Posts

Posts mit dem Label "Waffenlobby" werden angezeigt.

Das Waffenrecht der USA - wichtige Begriffe kurz erklärt

Themenschwerpunkt: Waffengesetze Im zweiten Teil der Themenschwerpunktreihe im US-Wahlkampf geht es um das komplexe und äußerst kontrovers diskutierte Waffenrecht der USA. In Deutschland wird häufig der Kopf darüber geschüttelt, wie es immer wieder zu Amokläufen, Massenschießereien und tragischen Unfällen in Amerika kommen kann. Um die Hintergründe der Diskussion auch im Wahlkampf zu verstehen, lohnt es sich, etwas genauer hinzusehen. Zunächst ein paar Zahlen: Etwa 30-40% der Haushalte in den USA besitzen Schusswaffen.  Es werden pro Jahr  (2016-2018) ca. 15.000 Menschen in den USA durch Schusswaffen getötet, weitere ca. 30.000 werden verletzt. Hinzu kommen rund 22.000 Todesopfer durch Suizid mit Schusswaffen. Ca. 700 Kinder unter 11 Jahren werden getötet oder verletzt, ca. 3000 Jugendliche im Alter von 12-17 Jahren  werden getötet oder verletzt . Ursprung der Affinität zu Waffen Das Recht auf Waffenbesitz basiert auf dem 2. Zusatzartikel der...

Clinton und Trump nutzten letzte TV-Debatte zur Mobilisierung der eigenen Wählerschaft

Das letzte direkte Duell in diesem Wahlkampf haben sich Hillary Clinton und Donald Trump in Las Vegas, Nevada geliefert. Die TV-Debatte verlief weniger polemisch und beleidigend als die beiden zuvor. Dies lag auch an Moderator Chris Wallace, der unaufgeregt durch den Abend führte. Zwar wurden auch die persönlichen Vorwürfe aus den vergangenen Wochen an verschiedenen Stellen diskutiert, Themen wie die E-Mail-Affäre Clintons, die Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Trump oder dessen nicht veröffentlichte Steuererklärung waren aber eher eine Randnotiz bei dieser Debatte. Trump sagte mit Blick auf die Frauen, die ihn nun beschuldigen, dass die Vorwürfe alle widerlegt und zudem von Clintons Wahlkampfteam gezielt gestreut worden seien. Er selbst griff die Rolle der "Clinton Stiftung" auf und kritisierte, dass seine Konkurrentin doch die Gelder, die sie von Staaten erhalte, die Frauen diskriminierten und Homosexuelle von Hochhausdächern stürzen würden, zurückgeben solle. Sie r...

NRA spricht sich für Donald Trump aus

Bild
Die einflussreiche National Rifle Association (NRA) hat sich erwartungsgemäß für den Republikaner Donald Trump als nächsten US-Präsidenten ausgesprochen. Damit hat sich die Waffenlobby insbesondere gegen die Demokratin Hillary Clinton positioniert. Bei einer Rede auf einer Veranstaltung der NRA nahm Donald Trump auch seine Konkurrentin ums Präsidentenamt ins Visier. Clinton wolle den 2. Verfassungszusatz abschaffen. Außerdem wolle sie kriminelle Gewalttäter aus den Gefängnissen entlassen, so Trump weiter. Hillary Clinton, die sich im Vorwahlkampf insbesondere bei der Diskussion um eine Verschärfung der Waffengesetze immer wieder von Bernie Sanders abzusetzen versuchte, reagierte via Twitter auf die Rede Trumps und widersprach ihm. Sie sei der Auffassung, dass man den 2. Verfassungszusatz aufrecht erhalten und gleichzeitig unsinnige Waffengewalt verhindern könne. Die Rede Donald Trumps vor der NRA: Donald Trump sprach sich auch dafür aus, die waffenfreien Zonen, wie sie z. B. i...

TV-Debatte der Demokraten in Brooklyn

Hillary Clinton und Bernie Sanders haben die letzte TV-Debatte vor den wichtigen Vorwahlen in New York und weiteren Bundesstaaten an der Ostküste absolviert. Die Diskussion verlief weitgehend sachlich und fair, wenngleich beide Kandidaten versuchten, teils pointiert die Unterschiede zwischen ihren Positionen hervorzuheben. Dabei wurden die Differenzen, die sich bereits im gesamten Wahlkampf zeigten, ein weiteres Mal offen gelegt. Es ging um den Umgang mit der Wall Street, den stärkeren Kampf gegen die Waffenlobby, die Gesundheitsversorgung sowie Fragen der Außenpolitik, Israel und die Rolle der USA in der NATO. Das Rededuell wurde an verschiedenen Stellen etwas lauter und leidenschaftlicher geführt, was angesichts der bevorstehenden entscheidenden Phase der Vorwahlen auch nicht verwunderlich ist. Beide Kandidaten bedienten dabei vorwiegend ihre eigene Basis, neue Wählerschichten dürften sie dabei jedoch nicht erreicht haben. So ist davon auszugehen, dass es weder Clinton noch Sanders ...

Massenschießereien in den USA – im Schnitt mindestens eine pro Tag

Dieses Mal hat es San Bernardino in Kalifornien getroffen. Erneut hat es eine Schießerei mit vielen Opfern in den USA gegeben. In den nächsten Stunden wird es vermutlich mehr Klarheit über die Anzahl der Opfer, die Täter und Hintergründe der Tat geben. Die Ereignisse sind dieses Mal auch in den deutschen Medien zu verfolgen. Das was in Deutschland heute durch die Medien geht, ist aber leider nur ein kleiner Auszug dessen, was in den USA immer wieder vorkommt. Je nach Auslegung des Begriffs Massenschießerei variieren die Zahlen der Taten. Nimmt man an, dass es sich um eine Massenschießerei handelt, wenn mindestens 4 Menschen durch Schusswaffengebrauch zu Tode kommen oder verletzt werden, gibt es in den USA täglich mindestens eine Massenschießerei. Auf diese Zahlen beruft sich die Washington Post in einem aktuellen Artikel. Demnach hat es in den 336 Tagen im Jahr 2015 insgesamt 355 Massenschießereien gegeben. Tatsächlich hatte es auch heute bereits am frühen Morgen in Savannah, Geo...

Themenschwerpunkte im US-Wahlkampf: Teil 2 - Waffengesetze

HIER KLICKEN zum aktuellen Artikel aus August 2019 VERALTET Themenschwerpunkt: Waffengesetze Im zweiten Teil der Themenschwerpunktreihe im US-Wahlkampf geht es um das komplexe und äußerst kontrovers diskutierte Waffenrecht der USA. In Deutschland wird häufig der Kopf darüber geschüttelt, wie es immer wieder zu tragischen Unfällen und Amokläufen in Amerika kommen kann. Um die Hintergründe der Diskussion auch im Wahlkampf zu verstehen, lohnt es sich, etwas genauer hinzusehen. Zunächst ein paar Zahlen: Etwa 30-40% der Haushalte in den USA besitzen Schusswaffen. Die Befürworter und Gegner von strengeren Waffengesetzen halten sich die Waage. Es werden pro Jahr ca. 100.000 Menschen in den USA durch Schusswaffengebrauch verletzt, über 30.000 sterben. Ca. 1500 Kinder werden pro Jahr bei Unfällen mit Schusswaffen verletzt, durchschnittlich ca. 200 Kinder sterben. Ursprung der Affinität zu Waffen Das Recht auf Waffenbesitz basiert auf dem 2. Zusatzartikel der Verfassung de...

Hillary Clinton offen für staatliches Waffen-Rückkaufprogramm

Bild
Hillary Clinton hat sich während eines Wahlkampfauftritts in Keene, New Hampshire offen für ein staatliches Rückkaufprogramm für bestimmteWaffen gezeigt . Sie reagierte damit auf eine Frage aus dem Publikum, die auf ein solches australisches Programm ab 1996 abzielte. Australien hatte infolge mehrerer Massaker Anfang der 90er Jahre  in der Zeit zwischen 1996 bis 2003 rund 650.000 Schusswaffen  in der Bevölkerung eingesammelt und Besitzer entschädigt. Clinton sagte zu einem solchen verpflichtenden Rückkaufprogramm: „Ich denke, es wäre prüfenswert, so etwas auf staatlicher Ebene zu machen, falls das geregelt werden könnte.“ Eine eindeutige Unterstützung für ein solches Programm wolle sie derzeit aber nicht geben. Die National Rifle Association (NRA) reagierte prompt. Chris Cox vom Institut für Gesetzgebung der NRA sagte: “Das beweist, was die NRA die ganze Zeit gesagt hat. Das eigentliche Ziel der Unterstützer schärferer Waffengesetze sei die Konfiszierung von Schusswa...

Zusammenfassung der ersten TV-Debatte der Demokraten

Bild
Clinton und Sanders dominieren sachliche und faire TV-Debatte der Demokraten. Martin O'Malley konnte als einziger Außenseiter punkten Die erste TV-Debatte der Demokraten ist vorbei. Auf CNN diskutierten die fünf Kandidaten der Demokraten ca. drei Stunden lang. Durch die Debatte führte Anderson Cooper. Während Hillary Clinton und Bernie Sanders relativ ausführlich ihre Positionen erläutern konnten und auch viele Nachfragen erhielten, hatten es insbesondere Jim Webb und Lincoln Chafee schwer, sich in dem Format durchsetzen. Untereinander gingen die Kandidaten äußerst sachlich und fair miteinander um. Andere Debattenkultur als bei den Republikanern Der wohl bemerkenswerteste Moment des gesamten Abends gelang ausgerechnet den beiden Hauptkontrahenten Bernie Sanders und Hillary Clinton als unter tosendem Applaus des Publikums eine klare Botschaft indirekt an die Republikaner gesandt wurde. Anderson Cooper stellte Hillary Clinton wegen ihre...