen noch knapp 50.000 Stimmen geben, die noch auszuzählen sind. In Philadelphia County (Pennsylvania) sind es noch rund 140.000 Stimmen. Wie viele aus den übrigen Bereichen Pennsylvanias noch kommen, ist entscheidend, ob Trump den Bundesstaat halten kann.

13:15

Das Wichtigste in "Kürze":

Wie schon vor der Wahl angenommen, Pennsylvania ist ein Must-Win-State für Donald Trump. Verliert er den Bundesstaat an Joe Biden, ist die Wahl für den Präsidenten verloren. Aktuell führt Trump mit rund 164.000 Stimmen Vorsprung. Dieser Vorsprung ist aber in den vergangenen 24 Stunden von etwa 650.000 zusammengeschmolzen. Noch sind etwa 500.000-600.000 mehrere Hunderttausend Briefwahlstimmen auszuzählen. Diese stammen zum größten Teil aus den demokratischen Hochburgen Philadelphia und Pittsburgh. Kann Biden in diesem Ausmaß weiter aufholen, wie zuletzt, könnte er Trump in Pennsylvania noch überholen. Das ist die Hoffnung der Demokraten und sie basiert auf den vorgenannten Zahlen und Entwicklungen.

Geht Trumps Hoffnung auf einen erneuten Sieg in Pennsylvania in Erfüllung, werden die übrigen ausstehenden Bundesstaaten über den künftigen Präsidenten entscheiden.

Ich gehe fest davon aus, dass Trump Alaska gewinnen wird.

Der nächste Must-Win-State für Donald Trump ist Georgia. Ohne Georgia könnte Trump maximal noch einen Patt von 269 zu 269 erreichen.

In Georgia führt Trump aktuell hauchdünn mit gut 18.000 Stimmen. Auch hier hat sich der Vorsprung zuletzt deutlich verringert. Hier stehen allerdings deutlich weniger Stimmen zum Auszählen an, als etwa in Pennsylvania. Dennoch ist es möglich, dass es nochmal einen Wechsel an der Spitze geben wird.

Sollte Trump nach Pennsylvania auch Georgia gewinnen, bleiben noch drei Bundesstaaten übrig. In diesem Fall müssten beide Kandidaten zwei dieser drei Bundesstaaten gewinnen, um über die 270er Marke zu kommen. Konkret sind dies North Carolina, Arizona und Nevada.

North Carolina: Der scheinbar einfachste Bundesstaat für Trump. Hier führt er mit etwa 80.000 Stimmen.

Arizona: Biden führt hier mit 69.000 Stimmen. Sein Vorsprung verringerte sich zuletzt aber. Kann Trump in diesem Ausmaß weiter aufholen, könnte Arizona wieder an den Republikaner gehen. Die meisten dieser Stimmen stammen aus dem Bereich Phoenix und Umland. Kommt die Mehrzahl aus Phoenix und sind es eher Briefwahlstimmen, könnte Biden den Vorsprung halten. Kommen sie eher aus dem Umland, Trump gewann hier 2016, gibt es berechtigte Hoffnung für den Präsidenten, Arizona doch noch für sich zu entscheiden.

Nevada: Biden liegt hier mit weniger als 8.000 Stimmen in Führung. Es sind noch genügend Stimmen offen, um den Demokraten von der Spitze zu verdrängen. Allerdings werden die meisten Stimmen aus den beiden großen Counties Clark und Washoe erwartet. Es handelt sich dabei um die Großräume Las Vegas und Reno. In beiden Counties führt Biden derzeit.

Sollte heute oder morgen ein Sieger ausgerufen werden, wird die Diskussion über Neuauszählungen an Fahrt aufnehmen. Insbesondere in den sehr knappen Bundesstaaten Wisconsin und vermutlich mindestens auch Georgia, wird es formal nochmal in die Verlängerung gehen. Aber soweit ist es noch nicht.

Nun heißt es weiter abwarten, bis alle Stimmen gezählt sind.

08:50

Trump holt in Arizona kontinuierlich auf. Das Rennen dort ist genauso offen, wie in Pennsylvania, Georgia und Nevada.

06:55

Es wird weiter ausgezählt. Dabei werden die Abstände in Pennsylvania, Georgia und Arizona geringer.

22:15

Biden siegt in Michigan!

Biden wird Präsident, wenn er entweder Pennsylvania gewinnt oder zwei der vier Bundesstaaten Georgia, North Carolina, Arizona, Nevada.

Trump wird Präsident wenn er Pennsylvania und Georgia gewinnt und zusätzlich entweder North Carolina und Arizona, North Carolina und Nevada oder Arizona und Nevada.

Beide Modelle gehen davon aus, dass Trump Alaska gewinnen wird.

21:50

Trumps Vorsprung in Pennsylvania schmilzt kontinuierlich. Seit heute Morgen hat Biden den Rückstand halbiert. Dabei sind 7% der Stimmen ausgezählt worden. Noch stehen 17% zur Auszählung an.

20:35

Trump gewinnt den 2. Congressional District von Maine und damit eine weitere Stimme für das Electoral College.

20:05

Folgerichtig wird Biden zum Sieger in Wisconsin erklärt.

19:05

Wisconsin ist bis auf wenige Hundert Stimmen fertig mit Auszählen. Biden hat über 20.000 Stimmen Vorsprung. Bis Anfang Dezember sollen nun nochmal Stimmzettel zur Sicherheit kontrolliert werden. Nachdem Trump gestern einen Stopp der Auszählung in Wisconsin gefordert hat, beantragt er nun eine Neuauszählung.

18:35

Nach offiziellen Angaben wird es in Nevada keine neuen Ergebnisse innerhalb der nächsten 24 Stunden geben. Biden führt hier mit weniger als 8000 Stimmen. Damit ist weiter nicht klar, wer die 6 Wahlmännerstimmen aus Nevada erhalten wird.

18:05

Joe Biden gewinnt 3 der 4 Wahlmännerstimmen in Maine

16:05

Trump verkürzt Rückstand in Arizona auf unter 100.000 Stimmen.

15:15

Joe Biden übernimmt auch in Michigan die Führung.

14:05

Bidens Vorsprung in Wisconsin ist gewachsen. Trumps Vorsprung in Michigan deutlich gesunken. Es kommt auf jede Stimme an, sowohl in den einzelnen Bundesstaaten als auch im Electoral College. Hält Biden seine Führung in Arizona, Nevada, Maine und Wisconsin und gelingt ihm der entscheidende Sprung in Michigan, käme er exakt auf 270 Stimmen. Zudem sind Georgia, Pennsylvania und North Carolina weiter offen. Trumps selbst ausgerufener Sieg wird zur Zitterpartie, die für den Republikaner aber ebenfalls ein gutes Ende nehmen kann.

13:40

In Michigan schmilzt Trumps Vorsprung kontinuierlich. In Wisconsin vergrößert sich Trumps Rückstand.


Diese Übersicht wird nicht mehr aktualisiert.

Bundesstaat
(Stimmen)
Stand der
Auszählung
Trump
Biden
Sieg
Florida (29)
96 %
51,2 %
47,8 %
Trump
Georgia (16)
92 %
50,5 %
48,3 %

North Carolina (15)
95 %
50,1 %
48,6 %

Ohio (18)
90 %
53,3 %
45,2 %
Trump
Texas (38)
95 %
52,3 %
46,2 %
Trump
Pennsylvania (20)
75 %
55,0 %
43,6 %

Michigan (16)
89 %
49,1 %
49,2 %

New Hampshire (4)
70 %
44,9 %
53,1 %
Biden
Arizona (11)
82 %
46,8 %
51,8 %

Minnesota (10)
92 %
45,4 %
52,6 %
Biden
Wisconsin (10)
97 %
48,8 %
49,4 %

Iowa (6)
92 %
52,6 %
45,4 %
Trump
Nevada (6)
86 %
48,7 %
49,3 %

Maine CD2 (1)
46 %
52,1 %
44,4 %

Nebraska CD2 (1)
83 %
43,9 %
54,3 %
Biden
Virginia (13)
84 %
46,1 %
52,2 %
Biden
Maine + CD1 (3)
70 %
42,3 %
54,6 %

 

12:25

Das Präsidentschaftsrennen in den USA ist weiterhin nicht entschieden.

Worauf kommt es nun an? Nicht auf Alaska. Nicht auf Maine. Ich rechne damit, dass die 3 Wahlmännerstimmen aus Alaska und eine aus dem 2. Congressional District von Maine an Donald Trump gehen. Maine gesamt und der 1. CD dürfte wohl an Biden gehen. Dies vorausgesetzt käme Biden auf 227 und Trump auf 217 Stimmen.

Bei noch 94 ausstehenden Wahlmännerstimmen sind nun zahlreiche Siegkombinationen für beide Kandidaten möglich.

Wie ist der Stand in den offenen Bundesstaaten?

Pennsylvania: Trump führt hier sehr deutlich mit rund 620.000 Stimmen. Es stehen aber insbesondere noch zahlreiche Briefwahlstimmen in und rundum Philadelphia und Pittsburgh zur Auszählung aus. Die Kombination aus der Anzahl der Stimmen, der Herkunft und der Art, lassen Demokraten hoffen, dass sie den Rückstand noch aufholen können.

Michigan: Ähnliches Bild wie in Pennsylvania. Hier führt Trump mit etwa 200.000 Stimmen. Auch hier stehen noch etwa die Hälfte der Stimmen aus dem Großraum Detroit aus.

Georgia: 100.000 Stimmen Vorsprung für Trump. Die demokratischen Hochburgen in der Metropolregion Atlanta werden noch so viele Stimmen auszählen, dass Biden den Rückstand noch aufholen kann.

North Carolina: 80.000 Stimmen Vorsprung für Trump. Hier ist die Ausgangslage etwas ausgeglichener. Aus verschiedensten Counties werden noch die letzten 5% erwartet.

Arizona: Biden führt hier komfortabel, kann aber theoretisch noch abgefangen werden. Dies ist aber eher unwahrscheinlich.

Wisconsin: Biden führt hauchdünn mit rund 7.000 Stimmen. Ausstehende Stimmen kommen eher aus republikanischen Counties. Die Frage ist, ob es Briefwahlstimmen sind. Falls ja, könnte Biden die Führung retten. Falls nein, könnte Trump einen großen Schritt in Richtung 2. Amtszeit machen.

Nevada: Biden führt auch hier nur ganz knapp, wobei die ausstehenden Stimmen eher aus demokratischen Hochburgen stammen.

10:45

Biden übernimmt hauchdünn die Führung in Wisconsin. Eine Entscheidung für diesen Bundesstaat ist dies aber nicht.

10:35

Biden gewinnt erwartungsgemäß Hawaii.

09:55

In einigen Bundesstaaten wird noch gezählt. Insbesondere in Wisconsin wird in Kürze eine Entscheidung erwartet.

08:30

Trump spricht im Weißen Haus von seinem "offensichtlichen" Wahlsieg und kündigt an gegen die weitere Auszählung der ausstehenden Stimmen vorzugehen. Er wolle den Supreme Court einschalten, um einen Wahlbetrug zu unterbinden.

08:20

Weiterhin ist offen, wer diese Präsidentschaftswahl gewinnen wird. Gehen wir davon aus, dass Trump Georgia, North Carolina, Alaska und den CD2 von Maine gewinnen wird, benötigt er zwei der drei Bundesstaaten - Wisconsin, Michigan und Pennsylvania. Im Umkehrschluss, reichen Biden ebenfalls zwei dieser drei Bundesstaaten, vorausgesetzt der Demokrat gewinnt in Nevada, Arizona, Hawaii und Maine gesamt.

07:35

Trump siegt in Montana

07:25

Biden gewinnt den umkämpften Congressional District von Nebraska. Trump holt die übrigen vier Wahlmännerstimmen Nebraskas.

07:20

Trump gewinnt Texas

07:15

Biden gewinnt erwartungsgemäß Rhode Island.

06:55

Trump gewinnt weiteren Swing State - Iowa.

06:45

Joe Biden spricht zu seinen Anhänger in Wilmington, Delaware. Er glaube, dass er auf dem Weg zum Sieg sei und setze auf die ausstehenden Auszählungen des Early Votings im Rust Belt. Zudem rechnet er mit einem Sieg in Arizona und hat Georgia noch nicht aufgegeben.

06:40

Trump gewinnt in Florida. Ein wichtiger Sieg für den Republikaner. Florida war neben Pennsylvania Hauptziel des Wahlkampfs.

06:36

Biden gewinnt in Minnesota. Dieser Sieg kommt erwartet, war aber nicht sicher.

06:12

Trump gewinnt Idaho.

06:05

Trump gewinnt in Ohio, die erste wichtige Entscheidung in dieser Wahlnacht.

05:50

Biden siegt in Virginia. Auch wenn dieser Erfolg spät kam, so ist er in den Planungen der Demokraten fest eingeplant gewesen.

05:30

Ich rechne nicht damit, dass in den nächsten Stunden eine Entscheidung fallen wird. Derzeit sieht es danach aus, dass Trump in Texas, Florida, Ohio und Georgia gewinnen wird. In North Carolina führt er ebenfalls. Entscheiden wird sich diese Wahl vermutlich im Rust Belt. In Pennsylvania, Michigan, Wisconsin und Minnesota fehlen noch viele Stimmen aus dem Early Voting. Daher kann noch nicht gesagt werden, ob Trump seine Führung dort halten kann. In Arizona könnte Biden dagegen evtl. einen Bundesstaat von Trump gewinnen. Es ist nicht auszuschließen, dass es am Ende auch auf die einzelnen Wahlmännerstimmen in Nebraska und Maine ankommen wird.

05:15

Trump siegt in Mississippi

05:05

Demokraten können Mehrheit im US-Repräsentantenhaus wie erwartet verteidigen.

05:00

Biden gewinnt in Kalifornien, Washington und Oregon. Trump siegt in Wyoming. Keine Überraschungen.

04:50

Biden gewinnt in Illinois, Trump siegt in Missouri.

04:40

Biden gewinnt in New Hampshire, Trump holt Siege in Louisiana, Kansas, Utah, Nebraska

04:25

Biden gewinnt in New Mexico.

04:15

Donald Trump führt aktuell in fast allen Battleground States. 

03:50

Trump gewinnt in Alabama.

03:45

Der Wahlausgang ist völlig offen.

03:30

Biden gewinnt erwartungsgemäß in Colorado.

03:25

Trump siegt in North Dakota. Weiterhin weder Überraschungen, noch finale Ergebnisse aus den Battleground States.

03:15

Biden gewinnt Connecticut, Trump siegt in South Dakota.

03:00

Biden gewinnt in New York und New Jersey. Trump gewinnt in Arkansas. Weiterhin sind keine Battleground States sicher zugeordnet.

02:50

Nochmal zur Erinnerung: Die Zwischenergebnisse basieren auf unterschiedlichen Auszählungsmethoden. In einigen Bundesstaaten werden erst die Briefwahlstimmen ausgezählt, was Biden einen frühen Vorteil verschafft. Trump dagegen profitiert, wenn erst die Wahltagsstimmen ausgezählt werden.

02:20

Trump gewinnt in Tennessee.

02:08

Beim Zwischenergebnis aus Texas ist zu beachten, dass viele gezählte Stimmen aus Dallas kommen. Entsprechend gut steht Biden dar.

02:00

Biden gewinnt in Massachusetts, Delaware, D.C. und Maryland. Trump siegt in Oklahoma und South Carolina.

01:50

Trump führt derzeit in Virginia, es sind allerdings insbesondere republikanische Counties ausgezählt.

01:35

Biden gewinnt in Vermont, Trump in Kentucky und West Virginia.

01:30

In Ohio, North Carolina und West Virginia schließen die Wahllokale

01:25

Kein eindeutiges Bild in Florida. Biden schneidet im Raum Miami offenbar schwächer als erwartet ab.

01:15

Erwartetes Kopf-an-Kopf-Rennen in Florida. Biden schneidet in demokratischen Hochburgen etwas besser ab, als Clinton 2016.

01:00

Donald Trump gewinnt erwartungsgemäß in Indiana.

00:50

In Kentucky liegen Trump und Biden derzeit praktisch gleichauf. Zu berücksichtigen ist, dass insbesondere Stimmen aus dem Early Voting ausgezählt wurden.

00:35

In 25 Minuten werden die ersten Wahlmännerstimmen des Abends verteilt. Zudem schließen in zwei wichtigen Bundesstaaten die Wahllokale. Die ersten Ergebnisse aus Florida und Georgia könnten erste Hinweise auf den Verlauf der Wahlnacht geben.

00:20

Die ersten Teilergebnisse aus Kentucky und Indiana liegen vor. Sie zeigen, dass Trump erwartungsgemäß beide Bundesstaaten gewinnen wird. Im Vergleich zu 2016 hat er nur wenige Prozentpunkte verloren. Repräsentativ sind die Zahlen allerdings noch nicht.

00:00

Die ersten Wahllokale in Kentucky und Indiana schließen. 

23:40

In 20 Minuten schließen die ersten Wahllokale in Kentucky und Indiana. Erste Ergebnisse werden dann aus diesen beiden Bundesstaaten erwartet. Kentucky und Indiana werden sicher Donald Trump zugeordnet. Da Wahllokale in einzelnen Counties bis 01:00 geöffnet haben, werden die Wahlmännerstimmen auch erst ab 01:00 Uhr verteilt.

23:25

Das Rennen ist offen. Republikaner schöpfen ihre Hoffnungen aus dem Ergebnis 2016. Hier hatte Trump fast alle heute offenen Bundesstaaten gewonnen. Demokraten sind optimistisch, weil Biden offenbar mehrere Wege zum Gesamtsieg hat. Im Gegensatz zu Trump, kann sich Biden Niederlagen in einigen Bundesstaaten erlauben.

23:00

Basierend auf den durchschnittlichen Umfragen der letzten Wochen kann Donald Trump sicher mit etwa 125 Wahlmännerstimmen rechnen. Joe Biden rechnet mit mindestens 216 Wahlmännerstimmen. Die Umfragen weisen zusätzlich auf Biden-Siege in Minnesota, Wisconsin und Michigan hin. Sollte sie also nicht gänzlich daneben liegen kommen weitere 36 Wahlmännerstimmen hinzu. Biden käme also auf 252.

Die übrigen 160 Wahlmännerstimmen entscheiden dann die Wahl und sind auf folgende Bundesstaaten aufgeteilt, die als offen gelten: Texas (38), Florida (29), Pennsylvania (20), Ohio (18), Georgia (16), North Carolina (15), Arizona (11), Iowa (6), Nevada (6), Nebraska CD2 (1), Maine CD2 (1).

Da Biden auf Basis der vorgenannten Umfragen 18 Wahlmännerstimmen fehlen, wären Texas, Florida, Pennsylvania und Ohio Must-Win-States für Trump, ohne die nicht mehr gewinnen kann.

Gelingt es Trump diese vier Must-Win-States zu gewinnen, fehlen ihm weitere 40 Wahlmännerstimmen zum Sieg. Dann richtet sich der Blick auf Georgia, North Carolina, Arizona usw. 2016 hatte Trump alle heute relevanten Bundesstaaten gewonnen, ausgenommen Minnesota und Nevada.

22:25

In den kritischen Battleground States schließen die Wahllokale / gibt es Ergebnisse um:

01:00 Uhr in Florida und Georgia

01:30 Uhr in Ohio und North Carolina*

02:00 Uhr in Pennsylvania, Texas, Michigan und New Hampshire

03:00 Uhr in Arizona, Minnesota und Wisconsin

04:00 Uhr in Iowa und Nevada

*In North Carolina werden die Wahllokale in einigen Counties wohl bis 02:15 geöffnet haben, so dass erste Ergebnisse dort mit 45 Minuten Verspätung vorliegen.


21:50

Eine Übersicht zur Wahl des US-Senats findet Ihr HIER.

Eine Übersicht zur Wahl des US-Repräsentantenhauses findet Ihr HIER.

Ich empfehle die Web-Version dieses Blogs, da dort die Inhalte besser und vollständig dargestellt sind. Diese kann auch über das Smartphone genutzt werden (herunterscrollen bis zum letzten Artikel der Startseite und darunter auf "Web-Version anzeigen" klicken. Solltet Ihr dennoch die mobile Version nutzen wollen, empfehle ich das Querformat.

21:20

Vizepräsident Pence nutzte den Wahltag, um bei verschiedenen TV- und Radiointerviews letztmalig für eine Wiederwahl Donald Trumps zu werben. Diese gab er in Wisconsin, Michigan und Florida.

20:50

Joe Biden ist in diesen Minuten immer noch im Wahlkampf in Philadelphia, Pennsylvania unterwegs. Er motivierte seine Anhänger nochmal, all jene zur Stimmenabgabe zu motivieren, die bislang noch nicht gewählt haben. Philadelphia ist eine absolute Hochburg der Demokraten.

20:30

Ab Mitternacht und insbesondere ab 01:00 Uhr richtet sich der Blick nur noch auf die Ergebnisse, die aus den einzelnen Bundesstaaten gemeldet werden. Einer der wichtigsten Bundesstaaten ist Florida. Hier wird traditionell schnell ausgezählt. Insbesondere Briefwahlstimmen durften schon in den vergangenen Tagen kontrolliert und ausgezählt werden. Diese Ergebnisse werden die ersten sein, die Florida veröffentlichen wird, bevor dann die Stimmen des heutigen Tages folgen. Ähnlich wird in Texas, Georgia und North Carolina verfahren. Im Rust Belt mit den wichtigen Bundesstaaten Pennsylvania, Michigan und Wisconsin dürfen die Briefwahlstimmen erst heute kontrolliert und gezählt werden. Von dort sind wohl zunächst die Stimmen von heute in den ersten Ergebnissen abgebildet.

Die unterschiedlichen Zählweisen könnten relevant werden, wenn es darum geht, erste Ergebnisse aus diesen Bundesstaaten einzuschätzen. Donald Trump rechnet mit einem besseren Abschneiden am heutigen Wahltag, während Biden mit mehr Zuspruch bei den Briefwählern rechnet. Es kann also sein, dass Bidens Werte zu Beginn der Auszählung in Florida, Texas, Georgia und North Carolina besser sind und sich im Laufe der Nacht verschlechtern. Dies könnte bei Trumps Werten in Pennsylvania, Michigan und Wisconsin entsprechend passieren.

19:50

Auch am heutigen Wahltag sind die Kandidaten noch im Land unterwegs. Joe Biden flog in seinen Geburtsort Scranton in Pennsylvania. Dort schrieb er an die Wand des Wohnzimmers seines Geburtshauses: "From this house to the White House with the grace of God. Joe Biden 11-3-2020". Im Jahr 2008 hatte er bereits eine entsprechende Botschaft im Schlafzimmer hinterlassen. Ob sein Wunsch dieses Jahr wieder in Erfüllung geht?

Kamala Harris ist noch in Detroit, Michigan unterwegs.

Donald Trump hatte sich noch einen Liveauftritt bei FOX News gesichert und besuchte vor rund einer Stunde Teile seines Wahlkampfteams in Arlington, Virginia. Er zeigte sich zuversichtlich, erfolgreich aus der kommenden Wahlnacht hervorzugehen.

19:15

Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence werden die Wahlnacht im Weißen Haus verbringen und die Ergebnisse zusammen verfolgen. Joe Biden und Kamala Harris werden in Bidens Heimat Wilmington, Delaware sein. Von dort wollen sie sich mit einer Ansprache in der Nacht an das amerikanische Volk wenden.

18:40

Über 102 Mio Wählerinnen und Wähler haben ihre Stimmen bereits in den letzten Wochen beim Early Voting abgegeben. Das entspricht fast 75% der Wahlbeteiligung aus dem Jahr 2016. Einige Bundesstaaten wie Texas, Washington, Hawaii oder Montana haben bereits die Gesamtwahlbeteiligung aus 2016 übertroffen.

18:00

Mit einem Auge schaue ich in der kommenden Nacht auch immer mal wieder auf die Zwischenstände zu den Kongresswahlen. Laut Umfragen scheinen die Demokraten im Repräsentantenhaus ihre Mehrheit halten zu können. Im Senat dagegen wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet. Die Republikaner hoffen darauf, ihre Mehrheit verteidigen zu können.

17:35

HIER findet Ihr eine Übersicht, wann in der kommenden Nacht in den einzelnen Bundesstaaten die Wahllokale schließen.

17:10

Herzlich Willkommen zum Liveblog zur US-Präsidentschaftswahl 2020


In den kommenden 16 Stunden (oder länger) gibt es hier die wichtigsten Infos zur US-Präsidentschaftswahl 2020 kompakt und übersichtlich aufbereitet.

Die ersten Wahllokale schließen gegen Mitternacht deutscher Zeit. Danach gibt es dann die ganze Nacht durch Zwischenergebnisse und den aktuellen Gesamtstand.

Zwischenzeitlich können wir uns aber nochmal entspannen. In 7 Stunden schließen die ersten Wahllokale in Kentucky und Indiana. Eine Stunde später werden die ersten Wahlmännerstimmen zugeordnet.

Noch zwei technische Hinweise:
Ich empfehle die Web-Version dieses Blogs, da dort die Inhalte besser und vollständig dargestellt sind. Diese kann auch über das Smartphone genutzt werden (herunterscrollen bis zum letzten Artikel der Startseite und darunter auf "Web-Version anzeigen" klicken. Solltet Ihr dennoch die mobile Version nutzen wollen, empfehle ich das Querformat.


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Kommentare

Anonym hat gesagt…
Biden packt das locker!
Rainbow-Warrior21 hat gesagt…
Wünsche ich mir auch @Anonym. Aber eine Frage@Thomas : wie kommen diese Ergebnisse/Zahlen bei 7 % ausgezählter Stimmen für Georgia zustande ?
Anonym hat gesagt…
Wieso soll Virginia an Biden gegangen sein? Trump führt doch?
Anonym hat gesagt…
Wenn da steht, dass einer der beiden gewonnen hat, sind die Stimmen dann nicht zu 100% ausgezählt?!? Zumindest bei New Hampshire sieht die Kombination seltsam aus...
Anonym hat gesagt…
Also diesesmal lagen die Umfragen deutlicher daneben als 2016 oder?
Unknown hat gesagt…
Thomas was glaubst du aktuell in % etwa wer die besseren Karten hat?..
Unknown hat gesagt…
Sind die ausstehenden Countys in Michigan und Pennsylvania eher für Biden oder Trump zu erwarten?
Stephan hat gesagt…
puhh jetzt wirds spannend
Rainbow-Warrior21 hat gesagt…
Hallo Thomas, auf einer (aktualiserten ?) Version sieht die Karte bei 270towin so aus: https://www.270towin.com/maps/consensus-2020-electoral-map-forecast

Pennyslvania und Nevada sind da hellblau gefärbt. Ausserdem geben sie Biden 279 Wahlleute. Ist das eine Simulation oder Echtzeit-Ergebnis ?
Theo hat gesagt…
@Rainbow-Warrior21: Ich bin zwar nicht Thomas, aber kann das, denke ich, auch beantworten: die von dir verlinkte Karte ist der letzte Stand der Umfragen vor der Wahl. Das sieht man am Datum unten drunter: Nov 3, 2020. Sie hat also keine besondere Bedeutung.
Rainbow-Warrior21 hat gesagt…
@Theo Ok danke. Also eher eine Art Simulation...Das ist mir wohl entgangen...;-)
Polonius hat gesagt…
Danke an Thomas für diese aufwändige aktuelle Berichterstattung sowie alle wichtigen Basisinfos drumherum!

Im deutschsprachigen Raum ist dies meiner Meinung nach zum Thema US-Wahl DAS Referenzmedium für aktuelle und Hintergrundinformationen.

DANKE SEHR!!!

P.S. ...und vielleicht ist dann fpr Thomas ja auch mal wieder etwas Schlaf drin...
Thomas hat gesagt…
Hallo!
Danke für Euer Interesse und die Kommentare. Leider bin ich in den letzten Tagen nicht dazu gekommen, zu antworten. Die Recherchen und die Dynamik der nunmehr sehr langen Wahlnacht haben viel Zeit und Kraft in Anspruch genommen. Einige Fragen haben sich wohl zwischenzeitlich erledigt, andere wurden dankenswerterweise schon von Euch beantwortet.
Einen Punkt will ich aber dennoch direkt aufgreifen, nämlich die Frage nach den Umfragen. Es ist immer wichtig, Umfragen möglichst gesamtheitlich zu betrachten. Das heißt konkret, möglichst viele in die eigenen Einschätzungen einfließen zu lassen und insbesondere auch den Spielraum, den die Umfrageergebnisse lassen, zu erkennen. Vergleicht man die aktuelle Electoral Map mit der Karte in meiner Vorschau (rechts oben), die auf den durchschnittlichen Umfragen basiert, erkennt man, dass bislang kein Ergebnis falsch "vorhergesagt" wurde. Die grauen Bundesstaaten können eben in beide Richtungen kippen, das ist die Auskunft, die die Umfragen vorher gegeben haben. Dabei ist immer auch die Fehlerspanne zu berücksichtigen. Diese habe ich aber in die Bewertung, ob ich einen Bundesstaat grau oder hellblau/hellrot eingefärbt habe, miteinfließen lassen.
Insgesamt würde ich sagen, dass man schon einen recht soliden Eindruck im Vorfeld durch die Umfragen erhalten hat.
Nun schauen wir mal, wie es weiter geht und wie nun tatsächlich das Endergebnis sein wird.
Schreibt gerne weiter Kommentare, ich versuche, nun wieder regelmäßiger und schneller zu antworten.
Geschlafen wird nächste Woche... ;)
Polonius hat gesagt…

Zitat Thomas: "Geschlafen wird nächste Woche... ;)"

Dann aber bestimmt mehrere Tage am Stück :-)

Vielen Dank nochmals für diese sehr kompetente und umfassende Berichterstattung und alles Gute!

Polonius
Rainbow-Warrior21 hat gesagt…
Wie ist denn das zu bewerten ? Noch einige Tage ;-)?

"Georgia wird neu ausgezählt

16:58 Uhr

Im US-Bundesstaat Georgia werden die Stimmen nach der Präsidentschaftswahl wegen des extrem knappen Ausgangs neu ausgezählt. "Mit so einer geringen Differenz wird es in Georgia eine Neuauszählung geben", sagte Wahlleiter Brad Raffensperger.

Biden baute seinen Vorsprung in Georgia zuletzt weiter aus. Er liegt laut Datenanbieter Edison Research nun mit 1579 Stimmen vor Trump. Ausgezählt werden müssen demnach nur noch 4169 Stimmen"

Quelle: Tagesschau.de Liveblog zur US-Wahl
Rainbow-Warrior21 hat gesagt…
Schon beantwortet, danke Thomas :-) !

"17:10

Der Bundesstaat Georgia hat eine Neuauszählung angekündigt. Aufgrund des knappen Wahlergebnisses, was weiterhin noch nicht final feststeht, ist dies ein normaler Vorgang."

Die Frage ist nur, wie lange das dauert;-) ? !
Unknown hat gesagt…
Hallo Thomas,
vielen Dank für diese tollen Informationen. Ich habe deine Seite schon 2016 mit Begeisterung gelesen. Das machst du wirklich großartig.
Unknown hat gesagt…
Hallo Thomas,
Wie lässt es sich erklären, dass Maine bei der Senatswahl republikanisch gewählt hat? In Maine hat Biden ja durchaus deutlich gewonnen und ich dachte auch dass der Bundesstaat eher demokratisch geprägt ist. Wie kommt es zu so großen Unterschieden zwischen Senatswahl und Präsidentenwahl?
Rainbow-Warrior21 hat gesagt…
Mir ist der Zwischenstand für Alaska nebenbei aufgefallen: Stand jetzt 47 % ausgezählt. Die sind ja weiter hintendran als Georgia.
Sicher ist Alaska mit 3 Wahlleuten nicht entscheidend, aber auffällig ist das extrem langsame Auszählen nach vier Tagen doch.
Sitzen die in Blockhäusern mit Kentucky-Whisky und langen Pausen :-D ? (Scherz!)
Rainbow-Warrior21 hat gesagt…
Für mich ist das erst mal ein klarer Sieg für die Demokratie = #Counteveryvote !

Und das sich die US-Wähler*innen von Trumps nie bewiesenen (!) Verschwörungsnarrativen "die Briefwahlen werden gefälscht" usw. eben nicht haben beeindrucken oder einschüchtern haben lassen, ist sozusagen das "Sahnehäubchen" ;-)
Congratulations, Mr. Biden and Mrs. Harris :-) !

Bin jetzt gefühlt erst mal erleichtert :-D
Thomas hat gesagt…
@Rainbow-Warrior21
Alaska startet in der kommenden Woche mit der Auszählung der Briefwahlstimmen. Auch dort werden Briefwahlstimmen mit Stempeldatum 03.11. noch gezählt, auch wenn sie nach dem 03.11. eintreffen. Da einige Orte in Alaska nicht mit Autos erreichbar sind und der Bundesstaat sehr groß ist, dauert es einige Zeit, bis man alles zusammen hat. Kritik kam jedoch an der Entscheidung auf, erst mit der Auszählung zu beginnen, bis alle Stimmen eingetroffen sind. Diese Entscheidung wurde irgendwann im Sommer getroffen. Offenbar hat man unterschätzt, dass in diesem Jahr sehr viele Menschen per Briefwahl abgestimmt haben. Da sonst das Ergebnis in Alaska praktisch sicher ist und die Anzahl der Briefwahlstimmen so gering ist, hat man das Problem als solches vermutlich nicht erkannt. Es hat aber alles seine Richtigkeit.
Danke für die Nachfrage, ich werde dies auch direkt im Liveblog nochmal schreiben.

@unknown
Ich kann noch keine fundierte Aussage dazu treffen, weshalb in Maine die republikanische Senatorin gewonnen hat, Donald Trump jedoch nicht.
Grundsätzlich ist es aber nicht unüblich, dass bei Wahlen zum Senat oder Repräsentantenhaus oder auch bei Gouverneurswahlen eine andere Partei den präferiert wird als bei der Präsidentschaftswahl. Das ist auch in anderen Bundesstaaten erkennbar.
Susan Collins ist zudem zum 5. Mal in den Senat gewählt worden. Ihre kritische Haltung gegenüber Trump und ihr Abstimmungsverhalten im Senat (nicht selten mit den Demokraten) dürfte ihr auch Stimmen von Unabhängigen gesichert haben. Außerdem kann auch die Persönlichkeit eine wichtige Rolle spielen. Aber wie gesagt, das sind nur Erklärungsansätze.
Polonius hat gesagt…
Nochmals vielen Dank für die umfassenden und immer sehr aktuellen Infos zum Thema. Eine wirklich sehr gelungene Seite zu diesem Thema, die im deutschsprachigen Raum ihresgleichen sucht...

Bin schon sehr gespannt auf die weiteren Auswertungen und "Nachbetrachtungen" zur Wahl und auf den Fortgang bei den Senatswahlen im Januar.

Bis zum nächsten Mal

Polonius

P.S. Endlich ist er (Donald "The Dödel" Trump)weg...
Rainbow-Warrior21 hat gesagt…
Ich schliesse mich dem Dank als auch den Ausführungen von @Polonius mit voller Zustimmung an :-) !
Dafür, dass Thomas sich tagelang bei diesem "Polit-Thriller" die Nächte um die Ohren geschlagen hat, verdient er ja neben Respekt und Anerkennung fast ein Präsent als "Nervennahrung" :-)

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