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US-Senatswahl 2026
Prognose und Mehrheitsrechner
Welche Senatsrennen entscheiden die Mehrheit bei den Midterms 2026? Die US-Wahl.de-Prognose zeigt die Ausgangslage im US-Senat, die besonders umkämpften Sitze und welche Wege Demokraten und Republikaner zur Mehrheit von 51 Sitzen führen.
Von der Ausgangslage zur Prognose
Schritt für Schritt wird sichtbar, welche Senatsrennen 2026 für die Mehrheitsverhältnisse entscheidend werden.
Demokraten / Unabhängige
Republikaner
AusgangslageAktueller Senat
–
–
Wahl 202635 Sitze werden neu gewählt
–
–
–
Prognose Teil 1Als sicher geltende Sitze werden eingerechnet
–
–
–
Prognose Teil 2Tendenzen werden eingerechnet
–
–
–
–
–
Mehrheit im Senat51 von 100 Sitzen
Mehrheitsoption Republikaner bei 50:50-Patt Mehr dazu50 Sitze + Vizepräsident
Mehrheitsrechner
Demokraten–
Noch offen–
Republikaner–
Umkämpfte Senatsrennen
Senatsrennen 2026 im Überblick
Senatsrennen, die nach Einrechnung der sicheren Sitze verbleiben.
Was unterscheidet den US-Senat vom Repräsentantenhaus? Der US-Kongress besteht aus zwei Kammern, die gemeinsam Gesetze beschließen, sich aber bei Wahl, Zusammensetzung und besonderen Befugnissen deutlich unterscheiden. Im Senat sind die Bundesstaaten gleichberechtigt vertreten: Jeder Staat stellt unabhängig von seiner Bevölkerungszahl zwei Senatoren. Hinzu kommen besondere Aufgaben, die ausschließlich oder vor allem dem Senat zukommen.
Der SenatKammer der Bundesstaaten im US-Kongress
100Sitze
2je Bundesstaat
6Jahre Amtszeit
≈ ⅓alle 2 Jahre zur Wahl
Zweikammersystem
Der Kongress auf einen Blick
Senat und Repräsentantenhaus bilden gemeinsam die Legislative der Vereinigten Staaten. Ein Bundesgesetz benötigt grundsätzlich die Zustimmung beider Kammern zum gleichen Wortlaut.
VertretungsprinzipZwei Sitze je BundesstaatSitze nach Bevölkerungszahl, gewählt in Congressional Districts
Amtszeit6 Jahre2 Jahre
WahlrhythmusAlle 2 Jahre ungefähr ein Drittel der SitzeAlle 2 Jahre alle 435 Sitze
Reguläre Mehrheit51 Sitze; bei 50:50 kann der Vizepräsident entscheiden218 Sitze
Besondere KompetenzenBestätigungen, Verträge, Impeachment-Verfahren als GerichtRevenue Bills müssen hier beginnen; Einleitung von Impeachments
Wahlsystem
So wird der Senat gewählt
Anders als beim Repräsentantenhaus gibt es für Senatswahlen keine Congressional Districts. Jeder zur Wahl stehende Sitz wird im gesamten Bundesstaat vergeben.
1
Bundesstaatenweite Direktwahl
Seit dem 17. Verfassungszusatz werden Senatoren direkt von den Wählerinnen und Wählern ihres Bundesstaats gewählt. Die konkrete Wahlregel – etwa ob eine Stichwahl möglich ist – richtet sich nach dem jeweiligen Bundesstaat.
2
Drei Klassen
Die 100 Sitze sind in drei Klassen aufgeteilt. Dadurch wird alle zwei Jahre nur ungefähr ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Kammer wird also niemals regulär vollständig neu gewählt.
3
Sechs Jahre Amtszeit
Die längere Amtszeit soll Kontinuität schaffen. Für eine Senatsmehrheit ist deshalb nicht nur die politische Stimmung wichtig, sondern auch, welche Sitze im jeweiligen Wahljahr überhaupt zur Wahl stehen.
Voraussetzungen für Kandidierende
30 JahreMindestalter
9 Jahremindestens US-Staatsbürger
Wohnsitzim vertretenen Bundesstaat zum Zeitpunkt der Wahl
119. Kongress · Stand –
Aktuelle Führung des US-Senats
Die aktuellen Mehrheitsverhältnisse werden geladen. Neben den Fraktionsführungen gibt es zwei verfassungsrechtlich vorgesehene Vorsitzfunktionen: den Vizepräsidenten als Präsidenten des Senats und den President pro tempore.
– Republikaner– Demokraten– Unabhängige
Präsident des Senats
–
––
Verfassungsmäßiger Präsident des Senats. Stimmt grundsätzlich nur bei einem Gleichstand mit ab und kann dann die entscheidende Stimme abgeben.
President pro tempore
–
––
Vertritt den Vizepräsidenten als Vorsitzenden des Senats. Das Amt wird traditionell vom dienstältesten Senator der Mehrheitspartei ausgeübt.
Mehrheitsführer
–
––
Führt die Mehrheitsfraktion und prägt gemeinsam mit ihr die Tagesordnung und den Ablauf der Senatsarbeit.
Majority Whip
–
––
Unterstützt den Mehrheitsführer, organisiert Mehrheiten und behält bei wichtigen Abstimmungen die Stimmenlage innerhalb der Fraktion im Blick.
Minderheitsführer
–
––
Führt die Minderheitsfraktion, koordiniert ihre politische Strategie und vertritt sie in den Verhandlungen mit der Mehrheit.
Democratic Whip
–
––
Unterstützt die Minderheitsführung und koordiniert die Stimmen innerhalb der Fraktion.
Verfassungsrolle
Die wichtigsten Aufgaben des Senats
Neben der normalen Gesetzgebung besitzt der Senat mehrere Befugnisse, die das Repräsentantenhaus nicht hat.
Gesetzgebung
Der Senat berät und beschließt Bundesgesetze. Damit ein Gesetz zum Präsidenten gelangt, müssen Senat und Repräsentantenhaus grundsätzlich denselben Text verabschieden.
„Advice and Consent“
Viele wichtige Ernennungen des Präsidenten benötigen die Zustimmung des Senats – darunter Kabinettsmitglieder, Botschafter und Bundesrichter bis hin zum Supreme Court.
Internationale Verträge
Bei Verträgen besitzt der Senat eine besondere außenpolitische Rolle. Für die Zustimmung zu einer Ratifikation ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Senatoren erforderlich.
Impeachment
Das Repräsentantenhaus erhebt die Anklage. Der Senat führt anschließend das Verfahren durch. Für eine Verurteilung und Amtsenthebung ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Senatoren erforderlich.
Kontrolle & Untersuchungen
Ausschüsse überwachen Bundesbehörden, führen Anhörungen und Untersuchungen durch und prüfen, wie Gesetze und öffentliche Mittel von der Exekutive umgesetzt werden.
Electoral College: Wahl des Vizepräsidenten
Erreicht kein Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten die Mehrheit der Electoral Votes, wählt der Senat aus den beiden stimmenstärksten Kandidaten. Jeder Senator hat eine Stimme; erforderlich ist eine Mehrheit des gesamten Senats. Den Präsidenten wählt in diesem Sonderfall dagegen das Repräsentantenhaus.
Gesetzgebungsverfahren
Wie Repräsentantenhaus und Senat zu einem gemeinsamen Gesetz kommen
Beide Kammern können viele Gesetzesvorlagen auf den Weg bringen. Revenue Bills müssen jedoch im Repräsentantenhaus beginnen; der Senat kann sie anschließend ändern.
1EinbringungEine Vorlage wird in einer der beiden Kammern eingebracht.
→
2AusschussFachausschüsse prüfen, beraten und verändern den Entwurf.
→
3Erste KammerRepräsentantenhaus oder Senat stimmt über die Vorlage ab.
→
4Zweite KammerAuch die andere Kammer berät und beschließt ihre Fassung.
→
5Gleicher WortlautUnterschiede müssen beseitigt werden, bevor beide Kammern endgültig zustimmen.
→
6PräsidentDanach folgt Unterschrift oder Veto. Ein Veto kann mit Zweidrittelmehrheiten in beiden Kammern überstimmt werden.
↔
Wenn Repräsentantenhaus und Senat unterschiedliche Fassungen beschließen
Das Conference Committee
Ein Conference Committee ist ein zeitlich begrenzter gemeinsamer Vermittlungsausschuss aus Mitgliedern beider Kammern. Er kann eingesetzt werden, um Unterschiede zwischen einer vom Repräsentantenhaus und einer vom Senat verabschiedeten Fassung auszugleichen – besonders bei umfangreichen oder umstrittenen Vorlagen. Das Ergebnis ist ein Conference Report. Dieser Kompromisstext muss anschließend vom Repräsentantenhaus und vom Senat angenommen werden. Ein Conference Committee ist dabei ein mögliches, aber nicht zwingendes Verfahren; Differenzen können auch auf anderem parlamentarischem Weg bereinigt werden.
Kongress & Präsident
State of the Union und das Verhältnis zur Exekutive
Der Präsident ist kein Mitglied des Kongresses und nimmt nicht an dessen gewöhnlicher parlamentarischer Arbeit teil. Dennoch treffen Legislative und Exekutive an wichtigen Stellen unmittelbar aufeinander.
Gemeinsame Sitzung beider Kammern
State of the Union
Die Verfassung verpflichtet den Präsidenten, den Kongress „von Zeit zu Zeit“ über die Lage der Nation zu informieren. Heute geschieht dies üblicherweise einmal jährlich in einer Ansprache vor einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Repräsentantenhaus im Plenarsaal des Repräsentantenhauses. Dabei skizziert der Präsident politische Prioritäten und fordert den Kongress häufig zu konkreten Gesetzesvorhaben auf.
Checks and Balances
Unterschrift und Veto
Nach Zustimmung beider Kammern gelangt ein Gesetz grundsätzlich zum Präsidenten. Unterzeichnet er es, wird es Gesetz. Legt er sein Veto ein, können Repräsentantenhaus und Senat dieses mit jeweils einer Zweidrittelmehrheit überstimmen.
Wichtig zum Verständnis
Drei Besonderheiten des Senats
Diese Punkte erklären, warum eine rechnerische Mehrheit im Senat nicht automatisch bedeutet, dass jede politische Entscheidung mit 51 Stimmen getroffen werden kann.
60
Filibuster & Cloture
Filibuster: Eine Minderheit kann verhindern, dass die Debatte endet – und damit eine Schlussabstimmung blockieren. Cloture: So heißt der formale Beschluss, diese Debatte zu beenden. Bei normaler Gesetzgebung sind dafür in der Regel 60 Stimmen nötig. Deshalb reicht eine knappe Mehrheit im Senat oft nicht aus, um große Vorhaben allein durchzubringen. Für viele Nominierungen gelten heute andere Regeln; dort genügt meist eine einfache Mehrheit.
⌂
Ausschüsse
Ein großer Teil der eigentlichen Arbeit findet in den Ausschüssen statt. Dort werden Gesetzesvorlagen vorbereitet, Anhörungen durchgeführt, Regierungsarbeit kontrolliert und viele Nominierungen zunächst geprüft.
50:50
Der Vizepräsident als Tie-Breaker
Der Vizepräsident gehört nicht zu den 100 Senatoren, ist aber Präsident des Senats. Bei Stimmengleichheit kann er eine entscheidende Stimme abgeben. Deshalb kann selbst ein 50:50-Senat politisch eine Mehrheitsseite haben.
Midterms 2026
Warum die Senatswahl für die politische Macht in Washington entscheidend ist
Weil nur ein Teil der Sitze neu gewählt wird und der Senat zugleich Gesetzgebung, Ernennungen und Kontrolle der Exekutive prägt, kann bereits eine kleine Zahl umkämpfter Rennen weitreichende Folgen haben. Welche Sitze 2026 tatsächlich entscheidend sind, zeigt die aktuelle US-Wahl.de-Prognose.
Was unterscheidet das US-Repräsentantenhaus vom Senat? Der US-Kongress besteht aus zwei Kammern, die gemeinsam Gesetze beschließen, sich aber bei Wahl, Zusammensetzung und besonderen Befugnissen deutlich unterscheiden. Im Repräsentantenhaus richtet sich die Zahl der Sitze eines Bundesstaates nach seiner Bevölkerungszahl. Die 435 stimmberechtigten Abgeordneten vertreten einzelne Congressional Districts und stellen sich alle zwei Jahre vollständig zur Wahl.
Das RepräsentantenhausKammer der Congressional Districts im US-Kongress
435Sitze
1Sitz je District
2Jahre Amtszeit
435alle 2 Jahre zur Wahl
Zweikammersystem
Der Kongress auf einen Blick
Repräsentantenhaus und Senat bilden gemeinsam die Legislative der Vereinigten Staaten. Ein Bundesgesetz benötigt grundsätzlich die Zustimmung beider Kammern zum gleichen Wortlaut.
VertretungsprinzipSitze nach Bevölkerungszahl, gewählt in Congressional DistrictsZwei Sitze je Bundesstaat
Amtszeit2 Jahre6 Jahre
WahlrhythmusAlle 2 Jahre alle 435 SitzeAlle 2 Jahre ungefähr ein Drittel der Sitze
Sitzmehrheit218 von 435 Sitzen51 Sitze; bei 50:50 kann der Vizepräsident entscheiden
Besondere KompetenzenRevenue Bills beginnen hier; Einleitung von Impeachments; Präsidentenwahl im SonderfallBestätigungen, Verträge, Impeachment-Verfahren als Gericht
Wahlsystem
So wird das Repräsentantenhaus gewählt
Die Wahl zum Repräsentantenhaus findet nicht bundesstaatenweit statt. Entscheidend sind die einzelnen Congressional Districts, aus denen jeweils genau ein Mitglied hervorgeht.
1
Wahl im Congressional District
Jeder Congressional District vergibt genau einen Sitz. Gewählt wird durch die Wahlberechtigten dieses Districts. Bundesstaaten mit nur einem Sitz bilden einen einzigen bundesstaatenweiten At-Large-District; die konkreten Wahlregeln können sich zwischen den Bundesstaaten unterscheiden.
2
Alle 435 Sitze alle zwei Jahre
Anders als im Senat steht bei jeder regulären Kongresswahl das gesamte Repräsentantenhaus zur Wahl. Dadurch kann sich die politische Mehrheit innerhalb eines einzigen Wahlzyklus vollständig verändern.
3
Apportionment & Redistricting
Nach jeder zehnjährlichen Volkszählung werden die 435 Sitze anhand der Bevölkerungszahlen neu auf die Bundesstaaten verteilt. Staaten mit mehreren Sitzen ziehen anschließend ihre Congressional Districts neu oder passen deren Grenzen an.
Voraussetzungen für Kandidierende
25 JahreMindestalter
7 Jahremindestens US-Staatsbürger
Wohnsitzim vertretenen Bundesstaat zum Zeitpunkt der Wahl
119. Kongress · Stand –
Aktuelle Führung des US-Repräsentantenhauses
Der Speaker ist der institutionelle Vorsitzende des Repräsentantenhauses. Daneben organisieren Majority Leader, Minority Leader und die Whips die parlamentarische Arbeit ihrer Parteien.
– Republikaner– Demokraten– Unabhängiger– vakant
Speaker of the House
–
––
Wird vom gesamten Repräsentantenhaus gewählt und verbindet institutionelle, administrative und politische Führungsaufgaben. Der Speaker leitet die Kammer und prägt maßgeblich ihre Arbeitsorganisation.
Majority Leader
–
––
Führt die Mehrheitsfraktion auf dem House Floor und wirkt zentral an der Planung der Gesetzgebungsagenda und des Sitzungsablaufs mit.
Majority Whip
–
––
Unterstützt die Mehrheitsführung, organisiert Stimmen und koordiniert die Fraktion bei wichtigen Abstimmungen.
Minority Leader
–
––
Führt die Minderheitsfraktion, vertritt sie auf dem House Floor und koordiniert ihre politische und parlamentarische Strategie.
Minority Whip
–
––
Unterstützt die Minderheitsführung und organisiert die Stimmenlage innerhalb der Fraktion vor wichtigen Entscheidungen.
Verfassungsrolle
Die wichtigsten Aufgaben des Repräsentantenhauses
Das Repräsentantenhaus wirkt an der gesamten Bundesgesetzgebung mit. Daneben besitzt es einige besondere Verfassungsbefugnisse und vertritt die Bevölkerung unmittelbar über die Congressional Districts.
Gesetzgebung
Das Repräsentantenhaus berät und beschließt Bundesgesetze. Damit ein Gesetz zum Präsidenten gelangt, müssen Repräsentantenhaus und Senat grundsätzlich denselben Text verabschieden.
Revenue Bills
Gesetzentwürfe zur Erhebung von Einnahmen müssen nach der Verfassung im Repräsentantenhaus beginnen. Der Senat kann solche Vorlagen anschließend beraten und Änderungen vorschlagen.
Impeachment
Nur das Repräsentantenhaus kann auf Bundesebene ein Impeachment einleiten und die Anklage beschließen. Wird ein Amtsträger impeached, findet das eigentliche Verfahren anschließend im Senat statt.
Kontrolle & Untersuchungen
Ausschüsse kontrollieren Bundesbehörden, führen Anhörungen und Untersuchungen durch und prüfen, wie Gesetze und öffentliche Mittel von der Exekutive umgesetzt werden.
Electoral College: Wahl des Präsidenten
Erreicht kein Präsidentschaftskandidat die erforderliche Mehrheit der Electoral Votes, wählt das Repräsentantenhaus aus den drei stimmenstärksten Kandidaten. Dabei stimmt nicht jedes Mitglied einzeln: Jede Bundesstaatsdelegation hat genau eine Stimme. Für die Wahl sind derzeit 26 Bundesstaaten erforderlich.
Vertretung der Congressional Districts
Jedes Mitglied vertritt die Bevölkerung eines bestimmten Districts. Die kurze Amtszeit von zwei Jahren und die vollständige Neuwahl sollen das Repräsentantenhaus besonders eng an die Wählerinnen und Wähler binden.
Gesetzgebungsverfahren
Wie Repräsentantenhaus und Senat zu einem gemeinsamen Gesetz kommen
Beide Kammern können viele Gesetzesvorlagen auf den Weg bringen. Revenue Bills müssen jedoch im Repräsentantenhaus beginnen; der Senat kann sie anschließend ändern.
1EinbringungEine Vorlage wird in einer der beiden Kammern eingebracht.
→
2AusschussFachausschüsse prüfen, beraten und verändern den Entwurf.
→
3Erste KammerRepräsentantenhaus oder Senat stimmt über die Vorlage ab.
→
4Zweite KammerAuch die andere Kammer berät und beschließt ihre Fassung.
→
5Gleicher WortlautUnterschiede müssen beseitigt werden, bevor beide Kammern endgültig zustimmen.
→
6PräsidentDanach folgt Unterschrift oder Veto. Ein Veto kann mit Zweidrittelmehrheiten in beiden Kammern überstimmt werden.
↔
Wenn Repräsentantenhaus und Senat unterschiedliche Fassungen beschließen
Das Conference Committee
Ein Conference Committee ist ein zeitlich begrenzter gemeinsamer Vermittlungsausschuss aus Mitgliedern beider Kammern. Er kann eingesetzt werden, um Unterschiede zwischen einer vom Repräsentantenhaus und einer vom Senat verabschiedeten Fassung auszugleichen. Das Ergebnis ist ein Conference Report. Dieser Kompromisstext muss anschließend von beiden Kammern angenommen werden. Ein Conference Committee ist ein mögliches, aber nicht zwingendes Verfahren.
Kongress & Präsident
State of the Union und das Verhältnis zur Exekutive
Der Präsident ist kein Mitglied des Kongresses und nimmt nicht an dessen gewöhnlicher parlamentarischer Arbeit teil. Dennoch treffen Legislative und Exekutive an wichtigen Stellen unmittelbar aufeinander.
Gemeinsame Sitzung beider Kammern
State of the Union
Die Verfassung verpflichtet den Präsidenten, den Kongress „von Zeit zu Zeit“ über die Lage der Nation zu informieren. Heute geschieht dies üblicherweise einmal jährlich in einer Ansprache vor einer gemeinsamen Sitzung von Repräsentantenhaus und Senat. Die Ansprache findet traditionell im Plenarsaal des Repräsentantenhauses statt.
Checks and Balances
Unterschrift und Veto
Nach Zustimmung beider Kammern gelangt ein Gesetz grundsätzlich zum Präsidenten. Unterzeichnet er es, wird es Gesetz. Legt er sein Veto ein, können Repräsentantenhaus und Senat dieses mit jeweils einer Zweidrittelmehrheit überstimmen.
Wichtig zum Verständnis
Vier Besonderheiten des Repräsentantenhauses
Die Arbeitsweise unterscheidet sich deutlich vom Senat. Besonders wichtig sind die strafferen Debattenregeln, die Bedeutung der Wahlkreisgrenzen, zusätzliche Delegierte ohne volles Stimmrecht und der Umgang mit vakanten Sitzen.
REGEL
Debattenregeln statt Filibuster
Im Repräsentantenhaus kann die Mehrheit die Behandlung großer Gesetzesvorlagen deutlich stärker strukturieren als im Senat. Häufig legt eine vom Rules Committee vorbereitete „special rule“ fest, wie lange debattiert wird und welche Änderungsanträge zulässig sind. Eine mit dem Senats-Filibuster vergleichbare 60-Stimmen-Hürde zur Beendigung der Debatte gibt es im normalen House-Verfahren nicht.
435
Districts & Wahlkreisgrenzen
Die Mehrheit im Repräsentantenhaus entsteht aus 435 einzelnen District-Wahlen. Nach dem Census werden Sitze neu auf die Bundesstaaten verteilt und Wahlkreisgrenzen angepasst. Der Zuschnitt kann deshalb erheblichen Einfluss auf die Zahl wettbewerbsfähiger Sitze haben.
6
Delegierte ohne volles Stimmrecht
Neben den 435 stimmberechtigten Abgeordneten gehören fünf Delegierte sowie der Resident Commissioner aus Puerto Rico zum Repräsentantenhaus. Sie vertreten Washington, D.C. und US-Territorien und können unter anderem in Ausschüssen mitarbeiten und abstimmen. Wenn das Repräsentantenhaus als Plenum entscheidet, haben sie jedoch kein Stimmrecht.
WAHL
Vakante Sitze werden nachgewählt
Ein freier Sitz im Repräsentantenhaus wird nicht einfach durch eine Ernennung besetzt. Die Verfassung verlangt eine Wahl zur Nachbesetzung. Bei knappen Mehrheiten können Vakanzen deshalb vorübergehend spürbaren Einfluss auf die tatsächliche Sitzverteilung haben.
Warum die Repräsentantenhauswahl für die Macht in Washington entscheidend ist
Weil alle 435 Sitze gleichzeitig zur Wahl stehen, kann sich die Mehrheit im Repräsentantenhaus innerhalb eines einzigen Wahlabends verändern. Schon wenige umkämpfte Congressional Districts können darüber entscheiden, welche Partei Gesetzgebung, Ausschüsse und die politische Agenda der Kammer kontrolliert.
Welche Congressional Districts entscheiden die Mehrheit bei den Midterms 2026? Die US-Wahl.de-Prognose zeigt sichere Sitze, Tendenzen und offene Wahlkreise – und welche Wege Demokraten und Republikaner zur Mehrheit von 218 Sitzen im US-Repräsentantenhaus führen.
Prognose und Gesamteinschätzung
Bei 435 Sitzen liegt die Mehrheit im Repräsentantenhaus bei 218. Die US-Wahl.de-Gesamteinstufung ordnet alle Congressional Districts als sicher, mit Tendenz oder offen ein und zeigt damit den aktuellen Prognosestand für die Mehrheitsfrage.
US-Wahl.de-Gesamteinstufung: gleich gewichtete Race Ratings von Cook Political Report, Inside Elections und Sabato's Crystal Ball. Maßgeblich ist die mittlere der drei Bewertungen (Median); daraus entsteht die gemeinsame Einstufung „Sicher“, „Tendenz“ oder „Offen“.
Ausgangslage und der Weg zur Mehrheit
Ausgangspunkt ist die aktuelle Sitzverteilung im Repräsentantenhaus. Wie viele Sitze die Parteien bis zur Mehrheit benötigen, wird aus der aktuellen Sitzverteilung im Kongress berechnet. Welche Districts dafür entscheidend sind, zeigt anschließend die US-Wahl.de-Gesamteinstufung.
iNetto
Netto-Sitzgewinn
Gewonnene Sitze der anderen Partei werden mit eigenen verlorenen Sitzen verrechnet. Gewinnen die Demokraten zum Beispiel acht republikanische Sitze, verlieren aber drei eigene, beträgt ihr Nettozuwachs +5.
Demokraten aktuell–Daten werden geladen …
Mehrheit218Ziel für beide Parteien
Republikaner aktuell–Daten werden geladen …
Weitere aktuelle Sitze werden geladen …
Umkämpfte Sitze
Aufgeführt sind alle Districts, die derzeit als offen oder mit Tendenz bewertet sind sowie sichere prognostizierte Wechsel. Eine farblich hervorgehobene Änderungsmarkierung zeigt sofort, wenn sich die US-Wahl.de-Gesamteinstufung gegenüber dem vorherigen Datenstand verändert hat.
Änderungen: Markiert wird nur, wenn sich die berechnete US-Wahl.de-Kategorie gegenüber dem vorherigen Datenstand der Gesamteinstufung verändert hat. Reine Änderungen innerhalb einer Quellenskala, die die US-Wahl.de-Gesamteinstufung nicht verändern, werden nicht hervorgehoben.
US-Repräsentantenhauswahl 2026
Alle Congressional Districts im Überblick
Wie verteilen sich die 435 Wahlkreise im US-Repräsentantenhaus – und wo liegen Demokraten oder Republikaner vorn? Hier findet ihr alle Congressional Districts nach Bundesstaat mit Kartenansicht, aktuellen Sitzinhabern, Kandidaturen für 2026 und der US-Wahl.de-Gesamteinstufung.
Die Ausgangskarte zeigt alle Congressional Districts. Über den Auswahlschalter lässt sich zwischen der aktuellen US-Wahl.de-Gesamteinstufung und der heutigen tatsächlichen Sitzverteilung wechseln. In dieser ersten Ebene wird ausschließlich der Bundesstaat ausgewählt. Erst im anschließend geöffneten Kartenfenster lassen sich einzelne Districts aufrufen.
1. Bundesstaat auswählen 2. District im Kartenfenster öffnen
DemokratenRepublikanerUnabhängigVakant / nicht eindeutig
Alle 435 Congressional Districts
Die Liste lässt sich nach heutiger Parteizugehörigkeit des Sitzes, Bundesstaat und US-Wahl.de-Gesamteinstufung filtern. Prognostizierte Wechsel und Veränderungen gegenüber dem vorherigen Datenstand können zusätzlich hervorgehoben werden.
Keine Congressional Districts entsprechen diesen Filtern.
Datenlogik: Die Parteizugehörigkeit bezeichnet den heutigen Sitzinhaber. Die Kartenfarbe und die Spalte „Gesamteinstufung“ zeigen dagegen die aktuelle US-Wahl.de-Prognose für die Wahl 2026. Bei neu zugeschnittenen Districts kann es keinen eindeutig zuordenbaren heutigen Amtsinhaber geben.
DemokratenRepublikanerUnabhängigVakant / nicht eindeutig
US-Präsidentschaftswahl 2028
Prognose und interaktive Wahlkarte
Welche Bundesstaaten entscheiden die US-Präsidentschaftswahl 2028? Die interaktive Wahlkarte zeigt den aktuellen Stand der prognostizierten Verteilung im Electoral College und welche Wege Demokraten und Republikaner zu den nötigen 270 Wahlleuten führen.
Interaktive Wahlkarte
Erklärung
So funktioniert die Karte:
Ein Klick auf einen Bundesstaat verändert den Status von: offen zu Tendenz Demokraten zu Sicher Demokraten, zu Tendenz Republikaner, zu Sicher Republikaner.
Splitting the Vote:
Maine (ME) und Nebraska (NE) vergeben jeweils Electoral Votes / Wahlleute an den Gesamtsieger des jeweiligen Bundesstaats. Zusätzlich erhält der Gewinner jedes Kongresswahlkreises (Congressional District, kurz CD) eine weitere Electoral Vote. Deshalb können ihre Stimmen separat für ME-1, ME-2 sowie NE-1, NE-2 und NE-3 eingestellt werden.
Bundesstaaten anklicken, eigene Wahlszenarien durchspielen und direkt sehen, wie sich der Weg zu 270 Wahlleuten im Electoral College verändert.
Die Siegkombinationen werden automatisch anhand der offenen Bundesstaaten aus der Wahlkarte berechnet, sobald 15 oder weniger Bundesstaaten als offen markiert sind. Sobald eine Siegkombination die Schwelle von 270 erreicht, werden diesem Pfad keine weiteren Bundesstaaten mehr angehängt.
Siegkombinationen
Demokraten · 18 Kombinationen
PAWI
277
PAGA
283
GAWINV
280
15 weitere Siegkombinationen anzeigen
PAAZNV
284
Republikaner · 15 Kombinationen
PAGA
285
GAWI
276
WIAZNV
277
12 weitere Siegkombinationen anzeigen
PANVME-02
276
Mögliche Patt-Konstellationen im Electoral College
PAWI
269 : 269
GANE-02
Demokraten248 Wahlleute
Muss zwingend gewonnen werden
Pennsylvania 19Wisconsin 10
In keiner Siegkombination erforderlich
Nevada 6ME-02 1
Republikaner250 Wahlleute
Muss zwingend gewonnen werden
Georgia 16
In keiner Siegkombination erforderlich
Nevada 6NE-02 1
Aktuelle Analyse
Analysen zur Präsidentschaftswahl 2028
Die ersten Analysen zur Präsidentschaftswahl 2028 erscheinen hier mit Beginn der Vorwahlen.
US-Senatswahl 2026 · Klasse II
Umkämpfte Sitze – Umfragen & Trends
Welche Senatssitze sind bei den Midterms 2026 besonders umkämpft? Hier findet ihr aktuelle Umfragen, Kandidaten und Trends in den entscheidenden Senatsrennen der Klasse II – mit Schnellübersicht und historischer Einordnung.
Schnellübersicht
Aktueller Vorsprung in allen offenen und mit Tendenz eingestuften Senatsrennen.
Sitze im Detail
Umfragen nach Senatsrennen
★ Amtsinhaber
Weitere Senatsrennen – derzeit sicher
BundesstaatDemokratenRepublikanerStatus
–Daten werden geladen … –
Kandidaten-Steckbrief
US-Präsidentschaftswahl 2028
Swing States – Umfragen & Trends
Wie entwickeln sich die Umfragen in den entscheidenden Bundesstaaten der US-Wahl 2028? Hier findet ihr künftig aktuelle Umfragen und Trends in den wichtigsten Swing States. Die Veröffentlichung beginnt voraussichtlich nach den Vorwahlen, wenn die Kandidierenden feststehen.
Schnellübersicht
Aktueller Vorsprung in allen ausgewählten Bundesstaaten.
Nationale Umfragen – Stimmungsindikator
Kandidat D–
Kandidat R–
Durchschnitt wird berechnet …
Durchschnittsverlauf · 120 TageKandidat DKandidat R
Aktueller Durchschnitt: je Institut nur die neueste Umfrage; Umfrage nicht älter als einen Monat.
Einzelumfragen anzeigen
Bundesstaaten im Detail
Aktuelle Umfragen nach Bundesstaat
Wissenswertes · Wahlumfragen in den USA
10 Hinweise zur Einordnung von Umfragen
Wie zuverlässig sind Wahlumfragen in den USA – und wie lassen sie sich richtig einordnen? Umfragen gehören zu den wichtigsten Instrumenten, um die Stimmung in einem Wahlkampf zu erfassen. Sie können Trends sichtbar machen, Kampagnen beeinflussen und zeigen, wo ein Wahlausgang besonders eng wird. Sie sind aber keine vollständige Vorhersage des Wahlergebnisses.
Wer Umfragen sinnvoll nutzen will, sollte deshalb nicht nur auf den aktuellsten Prozentwert schauen. Entscheidend sind unter anderem die Ebene der Umfrage, die Befragtengruppe, die Methode, die Fehlerspanne und vor allem die Entwicklung über mehrere Erhebungen hinweg.
Grundregel: Je knapper ein Rennen ist, desto weniger sollte ein einzelner Umfragewert als eindeutige Führung gelesen werden. Aussagekräftiger sind Durchschnitt, Trend und die Unsicherheit der Messung.
1
Nationale Umfragen richtig einordnen
Landesweite Umfragen sind nicht bedeutungslos – aber ihre Aussage hängt von der jeweiligen Wahl ab. Bei Präsidentschaftswahlen zeigen sie vor allem die landesweite Stimmung und geben Hinweise auf den Popular Vote. Über den Sieger im Electoral College entscheiden sie jedoch nicht direkt.
Bei Wahlen zum Repräsentantenhaus kann der Generic Congressional Ballot das nationale politische Umfeld abbilden. Auch daraus lässt sich aber nicht unmittelbar ableiten, wie viele der 435 Sitze eine Partei gewinnt. Beim Senat ist ein nationaler Durchschnitt noch weniger geeignet, weil nur ein Teil der Sitze gleichzeitig und jeweils bundesstaatenweise gewählt wird.
2
Die passende Wahlebene ist entscheidend
Für die Einschätzung eines konkreten Wahlausgangs muss die Umfrage zur Ebene passen, auf der tatsächlich entschieden wird: bei der Präsidentschaftswahl vor allem der einzelne Bundesstaat, bei Senatswahlen ebenfalls der Bundesstaat und beim Repräsentantenhaus der jeweilige Congressional District.
Bei der Präsidentschaftswahl werden die Electoral Votes in fast allen Bundesstaaten nach dem Prinzip „winner takes all“ vergeben. Maine und Nebraska bilden mit ihrer Aufteilung nach landesweitem Ergebnis und Congressional Districts die Ausnahme.
3
Umfragen sind Momentaufnahmen – keine Wahlergebnisse
Eine Umfrage misst die Stimmung während ihres Erhebungszeitraums. Je weiter der Wahltag entfernt ist, desto größer ist die Möglichkeit, dass sich Kandidatenpräferenzen, Mobilisierung und politische Rahmenbedingungen noch verändern.
Auch kurz vor der Wahl bleibt eine Umfrage eine Schätzung. Sie kann zeigen, welches Ergebnis unter den zum Zeitpunkt der Befragung herrschenden Bedingungen plausibel erscheint – nicht, welches Ergebnis sicher eintreten wird.
4
Die Qualität einer Umfrage prüfen
Nicht jede veröffentlichte Umfrage ist gleich aussagekräftig. Wichtig sind unter anderem Stichprobenauswahl, Gewichtung, Erhebungsart, Stichprobengröße, Befragtengruppe, Feldzeit und die Transparenz, mit der ein Institut seine Methode offenlegt.
Eine große Stichprobe allein garantiert noch keine gute Umfrage. Entscheidend ist, ob die Befragten die relevante Wählerschaft möglichst gut abbilden und ob erkennbare Verzerrungen methodisch angemessen berücksichtigt werden.
US-Wahl.de orientiert sich bei der Auswahl der verwendeten Institute zusätzlich am Pollster-Rating von Silver Bulletin (Nate Silver) ↗. Das Rating bewertet unter anderem die historische Genauigkeit und Transparenz der Institute und dient als zusätzliche Orientierung bei der Auswahl.
5
Entwicklungen derselben Quelle vergleichen
Für die Beurteilung eines Trends ist der Vergleich aufeinanderfolgender Umfragen desselben Instituts oft hilfreicher als der direkte Vergleich zweier verschiedener Institute. Unterschiedliche Häuser verwenden unterschiedliche Stichproben, Gewichtungen und Modelle – dadurch können sich dauerhaft leicht unterschiedliche Niveaus ergeben.
Beispiel:
Quelle A · 13. Jan. – Kandidat X +1 %
Quelle B · 07. Jan. – Kandidat X +3 %
Quelle C · 03. Jan. – Kandidat X +6 %
Quelle D · 01. Jan. – Kandidat X +7 %
Quelle A · 22. Dez. – Kandidat Y +3 %
Quelle B · 19. Dez. – Gleichstand
Von Quelle D zu A wirkt die Entwicklung für Kandidat X zunächst negativ. Der aussagekräftigere Vergleich innerhalb derselben Institute zeigt jedoch das Gegenteil: Bei A verbessert sich X von −3 auf +1, bei B vom Gleichstand auf +3. Für die Trendbewertung ist deshalb vor allem die Entwicklung derselben Quelle entscheidend.
6
Durchschnittswerte sind robuster als Einzelumfragen
Einzelne Umfragen können zufällig höher oder niedriger ausfallen. Ein Durchschnitt aus mehreren aktuellen Erhebungen reduziert den Einfluss solcher Ausreißer und vermittelt deshalb meist ein stabileres Bild der aktuellen Lage.
Auch ein Durchschnitt ist jedoch keine Garantie. Wenn mehrere Institute einen ähnlichen systematischen Fehler machen, kann sich dieser auch im Mittelwert wiederfinden. Deshalb sollte zusätzlich auf die Entwicklung und auf die Methodik der zugrunde liegenden Umfragen geachtet werden.
7
Die Fehlerspanne richtig lesen
Seriöse Umfragen weisen in der Regel eine Margin of Error beziehungsweise eine vergleichbare statistische Unsicherheit aus. Sie beschreibt vor allem, wie stark ein Stichprobenergebnis allein durch die Auswahl einer begrenzten Zahl von Befragten schwanken kann.
Beispiel: Kandidat A liegt bei 47 %, Kandidat B bei 53 %, die ausgewiesene Fehlerspanne beträgt ±4 Punkte für jeden einzelnen Wert. Vereinfacht liegen die einzelnen Schätzbereiche damit bei etwa 43–51 % beziehungsweise 49–57 %. Die Bereiche überschneiden sich. Bei einem Wahlergebnis, das Kandidat A als Sieger hervorbringt, dürfte man also nicht sagen, dass die Umfrage „falsch“ war. Die hohe Abweichung lag immer noch innerhalb der Fehlertoleranz.
8
Wer wurde überhaupt befragt?
Bei US-Umfragen gibt es regelmäßig unterschiedliche Befragtengruppen. Sie dürfen nicht miteinander verwechselt werden.
All Adults (A)Erwachsene unabhängig davon, ob sie registriert sind oder bei der nächsten Wahl tatsächlich abstimmen.
Registered Voters (RV)Als Wähler registrierte Personen. Diese Gruppe ist für Wahlabsichten meist relevanter als die Gesamtheit aller Erwachsenen.
Likely Voters (LV)Personen, die ein Institut nach seinem eigenen Modell als wahrscheinliche Wähler einstuft. Dafür können Selbstauskunft, frühere Wahlteilnahme und weitere Merkmale verwendet werden.
Gerade nahe am Wahltag sind LV-Modelle besonders interessant. Allerdings existiert kein einheitliches Verfahren – verschiedene Institute können dieselbe Person unterschiedlich als wahrscheinlichen Wähler bewerten.
9
Institut und Auftraggeber mitlesen
Wer eine Umfrage durchgeführt und wer sie finanziert oder in Auftrag gegeben hat, gehört zur Einordnung dazu. Eine parteinahe oder von einer Kampagne beauftragte Umfrage ist nicht automatisch unbrauchbar – sie sollte aber besonders transparent dokumentiert sein und im Zusammenhang mit unabhängigen Erhebungen betrachtet werden.
Zur Qualitätsprüfung gehören deshalb nicht nur die Prozentwerte, sondern auch Angaben zu Auftraggeber, Methode, Stichprobe, Feldzeit und genauer Fragestellung.
10
Den Zeitpunkt der Erhebung beachten
Entscheidend ist nicht nur das Veröffentlichungsdatum, sondern vor allem, wann die Interviews geführt wurden. Eine heute veröffentlichte Umfrage kann eine Stimmung abbilden, die bereits mehrere Tage alt ist.
Debatten, Skandale, wirtschaftliche Nachrichten oder internationale Krisen können kurzfristig Ausschläge auslösen. Deshalb sollte ein einzelner Sprung nicht vorschnell als dauerhafte Verschiebung interpretiert werden. Erst weitere Umfragen zeigen, ob daraus ein stabiler Trend entsteht.
2016Was die Wahl über Umfragen lehrt
Praxisbeispiel
Lagen die Umfragen 2016 wirklich daneben?
Die Präsidentschaftswahl 2016 gilt bis heute häufig als Beispiel dafür, dass Wahlumfragen unzuverlässig seien. Das verbreitete Bild eines allgemeinen Umfrageversagens greift jedoch zu kurz. Ein genauerer Blick zeigt vielmehr, warum Umfragen richtig eingeordnet werden müssen.
Landesweite Umfragen: Kurz vor der Wahl führte Hillary Clinton vor Donald Trump im Durchschnitt der nationalen Umfragen mit gut 3 Prozentpunkten. Tatsächlich erhielt Clinton landesweit fast drei Millionen Stimmen mehr und gewann den Popular Vote mit einem Vorsprung von 2,1 Prozentpunkten. Die nationalen Umfragen hatten die landesweite Stimmenverteilung damit grundsätzlich richtig erfasst. Sie beantworteten aber nicht die entscheidende Frage, wer im Electoral College gewinnen würde.
Die entscheidenden Bundesstaaten: Betrachtet man die 15 Swing States im weiteren Sinne, die US-Wahl.de vor der Wahl besonders beobachtete, ergibt sich ein differenziertes Bild:
Florida, Ohio, North Carolina, Iowa, Arizona und Georgia: offene Rennen mit leichter Tendenz zu Donald Trump – Trump gewann alle sechs Staaten.
Virginia, New Mexico und Minnesota: die Umfragen sahen Hillary Clinton vorne – Clinton gewann alle drei.
Colorado und New Hampshire: offene Rennen mit leichter Tendenz zu Clinton – Clinton gewann beide.
Nevada: offenes Rennen mit leichter Tendenz zu Trump – Clinton gewann.
Pennsylvania und Michigan: offene Rennen mit leichter Tendenz zu Clinton – Trump gewann.
Wisconsin: die Umfragen deuteten auf einen Sieg Clintons hin – Trump gewann.
Damit zeigten die Umfragen in 11 der 15 betrachteten Staaten die richtige Siegtendenz. In drei weiteren Staaten erkannten sie ein enges Rennen, die knappe Tendenz wies aber zum späteren Verlierer. Wisconsin war der deutlichste Fall, in dem auch die Einschätzung des Rennens selbst zu sicher in die falsche Richtung zeigte. Nach der damaligen Auswertung von US-Wahl.de betrug die durchschnittliche Abweichung zwischen Umfragewerten und tatsächlichem Ergebnis in diesen 15 Staaten rund 2,9 Prozentpunkte.
Die Lehre aus 2016: Ein kleiner Umfragevorsprung darf nicht mit einer sicheren Führung gleichgesetzt werden. Gerade bei knappen Rennen müssen Durchschnittswerte, Fehlerspanne, Trend und die richtige geografische Ebene gemeinsam betrachtet werden. Das eigentliche Problem von 2016 war daher weniger ein flächendeckendes Versagen der Umfragen als ihre häufig zu vereinfachte öffentliche Interpretation.
Schnellcheck
Fünf Fragen vor jeder Interpretation
1. Welche Ebene?National, Bundesstaat oder Congressional District?
2. Wer wurde befragt?Adults, Registered Voters oder Likely Voters?
3. Wann wurde gefragt?Feldzeit und politische Ereignisse beachten.
4. Wie wurde gefragt?Methode, Stichprobe, Gewichtung und Transparenz prüfen.
5. Was zeigt der Trend?Durchschnitt und Entwicklung sind wichtiger als ein Ausreißer.
Für die methodische Einordnung orientiert sich diese Übersicht unter anderem an Erläuterungen der American Association for Public Opinion Research (AAPOR), des Pew Research Center und des Roper Center for Public Opinion Research.
Gerrymandering – Parteistrategie beim Wahlkreiszuschnitt
Was ist Gerrymandering und wie können Wahlkreisgrenzen die politischen Mehrheiten in den USA verändern? Bei Wahlen zum US-Repräsentantenhaus entscheidet nicht nur, wie viele Menschen eine Partei wählen. Entscheidend ist auch, wo diese Stimmen liegen und wie die Grenzen der Congressional Districts gezogen sind. Genau hier setzt Gerrymandering an.
Jeder Congressional District entsendet genau ein Mitglied in das US-Repräsentantenhaus. Vergeben wird der Sitz nach Mehrheitswahlrecht im District: Wer die meisten Stimmen erhält, gewinnt den Sitz. Die Bundesstaaten entscheiden jedoch über den territorialen Zuschnitt ihrer Congressional Districts. Dadurch können sie erheblichen Einfluss darauf nehmen, wie sich ein Stimmenverhältnis in Sitze übersetzt.
Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass die Parteien in den USA sehr detaillierte Erkenntnisse darüber haben, wie und wo abgestimmt wird – aus früheren Wahlergebnissen, aus Bevölkerungsdaten und oft auch aus Umfragen. Genau dieses Wissen macht strategisches Redistricting überhaupt erst möglich.
Kurz erklärt: Gerrymandering bezeichnet den strategischen Zuschnitt von Wahlkreisen, um einer Partei oder einer bestimmten Wählergruppe einen politischen Vorteil zu verschaffen. Die Zahl der Stimmen bleibt gleich – ihre Verteilung auf die Wahlkreise ändert sich.
Der Ausgangspunkt
Warum werden Wahlkreise überhaupt neu zugeschnitten?
Die 435 Sitze des Repräsentantenhauses werden nach der alle zehn Jahre stattfindenden Volkszählung neu auf die 50 Bundesstaaten verteilt. Dieser Vorgang heißt Apportionment. Bundesstaaten mit mehreren Sitzen legen anschließend die Grenzen ihrer Congressional Districts fest oder passen sie an – das Redistricting.
CensusDie Bevölkerung wird im Zehnjahresrhythmus erfasst.
Apportionment435 Sitze werden nach Bevölkerungszahl auf die Staaten verteilt.
RedistrictingBundesstaaten mit mehreren Sitzen ziehen ihre Wahlkreisgrenzen.
WahlIn jedem District wird genau ein Mitglied des Repräsentantenhauses gewählt.
Wichtig: Redistricting ist ein notwendiger und regulärer Vorgang. Von Gerrymandering spricht man erst, wenn der Zuschnitt gezielt dazu genutzt wird, politische Machtverhältnisse zu beeinflussen.
Das Grundprinzip
Warum können Stimmen eine ungleiche Wirkung haben?
In Einmandatswahlkreisen zählt am Ende nur, wer den jeweiligen District gewinnt. Deshalb können gleiche Stimmenmengen sehr unterschiedlich wirken – je nachdem, wo sie liegen.
Verfallene StimmenAlle Stimmen für die unterlegene Partei in einem District bringen dort keinen Sitzgewinn.
Überzählige StimmenAuch Stimmen, die weit über das zum Sieg notwendige Maß hinausgehen, erzeugen keinen zusätzlichen Sitz.
Vereinfachtes Beispiel
59 : 41Stimmen
Erhält Blau in einem District 59 Stimmen und Rot 41 Stimmen, gewinnt Blau den Sitz. Die 41 roten Stimmen verfallen. Zugleich wären für Blau bereits 51 Stimmen zum Sieg ausreichend gewesen – 8 blaue Stimmen sind damit überzählig.
Der entscheidende Gedanke: Beim Gerrymandering geht es darum, die zu erwartenden verfallenen und überzähligen Stimmen beim Neuzuschnitt der Wahlkreise möglichst effizient zum eigenen Nutzen und zum Nachteil des politischen Gegners auszunutzen.
Das Kernproblem
Gleiche Stimmen – unterschiedliche Sitze
In allen vier Darstellungen bleibt die Ausgangslage identisch: ein fiktiver Bundesstaat mit 60 % Blau und 40 % Rot. Nur der Zuschnitt der Districts verändert sich.
Ausgangslage
60:40-Stimmenverteilung in einem fiktiven Bundesstaat. Noch sind keine Wahlkreisgrenzen für die Congressional Districts gezogen.
Gesamtstimmen: Blau 60 % · Rot 40 %
Mögliches 3:2-Ergebnis
Die Sitzverteilung von 3:2 für Blau entspricht dem Stimmenverhältnis von 60:40 %.
Sitze: Blau 3 · Rot 2
Rot entscheidet über Wahlkreiszuschnitt
2:3-Ergebnis. Die Sitzverteilung von 2:3 widerspricht dem Stimmenverhältnis von 60:40 %, ist aber dennoch korrekt.
Sitze: Blau 2 · Rot 3
Blau entscheidet über Wahlkreiszuschnitt
5:0-Ergebnis. Die Sitzverteilung von 5:0 widerspricht dem Stimmenverhältnis von 60:40 %, ist aber dennoch korrekt.
Sitze: Blau 5 · Rot 0
Worauf es ankommt: Die Gesamtzahl der Stimmen ändert sich nicht. Nur durch neue Grenzziehungen kann sich die Sitzverteilung teils massiv verschieben. Wahlkreise können also grundsätzlich so zugeschnitten werden, dass sie einer Partei gezielt nützen. Zugleich ist nicht jede vom Gesamtverhältnis 60:40 % abweichende Sitzverteilung automatisch manipulativ: Auch sachliche, geographische oder demographische Faktoren können dazu führen, dass einzelne Districts anders zusammengesetzt sind.
Die zwei klassischen Methoden
Die zwei klassischen Methoden des Gerrymandering
blaue Stimmen
rote Stimmen
überzählige Stimmen
verfallene Stimmen
Packing – Rot bündelt blaue Stimmen in Hochburgen
Beim Packing verschiebt Rot blaue Wähler so, dass Blau zwar noch einige Districts gewinnt, dort aber mit unnötig großen Mehrheiten. Die blauen Überhänge fehlen anschließend in mehreren anderen Districts.
Von
District 1Blau 7 : Rot 3
Blau gewinnt deutlich. Zwei blaue Stimmen sind hier bereits überzählig.
District 2Blau 6 : Rot 4
Knapperer blauer Sieg – dieser District ist für Blau noch effizient.
District 3Blau 6 : Rot 4
Noch ein effizienter blauer Sieg mit nur einer überzähligen Stimme.
District 4Blau 6 : Rot 4
Auch hier gewinnt Blau knapp genug, um weitere Sitze zu maximieren.
District 5Blau 4 : Rot 6
Rot gewinnt diesen District; vier blaue Stimmen verfallen.
Ausgangslage: Blau gewinnt 4 Districts, Rot 1. Blau holt viele Sitze, weil seine Stimmen noch relativ effizient verteilt sind.
→
Zu
District 1Blau 9 : Rot 1
Blau gewinnt extrem deutlich. Vier blaue Stimmen sind überzählig.
District 2Blau 8 : Rot 2
Auch hier gewinnt Blau klar. Drei weitere blaue Stimmen sind überzählig.
District 3Blau 4 : Rot 6
Die hier fehlenden blauen Stimmen hätten ausreichen können, um den District zu kippen.
District 4Blau 4 : Rot 6
Rot gewinnt knapp – weil zusätzliche blaue Stimmen in den Hochburgen gebündelt wurden.
District 5Blau 4 : Rot 6
Dritter knapper roter Sieg. Aus Blau 4 : Rot 1 wird Blau 2 : Rot 3.
Folge: Aus Blau 4 : Rot 1 wird Blau 2 : Rot 3. Besonders in 9:1 und 8:2 werden blaue Stimmen überzählig – und fehlen dann in den drei knappen Niederlagen.
Politische Logik: Packing ist für Rot sinnvoll, wenn blaue Hochburgen in wenige sehr sichere Districts gedrängt werden sollen. Blau behält dann zwar einige klare Siege, verliert aber mehrere Sitze im übrigen Kartenbild.
Cracking – Rot spaltet ein blaues Gebiet auf
Beim Cracking zerlegt Rot ein zusammenhängendes oder kompaktes blaues Wählergebiet. Statt einige wenige Districts mit blauer Mehrheit zuzulassen, werden blaue Stimmen auf mehrere rote Districts verteilt. Dadurch verfallen sie dort jeweils knapp.
Von
District 1Blau 6 : Rot 4
Das blaue Gebiet reicht hier für einen eigenen Sitz.
District 2Blau 6 : Rot 4
Ein zweiter blauer District aus demselben Schwerpunktgebiet.
District 3Blau 6 : Rot 4
Auch hier hätte Blau noch eine knappe, aber ausreichende Mehrheit.
District 4Blau 3 : Rot 7
Rot gewinnt deutlich.
District 5Blau 3 : Rot 7
Ein weiterer klar roter District.
Ausgangslage: Blau gewinnt 3 Districts, Rot 2. Die blaue Wählerschaft ist noch kompakt genug, um mehrere Sitze zu erringen.
→
Zu
District 1Blau 8 : Rot 2
Ein Teil der blauen Stimmen wird in einem verbleibenden blauen District gebündelt.
District 2Blau 4 : Rot 6
Die übrigen blauen Stimmen werden in rote Districts hineingezogen.
District 3Blau 4 : Rot 6
Hier reicht es ebenfalls nicht mehr für Blau.
District 4Blau 4 : Rot 6
Noch ein knapper roter Sieg durch die Zerstreuung der blauen Stimmen.
District 5Blau 4 : Rot 6
Die zerstreuten blauen Stimmen verfallen nun in mehreren Districts gleichzeitig.
Folge: Aus Blau 3 : Rot 2 wird Blau 1 : Rot 4. Anders als beim Packing werden die blauen Stimmen hier nicht nur in Hochburgen gebündelt, sondern vor allem auf mehrere rote Districts verteilt, wo sie jeweils knapp verlieren.
Politische Logik: Cracking ist für Rot nützlich, wenn ein eigentlich konkurrenzfähiges blaues Gebiet aufgespalten werden soll. So entstehen mehrere knappe rote Siege, statt dass Blau eigene Districts gewinnt.
Strategien in der Praxis
Wie Parteien tatsächlich vorgehen
Parteien beschränken sich nicht darauf, nur Packing oder nur Cracking zu betreiben. In der Praxis geht es darum, die gesamte Karte zu optimieren: sichere Sitze absichern, knappe Rennen verschieben und dabei bewusst Risiken einzugehen.
1
Sichere Sitze absichernEigene Mehrheiten werden so verteilt, dass aus wahrscheinlichen Rennen möglichst sichere Siege werden.
2
Offene Sitze angreifenEigene Hochburgen werden teilweise ausgedünnt, damit zusätzliche Stimmen in Kopf-an-Kopf-Rennen oder gegnerische Wahrscheinlichkeits-Sitze fließen.
3
Risiko bewusst steuernWer neue Sitze gewinnen will, muss oft in Kauf nehmen, dass eigene sichere Mehrheiten etwas kleiner werden.
4
Gesamtkarte optimierenEntscheidend ist nicht jeder einzelne District, sondern wie viele Sitze am Ende aus der gesamten Karte herausgeholt werden.
Zuständigkeit
Wer zieht die Grenzen?
Die Regeln unterscheiden sich von Bundesstaat zu Bundesstaat. Häufig sind die Parlamente der Bundesstaaten beteiligt; in anderen Staaten arbeiten unabhängige oder parteiübergreifende Kommissionen. Zusätzlich greifen Gerichte ein, wenn Karten gegen staatliches oder Bundesrecht verstoßen.
Deshalb ist Gerrymandering kein einheitlicher Vorgang, der überall nach denselben Regeln funktioniert.
Politische Wirkung
Warum ist das so bedeutsam?
Ein günstiger Zuschnitt kann nicht nur einzelne Sitze beeinflussen. Er kann auch die Zahl wirklich wettbewerbsfähiger Districts verringern, Amtsinhaber absichern und darüber mitentscheiden, welche Partei eine Mehrheit im Repräsentantenhaus erreicht.
Das Prinzip betrifft außerdem Wahlkreise auf Ebene der Bundesstaaten – nicht nur die 435 Congressional Districts.
Blick auf 2026
Wie groß sind die Einflussmöglichkeiten der Parteien derzeit?
2026 ist kein reguläres Hauptjahr des Redistricting-Zyklus. Trotzdem bleibt das Thema politisch hoch relevant: Einerseits kontrollieren die Parteien in vielen Bundesstaaten die politische Gesamtarchitektur, andererseits gibt es weiterhin rechtliche und politische Auseinandersetzungen um bestehende Karten.
–Republikanische Trifectas in den Bundesstaaten
–Demokratische Trifectas in den Bundesstaaten
–Geteilte Regierungen ohne Trifecta
Datenstand: –
Was das bedeutet: Eine Trifecta liegt vor, wenn eine Partei in einem Bundesstaat zugleich das Gouverneursamt sowie beide Kammern der staatlichen Legislative kontrolliert. Trifectas erhöhen grundsätzlich den parteipolitischen Einfluss auf Wahlkreisfragen. Sie bedeuten aber nicht automatisch freie Hand, weil Gerichte, Staatsverfassungen, unabhängige Kommissionen oder ausdrückliche Verbote von mid-decade redistricting zusätzliche Grenzen setzen können.
Historische Einordnung
Wer profitiert vom Gerrymandering?
Gerrymandering ist kein Instrument nur einer Partei. Historisch haben sowohl Demokraten als auch Republikaner von parteipolitischer Kontrolle über das Redistricting profitiert. Eine Langzeitstudie über rund 80 Jahre Wahlen zum US-Repräsentantenhaus kommt zu dem Ergebnis, dass beide Parteien in der Mitte des 20. Jahrhunderts ähnlich von der Kontrolle der Grenzziehung profitierten; im 21. Jahrhundert zeigt sich dagegen ein moderater republikanischer Vorteil.
Für die Zeit nach dem Census 2010 ist dieser Vorteil deutlicher messbar. Eine wissenschaftliche Analyse der House-Wahlen von 2012 bis 2020 beziffert den durchschnittlichen republikanischen Vorteil durch den Wahlkreiszuschnitt auf 17 Sitze. Für die bei der Wahl 2024 verwendeten Karten schätzte das Brennan Center 23 zusätzliche republikanische bzw. republikanisch tendierende Sitze gegenüber 7 demokratischen – netto also einen Vorteil von rund 16 Sitzen für die Republikaner. Ein wichtiger Grund für den stärkeren nationalen Effekt: Republikaner kontrollierten in diesem Zyklus die Grenzziehung von 191 Congressional Districts vollständig, Demokraten von 75; die übrigen Karten entstanden unter anderem durch Kommissionen, Gerichte oder geteilte politische Kontrolle.
Wichtig: Solche Zahlen sind Schätzungen und hängen vom verwendeten Vergleichsmaßstab ab. Sie bedeuten weder, dass jede republikanisch gezeichnete Karte manipuliert noch dass jede demokratisch gezeichnete Karte neutral ist. Aussagekräftig ist vor allem, wie stark eine konkrete Karte gegenüber einem nachvollziehbaren Neutralitäts- oder Vergleichsmaßstab parteipolitisch verzerrt ist.
Eine einfache Antwort mit „ja“ oder „nein“ wäre irreführend. Rechtlich muss zwischen parteipolitischem und rassistisch diskriminierendem Gerrymandering unterschieden werden.
Parteipolitisches Gerrymandering: Der Supreme Court entschied 2019 in Rucho v. Common Cause, dass solche Ansprüche politische Fragen darstellen, für die Bundesgerichte keinen handhabbaren verfassungsrechtlichen Maßstab anwenden können.
Bundesstaatliches Recht: Einzelne Staatsverfassungen, Gesetze oder institutionelle Regeln können parteipolitische Grenzziehungen zusätzlich begrenzen.
Rasse und Minderheitenrechte: Bestimmte Formen rassistischer Grenzziehung können gegen die US-Verfassung verstoßen. Section 2 des Voting Rights Act gilt zudem auch für Redistricting-Pläne und schützt vor rassistisch diskriminierender Schwächung des Wahlrechts.
i
Woher kommt der Begriff?
Gerry + Salamander = Gerrymander
Der Begriff geht auf den damaligen Gouverneur von Massachusetts, Elbridge Gerry, zurück. 1812 wurde ein neu zugeschnittener Wahlbezirk in einer politischen Karikatur wegen seiner ungewöhnlichen Form mit einem Salamander verglichen. Aus „Gerry“ und „salamander“ entstand „Gerrymander“.
Begriffe auf einen Blick
Die wichtigsten Begriffe
ApportionmentVerteilung der 435 Sitze des Repräsentantenhauses auf die Bundesstaaten nach der Volkszählung.
RedistrictingNeuzuschnitt oder Anpassung der Wahlkreisgrenzen innerhalb eines Bundesstaates.
CrackingZerstreuung einer Wählergruppe über mehrere Districts, sodass sie dort möglichst selten eine Mehrheit erreicht.
PackingKonzentration einer Wählergruppe in wenigen Districts mit sehr großen Mehrheiten.
Congressional DistrictWahlkreis, aus dem jeweils ein Mitglied in das US-Repräsentantenhaus gewählt wird.
TrifectaEine Partei kontrolliert in einem Bundesstaat zugleich Gouverneursamt sowie beide Kammern der staatlichen Legislative.
Wann finden die nächsten Wahlen und Vorwahlen in den USA statt? Der US-Wahlkalender bündelt die wichtigsten Termine zu Präsidentschafts- und Kongresswahlen, Primaries und Caucuses, Super Tuesday, Parteitagen und wichtigen Debatten – fortlaufend und nach Themen und Parteien filterbar.
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Thema
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Liveticker und Ergebnisse zu den Midterm Elections 2022
Der Demokrat Raphael Warnock gewinnt die Stichwahl in Georgia.
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Kurzübersicht
Demokraten
Republikaner
offen
Mehrheit
ab
Senat
51
(+ 1 VP)
49
0
51 Rep
50 Dem
Repräsentan-tenhaus
213
222
0
218
ältere Einträge zum Nachlesen am Ende des Posts)
Wahl
zum US-Senat
Mehrheit
ab 51 Sitze (den Demokraten reichen 50 Sitze) von 100 Sitzen werden 35 neu gewählt
Sitze
Demokraten
51
inkl. 2 Independ.
+ 1 VP Harris
49
Sitze
Republikaner
Senatssitz
Auszählung
Demokraten
Republikaner
Gewonnen
Erwartet lt. Umfragen
Arizona
99 %
51,4 %
46,5 %
Kelly
offen
Georgia
99 %
99 %
*51,4 %
49,4 %
*48,6 %
48,5 %
Warnock
*Stichwahl
offen
Nevada
99 %
48,9 %
48,0 %
Cortez Masto
offen
Pennsylvania
99 %
51,0 %
46,5 %
Fetterman
offen
N.Hampshire
99 %
53,6 %
44,3 %
Hassan
offen
Wisconsin
99 %
49,4 %
50,4 %
Johnson
Leicht R
No. Carolina
99 %
47,0 %
50,7 %
Budd
Leicht R
Ohio
95 %
46,7 %
53,2 %
Vance
Leicht R
Florida
99 %
41,3 %
57,7 %
Rubio
Leicht R
Colorado
99 %
55,9 %
41,3 %
Bennet
Stark D
Washington
99 %
57,2 %
42,6 %
Murray
Stark D
Iowa
99 %
43,8 %
56,0 %
Grassley
Stark R
Utah
99 %
42,7 %
53,2 %
Lee
Stark R
Connecticut
99 %
57,6 %
42,4 %
Blumenthal
Sicher D
Hawaii
99 %
71,2 %
26,0 %
Schatz
Sicher D
Kalifornien
98 %
61,1 %
38,9 %
Padilla
Sicher D
Illinois
98 %
56,4 %
41,9 %
Duckworth
Sicher D
Maryland
99 %
64,8 %
35,2 %
Van Hollen
Sicher D
New York
90 %
56,5 %
43,0 %
Schumer
Sicher D
Oregon
99 %
55,9 %
41,0 %
Wyden
Sicher D
Vermont
99 %
68,4 %
28,1 %
Welsh
Sicher D
Alaska
96 %
10,3 %
53,7 %
46,3 %
Murkowski
Sicher R
Alabama
98 %
30,9 %
66,6 %
Britt
Sicher R
Arkansas
95 %
31,1 %
65,7 %
Boozman
Sicher R
Idaho
99 %
28,7 %
60,7 %
Crapo
Sicher R
Indiana
98 %
37,9 %
58,7 %
Young
Sicher R
Kansas
99 %
36,9 %
60,2 %
Moran
Sicher R
Kentucky
99 %
38,2 %
61,8 %
Paul
Sicher R
Louisiana
99 %
17,8 %
61,6 %
Kennedy
Sicher R
Missouri
99 %
42,1 %
55,4 %
Schmitt
Sicher R
No. Dakota
99 %
25,0 %
56,4 %
Hoeven
Sicher R
Oklahoma 1
99 %
32,1 %
64,3 %
Lankford
Sicher R
Oklahoma 2
99 %
35,2 %
61,8 %
Mullin
Sicher R
So. Carolina
99 %
37,0 %
62,9 %
Scott
Sicher R
So. Dakota
99 %
26,2 %
69,6 %
Thune
Sicher R
In Alaska At-Large (AK AL) und in Maine (ME 2) ist ein Kandidat erst mit 50% + 1 Stimme gewählt. Es kommt anstelle einer Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten zu einer Rank Choice Entscheidung. Der Kandidat, der im 1. Wahlgang am wenigsten Stimmen erhalten hat, fällt raus. Die Stimmen, die diesen Kandidaten als erste Wahl hatten, werden nun erneut gezählt und zwar deren Zweitwahl. So geht es weiter bis ein Kandidat die 50% + 1 Stimme erreicht hat.
Wahl zum US-Repräsentantenhaus
(Mehrheit ab 218 Sitze)
Sitze
Demokraten
213
222
Sitze
Republikaner
Noch offene Sitze, die über Wahlausgang entscheiden - Auszug aus 435 Districts
District
Auszählung
Demokraten
Republikaner
Gewonnen
AK AL
99 %
55,0 %
45,0 %
Peltola
AZ 1
99 %
49,6 %
50,4 %
Schweikert
AZ 4
98 %
56,1 %
43,9 %
Stanton
AZ 6
99 %
49,5 %
50,5 %
Ciscomani
CA 3
99 %
46,4 %
53,6 %
Kiley
CA 6
99 %
55,9 %
44,1 %
Bera
CA 9
99 %
54,9 %
45,1 %
Harder
CA 13
97 %
49,8 %
50,2 %
Duarte
CA 21
99 %
54,1 %
45,9 %
Costa
CA 22
99 %
48,5 %
51,5 %
Valadao
CA 26
99 %
54,5 %
45,5 %
Brownley
CA 27
99 %
46,7 %
53,3 %
Garcia
CA 40
98 %
43,2 %
56,8 %
Kim
CA 41
99 %
47,8 %
52,2 %
Calvert
CA 45
98 %
47,6 %
52,4 %
Steel
CA 47
98 %
51,7 %
48,3 %
Porter
CA 49
99 %
52,6 %
47,4 %
Levin
CO 3
99 %
49,9 %
50,1 %
Boebert
CO 8
99 %
48,4 %
47,7 %
Caraveo
ME 2
99 %
53,1 %
46,9 %
Golden
MD 6
99 %
54,1 %
45,9 %
Trone
MT 1
99 %
46,4 %
49,7 %
Zinke
NV 1
99 %
51,6 %
45,9 %
Titus
NV 3
99 %
52,0 %
48,0 %
Lee
NV 4
99 %
52,4 %
47,6 %
Horsford
NM 2
99 %
50,3 %
49,7 %
Vasquez
NY 22
99 %
49,5 %
50,5 %
Williams
OR 5
99 %
48,8 %
51,1 %
Chavez-DeRemer
OR 6
98 %
50,1 %
47,6 %
Salinas
WA 3
99 %
50,2 %
49,2 %
Gluesenkamp Perez
WA 8
99 %
53,1 %
46,6 %
Schrier
-------------------------------------------
00:30
Republikaner schaffen Machtwechsel im US-Repräsentantenhaus.
Damit haben sie ihr formales Minimalziel bei den diesjährigen Kongresswahlen erreicht. Ähnlich wie die Demokraten im Senat wird die GOP aber mit einer nur sehr knappen Mehrheit im Repräsentantenhaus auskommen müssen. Dies bietet beiden Parteien die Chancen auf politische Kompromisse, da jeweils nur wenige Abweichler der konkurrierenden Partei benötigt werden.
Die Republikaner haben zuletzt den Congressional Districts CA 27 in Kalifornien gewonnen.
Der Liveticker endet nun, die Ergebnisse werden aber weiter fortlaufend aktualisiert, bis alle Sitze vergeben sind. Vielen Dank für Euer Interesse und das positive Feedback!
Hier im Blog geht es nun normal weiter - Donald Trump hat seine erneute Kandidatur für das Präsidentenamt 2024 angekündigt. Am 06. Dezember findet noch die Stichwahl für den letzten freien Sitz im Senat statt. Für das erste Quartal 2023 wird mit der Entscheidung Joe Bidens gerechnet, ob er für eine zweite Amtszeit zur Verfügung steht. Ab Mitte 2023 nimmt dann der Vorwahlkampf an Fahrt auf.
00:15
Einen Tag hat das Rank Choice Verfahren in Maine gedauert, nachdem keiner der Kandidaten nach der 1. Auszählung auf 50 % der Stimmen kam. Nun steht fest, dass der Demokrat Jared Golden erwartungsgemäß den Sitz ME 2 gewonnen hat.
04:20
Die Demokraten gewinnen den Sitz CA 9.
03:22
Donald Trump hat heute in Mar-a-Lago, Florida, seine erneute Kandidatur für das Präsidentenamt der USA verkündet. Schriftliche Unterlagen zu seiner Kandidatur sind bei der Federal Election Commission eingereicht worden. Er tritt damit Anfang 2024 bei den Vorwahlen der Republikaner an, um die Nominierung der Partei zu erhalten.
03:20
Die Demokraten gewinnen den Sitz CA 21.
00:15
Gegen 03:00 Uhr wird die Rede von Donald Trump in Mar-a-Lago erwartet, in der er vermutlich seine erneute Kandidatur für das Präsidentenamt erklären wird.
23:55
Innerhalb der nächsten Stunde wird das finale Ergebnis aus Maine erwartet. Der Sitz ME 2 ging in das Rank Choice Verfahren, da keiner der Kandidaten nach der ersten Zählung auf 50% kam. Nun werden die Stimmzettel der Letztplatzierten und damit ausgeschiedenen Kandidatin nochmal ausgewertet. In diesem System konnten Wählerinnen und Wähler eine Zweitwahl auf ihrem Stimmzettel platzieren, die dann aktiviert wird, wenn ihre Erstwahl ausgeschieden ist.
In Maine ist die Unabhängige Tiffany Bond auf 6,8 % gekommen und damit nun ausgeschieden. Die 6,8 % werden nun also neu verteilt. Der Demokrat Jared Golden kam nach der ersten Zählung auf 48,4 % und ist damit gegenüber dem Republikaner Bruce Poliquin (44,7%) klar im Vorteil.
Neben der rechnerischen schwierigen Ausgangslage für Poliquin kommt noch dazu, dass Tiffany Bond sich klar gegen den Republikaner ausgesprochen hatte. Schon 2018 hat Poliquin gegen Golden nach der zweiten Auszählung das Nachsehen gehabt, obwohl er damals sogar noch nach der ersten Zählung führte.
22:10
Die Republikaner im Repräsentantenhaus haben heute ihren bisherigen Minderheitenführer Kevin McCarthy mit 188 zu 31 Stimmen als neuen Sprecher nominiert. Andy Biggs aus Arizona war sein Gegenkandidat. McCarthy deutlich schwierigere Herausforderung steht aber noch bevor. Er benötigt im neuen Kongress 218 Stimmen, um die Demokratin Nancy Pelosi als Sprecher/in im Repräsentantenhaus abzulösen. Bei interner Kritik und ggf. nur einer sehr dünnen Mehrheit von weniger als einer Handvoll Sitze wird hier noch Überzeugungsarbeit zu leisten sein.
Auch im Senat schreiten die Personaldiskussionen bei den Republikaner voran. Senator Rick Scott aus Florida hat angekündigt, Mitch McConnell als Minderheitenführer herausfordern zu wollen.
21:45
Es ist fast nur noch eine Formsache. Der letzte benötigte Sitz für eine republikanische Mehrheit im US-Repräsentantenhaus könnte in den kommenden Stunden an die GOP gehen.
Die besten Chancen haben die Republikaner in Kalifornien. CA 27 (North Los Angeles County) führt der Kongressabgeordnete Mike Garcia mit knapp 9% vor der Demokratin Christy Smith. Ausgezählt sind etwa 65%.
In CA 3 (Sierra Nevada) und CA 22 (Central Valley, Bakersfield Area) liegen die republikanischen Kandidaten mit 5-6 % vorne, bei etwas mehr als der Hälfte der ausgezählten Stimmen.
In Colorado CO3 liegt die Republikanerin Boebert mit 0,4% vorne. Bei den übrigen 7 Sitzen führen derzeit die Demokraten.
05:55
Ein letzter Sitz fehlt den Republikanern noch zur Mehrheit im Repräsentantenhaus, nachdem sie in Kalifornien die Districts CA 41 und CA 45 gewinnen konnten.
04:10
In New York geht ein weiterer Sitz an die Republikaner. Brandon Williams gewinnt NY 22. Nur noch 3 Sitze fehlen den Republikanern zum Machtwechsel im Repräsentantenhaus.
04:05
Zwei wichtige Siege für die Republikaner im Repräsentantenhaus. Sie gewinnen beide zuletzt offenen Sitze Arizonas, AZ 1 und AZ 6. Damit fehlen ihnen nur noch 4 Sitze bis zur Mehrheit. Die Demokraten gewinnen in Oregon den Sitz im District OR 6.
03:45
Die eng umkämpfte Gouverneurswahl in Arizona ist entschieden. Die Demokratin Katie Hobbs gewinnt gegen Kari Lake.
23:25
In Colorado ist aktuell noch der Sitz CO 3 offen. Um einmal exemplarisch darzustellen, weshalb sich der Auszählungsfortschritt bzw. die Verkündung finaler Ergebnisse so lange hinziehen, gehe ich hier mal etwas genauer auf den aktuellen Stand ein.
Die republikanische Kongressabgebordnete Lauren Boebert führt mit 0,4 % Vorsprung, rund 1100 Stimmen vor dem Demokraten Adam Frisch. 99% der Stimmen sind ausgezählt und dennoch ist nicht mit einer schnellen Entscheidung zu rechnen. Mehrere Tausend Briefwahlstimmen wurden wegen Formfehlern zunächst aussortiert, erklärt Jesse Paul von der Colorado Sun. Wie viele Stimmen es genau sind, kann noch nicht gesagt werden. Außerdem stehen noch einige Hundert Stimmen von Militärangehörigen aus dem Ausland zur Auszählung an.
Die Wählerinnen und Wähler haben nun bis Mittwoch Zeit, diese Fehler zu beheben und werden soweit möglich aktiv kontaktiert. Dies ist kein ungewöhnlicher Vorgang. In den USA spricht man vom "Curing", also dem Heilen von Fehlern bei der Stimmabgabe. Spätestens bis Freitag müssen die Auszählungen aber abgeschlossen sein. Sind Boebert und Frisch auch danach noch weniger als 0,5 % auseinander findet automatisch eine Neuauszählung statt. Liegt der Wert über 0,5 % kann eine Neuauszählung dennoch beantragt werden, muss dann aber vom Antragsteller bezahlt werden. Vor Ende dieser Woche ist hier sicher nicht mit einer finalen Entscheidung zu rechnen. Bis 15. Dezember darf die Neuauszählung maximal andauern.
Der Congressional District CO 3 ist eigentlich eine republikanische Hochburg. Die Demokraten haben hier seit 14 Jahren nicht mehr gewonnen und seitdem mit bis 22 % Rückstand verloren. Wie aber auch anderenorts, schwächelt hier eine rechtspopulistische Abgeordnete der Republikaner. Lauren Boebert gehört zu den radikalsten Vertreterinnen des rechten Flügels der GOP, inkl. Nähe zur QAnon-Bewegung.
22:20
Neben den Wahlen zum Kongress haben auch einige spannende Gouverneurswahlen stattgefunden. Hier haben sich fast ausschließlich parteiübergreifend die Amtsinhaberinnen und Amtsinhaber durchsetzen können. Lediglich in Nevada wurde der Demokrat Steve Sisolak abgewählt. In Massachusetts trat der überaus beliebte und respektierte republikanische Gouverneur Charlie Baker nicht nochmal an. Die Demokraten gewannen nun diesen Sitz mit 63,5%. Auch in Maryland konnte der Demokrat Wes Moore einen vormals republikanischen Gouverneursposten gewinnen. Der Republikaner Larry Hogan trat hier ebenfalls nicht mehr an. Moore gewann mit 62 %.
Ein besonders spannendes Rennen ist aber auch noch offen und könnte in der kommenden Nacht ein Ende finden, zumindest ein vorläufiges.
In Arizona liegt die Demokratin Katie Hobbs mit 50,5 % vor der Republikanerin und überzeugten Trump-Anhängerin Kari Lake, die derzeit bei 49,5 % liegt. Konkret sind das rund 25.000 Stimmen. Gut 93% aller Stimmen sind ausgezählt. Insgesamt fehlen jetzt noch rund 160.000 Stimmen, davon 94.000 in Maricopa County, 38.000 in Pima County, 27.000 in den übrigen kleineren Counties. In Maricopa hat Hobbs bislang 51,7 % der Stimmen gewonnen, in Pima 60,8 %.
Allerdings hat Lake zuletzt aufgeholt, aber durchschnittlich nicht so viel, wie es rechnerisch erforderlich wäre. Sollten beide Kandidatinnen am Ende weniger als 0,5 auseinanderliegen, wird es zu einer Neuauszählung kommen, die sich gewiss bis Ende des Monats hinziehen würde. Ich rechne damit, dass spätestens in der Nacht zu Mittwoch das Endergebnis feststehen wird. Sollte Hobbs ihren Vorsprung einigermaßen halten können und nicht nennenswert weiter verlieren, kann auch in der kommenden Nacht schon das Rennen vorüber sein. Zwischen 03:00 und 04:00 Uhr wird mit den Ergebnissen eines überwiegenden Teils, der noch ausstehenden Stimmen gerechnet.
08:40
Die wenigen Teilergebnisse, die es aus der letzten Nacht gegeben hat, bezogen sich auf Arizona und Kalifornien. Hier konnten die Republikaner in eng umkämpften Districts wie AZ 1, AZ 6 und CA 41 für sie wichtige Zugewinne erzielen.
In Maine (ME 2) startet diese zweite Auswertung am 15.11.
22:40
(um 23:35 Uhr aktualisiert)
17 18 offene Sitze für das Repräsentantenhaus - 17 18 knappe Wahlentscheidungen, die über die Mehrheit in dieser Kammer des US-Kongresses entscheiden. Da nicht in Kürze mit einer Entscheidung zu rechnen ist, schauen wir nochmal genauer auf diese ausstehenden Sitze.
Die Republikaner stehen aktuell bei 212 Sitzen und benötigen entsprechend noch sieben 6 weitere Congressional Districts. Die Demokraten müssen für eine Mehrheit noch 12 Sitze gewinnen.
Die aktuellen Auszählungsstände sehen die Republikaner bei vier 3 weiteren Sitzen relativ komfortabel vorne. In CA 3, CA 27 und CA 45 sind jeweils über die Hälfte der Stimmen ausgezählt und die republikanischen Kandidaten liegen mit 7-11 % vorne. Zwar ist ein Aufholen hier noch möglich, aber die Abstände sind hier eben am größten. In Oregon (OR 5) fehlen noch ca. 6 % der Stimmen und die Republikaner haben hier einen Vorsprung von ca. 2,3 %.
Nehmen wir an, dass hier keine Überraschungen mehr passieren, kämen die Republikaner zunächst auf 215 Sitze.
Die Demokraten können nach ähnlicher Vorgehensweise ebenfalls mit 4 weiteren Sitzen rechnen. Dazu gehören in Kalifornien CA 9 und CA 21, wo sie mit 9-13 % führen, aber auch noch mehr als die Hälfte auszuzählen ist. Dazu kommen die beiden Rank Choice Sitze in Alaska und Maine, wo sie ebenfalls deutlich favorisiert sind. Die weitere Auswertung im Rank Choice Verfahren startet am Montag. In Alaska hat Mary Peltola erst im August die Special Election gegen die Republikanerin Sarah Palin gewonnen, nun kommt es erneut zu diesem Duell, wobei Peltola jetzt bereits 10% besser abgeschnitten hat, als noch im 1. Wahlgang im August. Damals kam Peltola auf 37 % und schlug Palin final mit 51,5 zu 48,5 %.
Gehen wir davon aus, dass auch diese Annahmen so eintreten, hätten die Demokraten dann 210 Sitze.
Bei einem Stand von 210 (Dem) zu 215 (Rep) bleiben noch 10 Sitze besonders umkämpft, wovon die Republikaner 3 und die Demokraten 8 Sitze gewinnen müssen.
Dies sind in Arizona AZ 1 und AZ 6, in Kalifornien CA 13, CA 22, CA 41, CA 47 und CA 49, in Colorado CO 3, in New York NY 22, in Oregon OR 6.
Betrachten wir nur die aktuellen Stände liegen die Republikaner in 6 dieser 10 Districts vorne. Retten sie mindestens 3 ins Ziel haben sie den Machtwechsel geschafft. Weniger reichen auch, wenn sie einen oder mehrere Sitze mit aktueller demokratischer Führung noch umdrehen können. Schaffen es die Demokraten ihre Führung in 4 Districts zu halten und überholen sie die Republikaner zusätzlich noch in weiteren 4 Districts hätten sie auch hier ihre Mehrheit im Kongress verteidigt.
Da diese aktuelle Ausgangslage für die Demokraten rein rechnerisch einfach schwieriger ist, gelten die Republikaner derzeit als leicht favorisiert.
Abschließend noch der Hinweis, dass dies alles nur Annahmen sind. Wir haben es bei den finalen Auszählungen zum Senat erlebt, wie schnell eine 1-2 % Mehrheit noch kippen kann, in manchen Fällen gingen auch größere Vorsprünge noch verloren. Insofern ist dies lediglich nur eine Momentaufnahme zur besseren Orientierung. Aber gerade die zuletzt genannten 10 Districts sollten am Ende die Entscheidung bringen.
23:35
Die Republikaner holen den zuletzt erwarteten Sieg in Oregon. Lori Chavez-DeRemer siegt in OR 5. Damit fehlen der GOP noch 6 Sitze zur Mehrheit.
18:20
Da weiter Geduld gefragt ist, schaue ich am späten Abend nochmal genauer auf die noch offenen Sitze für das Repräsentantenhaus, um darzustellen, weshalb die Republikaner noch als leicht favorisiert gelten.
03:20
Die Demokraten haben ihre Mehrheit im US-Senat verteidigt.
Vier Tage nach den Kongresswahlen steht nun fest, dass der Sitz Nevadas im US-Senat erneut von der Demokratin Catherine Cortez Masto gewonnen wurde. Damit kommen die Demokraten auf 50 Sitze. Mit der Stimme der US-Vizepräsidentin Kamala Harris haben sie damit eine Stimme mehr als die Republikaner noch erreichen können.
Am 06.12. findet in Georgia die Stichwahl statt. Dieser letzte Sitz wird dann nicht mehr über die grundlegende Mehrheit im US-Senat entscheiden, ist aber für die Demokraten dennoch von großer Bedeutung. Joe Biden und Mehrheitsführer Chuck Schumer hoffen, dass sie eine Stimme mehr als bisher im Senat haben werden, um sich bei künftigen Abstimmungen zumindest einen Abweichler leisten zu können.
01:45
Die Demokraten gewinnen einen weiteren umkämpften Sitz für das US-Repräsentantenhaus. Marie Gluesenkamp Perez gewinnt in Washington (WA 3) gegen Joe Kent. Die Republikaner haben 2020 diesen District noch gewinnen können.
22:10
Mehr als die Hälfte der noch ausstehenden Stimmen in Nevada soll im Laufe der Nacht ausgezählt werden, darunter wohl auch ein erheblicher Anteil aus Clark County, dem Großraum um Las Vegas. Sollte der Republikaner Laxalt nach diesen Stimmen immer noch vor Cortez Masto stehen, dürfte er sehr gute Chancen auf den Sieg haben. Die Demokraten hoffen ihrerseits eben auf genau diese Stimmen, da sie in Clark County signifikant vor den Republikanern liegen und nun auf den entscheidenden Schritt setzen, Laxalt im Auszählungsfinale noch zu überholen.
13:20
Zwischenstand zum Senat
Die Demokraten haben sich mit dem Sieg in Arizona letzte Nacht eine deutlich bessere Ausgangslage verschafft. Sie müssen nun nur noch einen der beiden letzten offenen Sitze in Nevada und Georgia gewinnen.
In Nevada liegt die demokratische Senatorin Catherine Cortez Masto nur noch 821 Stimmen (0,1%) hinter ihrem Herausforderer Adam Laxalt. Ca. 45.000 Stimmen sind noch nicht ausgezählt. Mit neuen Ergebnissen wird in der kommenden Nacht gerechnet. Nach Angaben der Wahlverantwortlichen wird damit gerechnet, dass spätestens in der Nacht von Montag auf Dienstag alle Stimmen ausgezählt sind.
Sollten die Demokraten gewinnen, hätte sie ihre Mehrheit im US-Senat verteidigt und könnten sie bei der Stichwahl in Georgia am 06.12.22 noch um einen Sitz ausbauen. Sollten die Republikaner in Nevada gewinnen, entscheidet der Ausgang in Georgia, wer künftig die Mehrheit im Senat haben wird.
Zwischenstand zum Repräsentantenhaus
Auch hier ist noch keine Entscheidung gefallen. 20 Sitze sind noch offen, die Republikaner benötigen davon noch 7 Siege zu einer Mehrheit, die Demokraten müssen entsprechend noch 14 Sitze gewinnen. Es handelt sich bei fast allen offenen Sitzen mehr oder weniger um Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei die Republikaner nach aktuellem Auszählungsstand leicht favorisiert sind.
04:10
Der Demokrat Mark Kelly gewinnt den Senatssitz für Arizona. Die Republikaner müssen für einen Machtwechsel im Senat nun beide ausstehenden Sitze gewinnen, Nevada und die Stichwahl in Georgia. Den Demokraten reicht nun einer dieser beiden Bundesstaaten für die Verteidigung ihrer Mehrheit.
03:55
Die Demokraten gewinnen in Kalifornien zwei weitere Sitze für das Repräsentantenhaus (CA 6 und CA 26).
01:50
In Alaska At-Large (AK AL) und in Maine (ME 2) ist ein Kandidat erst mit 50% + 1 Stimme gewählt. Es kommt anstelle einer Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten zu einer Rank Choice Entscheidung. Der Kandidat, der am wenigsten Stimmen erhalten hat, fällt raus. Die Stimmen, die diesen Kandidaten als erste Wahl hatten, werden nun erneut gezählt und zwar deren Zweitwahl. So geht es weiter bis ein Kandidat 50% erreicht hat. Auch der Senatssitz in Alaska wird auf diese Weise vergeben.
01:30
Die Demokratin Susie Lee gewinnt den für das Repräsentantenhaus umkämpften Sitz NV 3 in Nevada.
01:15
In Nevadas Senatsrennen liegen Catherine Cortez Masto und der Republikaner Adam Laxalt nun fast gleichauf. Laxalts Vorsprung beträgt nur noch 798 Stimmen. Noch sind ca. 68.000 Stimmen ausstehend.
00:25
In Arizona werden in dieser Nacht, vermutlich ab ca. 04:00 Uhr 80.000 bis 100.000 weitere Stimmen ausgezählt sein. Dies sind rund 20% der insgesamt noch ausstehenden Stimmen. Ein Großteil werden erneut Briefwahlstimmen sein, die am Wahltag noch persönlich abgegeben wurden. Ob diese Ergebnisse dann schon eine Prognose zulassen, ob der Demokrat Mark Kelly gewonnen hat, ist unklar. Sollte Blake Masters durch diesen Stimmenanteil seinen Abstand um rund 20.000-25.000 Stimmen verkürzen können, wäre er rechnerisch auf dem Weg, Kelly noch abzufangen.
21:30
In Maryland drehen die Demokraten noch einen Sitz für das Repräsentantenhaus zu ihren Gunsten. MD 6 geht erneut an den Kongressabgeordneten David Trone.
05:20
Nur noch rund 8000 Stimmen liegen in Nevada (Senat) zwischen Cortez Masto und Laxalt.
04:30
Für das Repräsentantenhaus sind noch 25 Sitze offen. Die Republikaner benötigen noch 7 Sitze zur Mehrheit, die Demokraten müssen noch 19 Sitze gewinnen
04:05
Nach Veröffentlichung weiterer 10% der ausstehenden Stimmen in Arizona hat der Demokrat Mark Kelly seinen Vorsprung weiter leicht ausgebaut. Nach Angaben der Wahlverantwortlichen handelte es sich um Stimmen des Early Votings. Kelly hat damit einen Vorsprung von knapp 115.000 Stimmen, ca. 540.000 sind noch ausstehend. Die Republikaner hoffen weiter auf die 290.000 Stimmen von Dienstag, dem eigentlichen Wahltag, die in Maricopa County noch offen sind. Es handelt sich dabei um Briefwahlstimmen, die direkt am Dienstag persönlich abgegeben wurden. Hier rechnen sie damit, etwas aufholen zu können. Die Ergebnisse werden anteilig voraussichtlich in ca. 22-24 Stunden veröffentlicht.
03:15
In Nevada schmilzt der Vorsprung des Republikaners Adam Laxalt weiter. Senatorin Cortez Masto liegt noch rund 12.800 Stimmen zurück. Ca. 105.000 Stimmen stehen noch aus.
02:25
Neue Ergebnisse aus den kleineren Countys in Arizona wurden veröffentlicht. Der Demokrat Kelly hält bislang seinen Vorsprung. In den nächsten Stunden sollen weitere 10% der ausstehenden Stimmen ausgezählt sein.
22:30
Geduld ist weiter gefragt. Wie bereits erwähnt kann es noch bis zu 48 Stunden dauern, bis auch verlässliche letzte Ergebnisse aus Arizona (vermutlich Freitag/Samstag) und Nevada (vermutlich Samstag/Sonntag) vorliegen. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass doch schon früher feststeht, wer in diesen Bundesstaaten gewonnen hat. In Arizona und dort in Maricopa County, dem Großraum Phoenix, hängt das immer davon ab, wie viele Stimmen zwischenzeitlich geprüft und zur Auswertung in die Zählmaschinen gegeben werden. Zuletzt konnte der Demokrat Mark Kelly seinen Vorsprung leicht vergrößern und liegt aktuell knapp 100.000 Stimmen vor seinem republikanischen Herausforderer Blake Masters. Laut offizieller Angaben der Wahlverantwortlichen sollen aktuell noch rund 665.000 Stimmen auszuzählen sein.
In Nevada liegt der Republikaner Adam Laxalt knapp 16.000 Stimmen vor der demokratischen Amtsinhaberin Catherine Cortez Masto. Aktuell sollen dort noch rund 120.000 Stimmen, überwiegend Briefwahlstimmen, auszuzählen sein.
Bei den offenen Sitzen im Repräsentantenhaus wird insbesondere auf die Auszählungen an der Westküste der USA gewartet. Kalifornien zählt traditionell langsam aus, was weniger mit der Leistung der Wahlhelferinnen und Wahlhelfer zu tun hat. Hier gehen ähnlich wie in Nevada auch noch Tage der Wahl weitere Briefwahlstimmen ein, die rechtzeitig am Wahltag versandt wurden. Allerdings ist Kaliforniern natürlich weit größer und viel mehr Menschen haben per Briefwahl abgestimmt. Diese Stimmen müssen geprüft werden und dann in den Auszählungsprozess gegeben werden. Anders als bei zurückliegenden Wahlen, kommt es diesmal eben auch auf die letzten Sitze in Kalifornien an, weshalb es in diesem Jahr besonders auffällt. Auch auf finale Ergebnisse aus Oregon, Washington, Arizona und Nevada wird noch gewartet. In Colorado geht es zudem besonders knapp zu. In CO 3 mit 794 Stimmen und CO 8 mit 134 Stimmen Differenz kann es jederzeit einen Wechsel an der Spitze geben.
Die Republikaner sind noch 8 Sitze von der Mehrheit entfernt. Die Demokraten benötigen 22 Sitze.
19:30
Die Tabelle zum US-Repräsentantenhaus habe ich komplett auf die noch offenen 31 Sitze umgestellt.
10:50
In Kürze folgt eine Umstellung der Tabelle zum US-Repräsentantenhaus. Es werden dann nur noch die tatsächlich offenen Sitze aufgeführt.
18:30
Die Senatswahl in Georgia zwischen Raphael Warnock und Herschel Walker geht am 06.12.2022 in die Stichwahl. Die Demokraten müssen nun entweder in Nevada oder Arizona gewinnen, um am 06.12. mit einem Sieg noch ihre Mehrheit verteidigen zu können. Gewinnen die Demokraten sowohl Nevada als auch Arizona, ist der Sitz Georgias nicht mehr erforderlich. Gewinnen die Republikaner dagegen sowohl in Nevada als auch in Arizona haben sie den Machtwechsel im US-Senat schon vor der Stichwahl erreicht.
18:15
Der Republikaner Ron Johnson verteidigt seinen Sitz im US-Senat für den Bundesstaat Wisconsin.
16:20
Derzeit ist kaum Bewegung in den letzten offenen Senatsrennen erkennbar. Das hat unterschiedliche Gründe, die Auszählungen könnten sich noch bis zum Wochenende hinziehen.
In Nevada konnte noch bis zum Wahltag per Briefwahl abgestimmt werden. Es werden alle Stimmen gezählt, die bis Samstag eingehen und der Poststempel nicht älter als der Wahltag ist.
In Arizona wird insbesondere auf die finalen Auszählungen aus Maricopa County (Großraum Phoenix) gewartet, nachdem es hier zu technischen Problemen gekommen ist. Die Auszählungen sollen bis Freitag abgeschlossen sein. 2020 haben die Republikaner in Arizona im Verlaufe der Auszählungen immer mehr dazugewonnen, was auch in diesem Jahr erwartet wird. Deshalb ist der jetzige Vorsprung des Demokraten Mark Kelly nicht groß genug, um sagen zu können, dass er die Wahl gewonnen hat.
In Wisconsin wird insbesondere noch auf die Stimmen aus dem bevölkerungsreichen Milwaukee gewartet. Sollte der Demokrat Mandela Barnes hier entsprechend der bisherigen Ergebnisse (ca. 70 zu 30) abschneiden, könnte er nochmal rund 30.000 Stimmen zum Republikaner Ron Johnson aufschließen und so sehr dicht an den Republikaner herankommen.
In Georgia wird zwar erwartet, dass der Demokrat Raphael Warnock vor dem Republikaner Herschel Walker landen wird. Allerdings geht man eher davon aus, dass Warnock unter der erforderlichen Marke von 50% bleiben wird. Es fehlen noch ein paar Auszählungsergebnisse, um dies sicher festzustellen. Ggf. kommt es hier am 06.Dezember zu einer entscheidenden Stichwahl.
11:30
Zwischenstand:
Senat: Die Frage nach der Mehrheit im US-Senat ist noch nicht beantwortet. Arizona, Georgia, Nevada und Wisconsin sind noch offen. Die Republikaner brauchen hier noch 3 Erfolge, während die Demokraten noch 2 mal siegreich sein müssen. In Georgia zeichnet sich zudem eine Stichwahl am 06. Dezember ab. Evtl. wird dann auch erst die Frage nach der neuen Mehrheit geklärt werden können.
Repräsentantenhaus: Die Mehrheit im US-Repräsentantenhaus ist ebenfalls noch nicht entschieden, wobei sich hier etwas deutlicher ein Sieg der Republikaner abzeichnet.
Die Ergebnisse werden hier weiter fortlaufend aktualisiert.
Fazit: Die Republikaner haben insgesamt etwas schwächer abgeschnitten als erwartet, können aber dennoch weiterhin beide Kammern im Kongress gewinnen.
Bei den umkämpften Gouverneurswahlen haben sich in beiden Parteien die bisherigen Amtsinhaber durchsetzen können. Bei den Republikanern waren dies Ron DeSantis in Florida und Brian Kemp in Georgia, bei den Demokraten Gretchen Whitmer in Michigan und Tony Evers in Wisconsin. Der Demokrat Josh Shapiro hat zudem in Pennsylvania gewonnen, die Rennen in Arizona und Nevada sind noch offen.
07:50
Die Situation im Repräsentantenhaus ist noch etwas unübersichtlicher. Die Republikaner sind derzeit weiterhin favorisiert, ein Erdrutschsieg wird es aber nicht werden.
07:40
Die Demokraten gewinnen weitere Gouverneurswahlen - Gretchen Whitmer in Michigan und Tony Evers in Wiscosnin.
07:15
Der Demokrat John Fetterman gewinnt das eng umkämpfte Rennen ums den Senatzsitz Pennsylvanias. Das ist ein besonders wichtiger Sieg für die Demokraten!
06:10
Für den Senat sieht es derzeit so aus, dass die Bundesstaaten Pennsylvania, Arizona, Georgia und Nevada die Entscheidung bringen werden. Die Republikaner müssen zwei dieser vier Bundesstaaten gewinnen, die Demokraten benötigen hier drei Erfolge. Damit könnte es in die Verlängerung gehen, wenn in Georgia keiner der beiden Kandidaten 50% im 1. Wahlgang erhält. Dann könnte die Stichwahl im Dezember über die Mehrheit im US-Senat entscheiden.
05:33
Die Demokratin Patty Murray gewinnt den Senatssitz für Washington.
05:23
Der Republikaner Ted Budd gewinnt den Senatssitz für North Carolina.
05:18
Der Republikaner J.D. Vance gewinnt den Senatssitz für Ohio. Die Tendenz war absehbar, dennoch hatten die Demokraten um Tim Ryan bis zuletzt Hoffnung, hier vielleicht einen Überraschungssieg landen zu können.
05:10
Die Demokratin Maggie Hassan gewinnt das Senatsrennen in New Hampshire, die erste Entscheidung in einer der als völlig offen eingestuften Wahlen.
Brian Kemp gewinnt die Gouverneurswahlen in Georgia gegen die Demokratin Stacey Abrams. Der Demokrat Josh Shapiro gewinnt die Gouverneurswahlen in Pennsylvania.
04:50
In zehn Minuten schließen auch die Wahllokale an der Westküste der USA. Um 06:00 ist dann auch in Alaska und Hawaii der Wahltag zu Ende. Währenddessen laufen landesweit die Auszählungen. Bislang gibt es im Senat keine Überraschungen, die Frage nach der Mehrheit bleibt offen.
04:15
Repräsentantenhaus: VA 2 geht an die Republikaner, VA 7 bleibt bei den Demokraten.
04:00
In Georgia ist der Republikaner Walker nun erstmals knapp vor Warnock. 50 % sind hier im 1. Wahlgang erforderlich, falls keiner diesen Wert erreicht, kommt es im Dezember zu einer Stichwahl.
03:40
Der Demokrat Michael Bennet gewinnt das Senatsrennen in Colorado
02:56
Die beiden Sitze Virginias für das Repräsentantenhaus (VA 2 und VA 7) gehen wohl beide an die Republikaner. Das ist durchaus als Tendenz für die Mehrheit am Ende der Wahlnacht zu werten.
02:40
Weiter alles wie erwartet im Senat: Die Demokraten gewinnen in Maryland und Illinois, die Republikaner in Arkansas.
02:30
Die bislang starken Zwischenergebnisse der Demokraten bei den Wahlen zum US-Senat basieren auf einem Großteil der Stimmen des Early Votings, was bedeutet, dass die Republikaner im späteren Verlauf erfahrungsgemäß deutlich aufholen werden.
02:10
Der Republikaner Ron DeSantis gewinnt seine Wiederwahl zum Gouverneur von Florida. DeSantis werden Ambitionen auf eine Präsidentschaftskandidatur 2024 für die Republikaner nachgesagt.
02:00
Republikaner gewinnen in Florida, Alabama, Oklahoma, Oklahoma Special Election. Keine Überraschungen dabei, der Sieg Rubios in Florida betrifft einen der 9 relevanten Bundesstaaten.
01:48
Der Demokrat Peter Welsh gewinnt erwartungsgemäß in Vermont (Senat).
01:40
Die bislang ungewöhnlich starken Zahlen für Raphael Warnock in Georgia (Senat), Tim Ryan in Ohio und Cheri Beasley in North Carolina liegen daran, dass hier bislang ausschließlich Stimmen des Early Votings ausgezählt wurden, wo Demokraten tendenziell stärker abschneiden.
01:30
Die Republikaner gewinnen erwartungsgemäß die Senatssitze für Indiana, Kentucky und South Carolina. In Florida liegt Marco Rubio leicht in Führung.
01:00
Die ersten Sitze sind bereits zugeordnet. Der Republikaner Tim Scott gewinnt das Senatsrennen in South Carolina.
Die Wahllokale in Georgia, Kentucky, Indiana, Virginia, Vermont, South Carolina und in kleinen Teilen Floridas schließen in diesen Augenblicken.
00:48
Ab 01:00 werden mehr und mehr Auszählungsergebnisse veröffentlicht. Insbesondere das Senatsrennen in Georgia und die Sitze Virginias (VA 2 und VA 7) sind dann von Bedeutung.
Außerdem werden dann die ersten Sitze in beiden Kammern wohl schon fest zugeordnet werden können.
00:40
Die ersten Ergebnisse bis zu einem Auszählungsstand von mindestens 10-15% sind nicht repräsentativ.
00:18
Die ersten Ergebnisse dieser Wahlnacht kommen aus Indiana. Die Wahl zum US-Senat ist aber nicht entscheidend. Der Sieg für die Republikaner ist dort fest eingeplant.
00:05
Die Ausganglage:
Im Senat benötigen die Demokraten 50 Sitze und die Republikaner 51 Sitze für eine Mehrheit. Die ersten 9 Bundesstaaten in der Tabelle zum US-Senat sind die am engsten umkämpften Senatssitze. Kommt es zu keinen sonstigen Überraschungen in den übrigen Bundesstaaten müssen die Demokraten 4 dieser 9 Sitze gewinnen, die Republikaner benötigen 6 dieser 9 Sitze. Die Republikaner sind in 4 dieser 9 Bundesstaaten leicht favorisiert.
Im Repräsentantenhaus sind 218 Sitze für eine Mehrheit erforderlich. Den Republikanern wird auf Basis von Umfragen eine höhere Anzahl an sicheren Sitzen zugerechnet. Die Tabelle zum Repräsentantenhaus zeigt 30 ausgewählte Sitze, die besonders umkämpft sind. Zur groben Orientierung müssen die Demokraten fast alle Sitze gewinnen, wenn sie eine Mehrheit erreichen wollen. Den Republikanern dürften hierbei 5 Sitze in etwa reichen. Dies sind aber ausdrücklich nur Annahmen.
23:55
In fünf Minuten schließen in Teilen von Kentucky und Indiana die ersten Wahllokale. Ab 01:00 folgen dann Florida, Georgia, Virginia, South Carolina und Vermont. Dann wird es auch die ersten interessanten Ergebnisse geben. Das Senatsrennen in Georgia ist eines der spannendsten in diesem Jahr. In Virginia sind die Wahlbezirke 2 und 7 sehr gute Hinweisgeber, in welche Richtung die Wahlnacht gehen wird. Beide Sitze werden derzeit von den Demokraten gehalten und gelten als offen. Gewinnen hier die Republikaner, wären dies die ersten Anzeichen für einen Machtverlust der Demokraten im Repräsentantenhaus.
23:30
Zudem muss beachtet werden, dass die Bundesstaaten unterschiedliche Auszählungsverfahren haben. Während in Pennsylvania z. B. erst spät mit der Auszählung der Briefwahlstimmen begonnen wird, ist hier zu Beginn mit einem guten Start der Republikaner zu rechnen, während in Ohio, Texas oder Florida die Demokraten zunächst etwas besser als beim Endergebnis sein werden.
Demokraten nutzen die Möglichkeit der Briefwahl intensiver als Republikaner.
23:25
Wenn im Laufe der Nacht, vermutlich ab ca. 01:00 Uhr die ersten relevanten Ergebnisse veröffentlicht werden, muss zur besseren Einordnung beachtet werden, dass diese Ergebnisse Livestände sind, die den tatsächlichen Auszählungsstand darstellen. Es handelt sich also nicht um Prognosen oder Hochrechnungen, wir sie aus Deutschland oder anderen europäischen Staaten kennen. Solche Bewertungen werden durch die großen Fernsehanstalten wie CNN, FOX News, ABC, NBC etc. in Zusammenarbeit mit deren Wahlanalysten vorgenommen. Solche Hochrechnungen findet Ihr in der Tabelle in der Spalte "gewonnen" unabhängig vom jeweiligen Auszählungsstand.
22:55
Die Partei des amtierenden Präsidenten hat historisch betrachtet keine guten Karten bei Midterm Elections. In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist es nur George Bush 2002, gut einem Jahr nach den Anschlägen vom 11. September gelungen, Zugewinne in beiden Kammern zu erzielen. Donald Trumps Republikaner konnten 2018 immerhin 2 Sitze im Senat dazugewinnen, im Repräsentantenhaus allerdings mussten sie 40 Sitze abgeben. Die schwächste Bilanz nach dem 2. Weltkrieg hat Barack Obama im Jahr 2010, als seine Demokraten 63 Sitze im Repräsentantenhaus und 6 Sitze im Senat verloren.
22:20
Bekanntlich werden 65 Senatssitze heute nicht neu gewählt, daher haben beiden Parteien in der Übersicht hier bereits 36 bzw. 29 Sitze sicher.
Obwohl das Repräsentantenhaus komplett neu gewählt wird, habe ich hier bereits 9 Sitze den Demokraten und 14 Sitze den Republikanern zugerechnet, weil in diesen Districts keine Gegenkandidaten der jeweils anderen Partei antreten.
22:05
In vielen Bundesstaaten finden auch Gouverneurswahlen statt.
In Wisconsin, Nevada, Oregon, Kansas und Arizona werden knappe Rennen erwartet.
Entscheidungen dazu nehme ich hier im Laufe der Nacht ebenfalls mit auf.
21:45
Die möglichen verschiedenen Wahlausgänge werden großen Einfluss auf die künftige Politik der USA haben. Ein kurzer Überblick:
Szenario 1: Die Republikaner gewinnen in beiden Kammern des Kongresses (Repräsentantenhaus und Senat) die Mehrheit.
Für Präsident Biden und die Demokraten wäre dies der Worst Case, den sie unbedingt vermeiden wollen. Große Teile der dann gewählten Republikaner stellen die Legitimation der Biden-Präsidentschaft in Frage bzw. lehnen sie ab. Kaum vorstellbar, dass sie dann Kompromisse mit dem Weißen Haus eingehen werden. Joe Biden könnte Gesetze des Kongresses per Veto blockieren.
Beflügelt vom Erfolg der Republikaner würde sich Donald Trump vermutlich um einer weitere Nominierung bemühen. Damit würde sehr schnell der Druck auf die Demokraten und Joe Biden wachsen, die Frage nach einer zweiten Amtszeit zu klären.
Szenario 2: Die Republikaner gewinnen das Repräsentantenhaus, die Demokraten verteidigen ihre Mehrheit im Senat.
Zwar wäre dies für die Republikaner faktisch ein Teilerfolg, gemessen an den hohen Erwartungen, dann aber doch eine kleine Enttäuschung für die GOP. Die Demokraten wären mit einem blauen Auge davon gekommen.
Die Republikaner könnten dann über die Haushaltspolitik in den USA entscheiden, Bidens Pläne nach weiteren Investitionen begraben. Ebenso könnten sie Sonder- und Untersuchungsausschüsse auflösen und eigene initiieren. Die Republikaner könnten auch ein Amtsenthebungsverfahren gegen Joe Biden einleiten.
Im Senat hätten die Demokraten weiter die Mehrheit und könnten so weiter über die Besetzung wichtiger Posten in der Regierung und am Supreme Court entscheiden, sowie Gesetzesvorlagen aus dem Repräsentantenhaus und den Republikanern im Senat blockieren.
Szenario 3: Die Demokraten behalten ihre Mehrheit in beiden Kammern.
Dies wäre für die Republikaner und allen voran für Donald Trump eine herbe Niederlage. Trotz schwacher Zustimmungswerte für den Präsidenten und einer eher unzufriedenen politischen Stimmung, wäre es den von Trump und dessen Kandidatinnen und Kandidaten dominierten Republikanern nicht gelungen, an Einfluss im Kongress zu gewinnen. Stimmen nach einem Neuanfang für die GOP würden mindestens ebenso laut vernehmbar sein, wie die nach einer erneuten Kandidatur Trumps im Falle eines Wahlsiegs gem. Szenario 1.
Szenario 4: Die Demokraten gewinnen das Repräsentantenhaus, verlieren aber ihre Mehrheit im Senat. Da dies von allen Möglichkeiten, die am wenigsten wahrscheinliche ist, belasse ich es zunächst bei dieser Einschätzung.
21:20
Rund 45,7 Mio Wählerinnen und Wähler haben am Early Voting teilgenommen. Das ist der höchste Wert für Midterm Elections. Laut NBC News sollen 45% davon registrierte Demokraten, 35 % registrierte Republikaner und 20 % Unabhängige gewesen sein. 55 % haben demnach ihre Stimme per Briefwahl abgegeben, 45 % haben frühzeitig persönlich gewählt. Grundsätzlich ist eine Tendenz zu erkennen, nach der mit steigendem Lebensalter die Wählerinnen und Wähler eher die Möglichkeit des Early Votings nutzen.
21:05
Sind die Umfragen verlässlich?
Bei all den hier und auch in anderen Medien diskutierten Einschätzungen zum prognostizierten Wahlausgang sind niemals allein nur die Umfragen berücksichtigt worden. Natürlich spielen sie eine entscheidende Rolle, aber auch die Wählerstrukturen, die neuen Wahlkreisgrenzen und frühere Ergebnisse fließen in eine solche Betrachtung mit ein.
Umfragen haben in aller Regel eine Fehlertoleranz von bis zu 4 Prozentpunkten. Bei einem engen Rennen kann daher auch ein Vorsprung von 3 % in den Umfragen letztlich nicht reichen, ohne dass die Umfrage daneben gelegen hätte. In diesem Jahr ist aber so, dass fast alle landesweiten allgemeinen Umfragen auch einen Vorsprung der Republikaner sehen, was eben auch Rückschlüsse auf die allgemeine politische Stimmung im Land zulässt. Was aber Umfragequellen nicht oder kaum berücksichtigen können, ist die tatsächliche Wahlbeteiligung. Zwar differenzieren die Umfragen zwischen registrierten Wählerinnen und Wählern und von diesen eben auch jene, die angeben, auch von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Dennoch bleibt hier immer eine Unsicherheit übrig. Wer beim Early Voting und am heutigen Wahltag die eigenen Wählerinnen und Wähler am besten mobilisieren kann, hat grundsätzlich auch bessere Chancen, Stimmungsbilder in den Umfragen zum eigenen Vorteil abzufedern oder eben auszunutzen.
20:30
Um Mitternacht schließen die ersten Wahllokale in Kentucky und Indiana. Ab 01:00 Uhr ist mit ersten Ergebnissen zu rechnen.
Die Demokraten kämpfen um ihre Mehrheiten im Repräsentantenhaus und dem Senat.
Laut Umfragen werden den Republikanern aber sehr gute Chancen zugerechnet, den Mehrheitswechsel im Repräsentantenhaus zu schaffen. Das Rennen um den Senat gilt als offen. Hier hoffen die Demokraten auf Schadensbegrenzung, indem sie ihre Einstimmen-Mehrheit verteidigen können.
12:15
In diesem Jahr hat es wieder eine Neuziehung der Wahlbereiche, das sog. Redistricting, gegeben. Hierbei nutzen beide Parteien die Möglichkeiten, später gewonnene Stimmen möglichst effizient zu nutzen und die Stimmen der Konkurrenz legal "verfallen" zu lassen. Wie das geht und was man unter Gerrymandering versteht, habe ich hier ausführlich erklärt.
08:00 Herzlich Willkommen beim Liveticker zu den Midterm Elections 2022 in den USA. Ich beginne ab ca. 20:00 Uhr nach und nach mit der Berichterstattung zu den Kongresswahlen. Spannend wird es in etwa ab Mitternacht MEZ, wenn die ersten Wahllokale schließen. Davor liegen keine Auszählungsergebnisse vor. Erste nennenswerte Ergebnisse dürfte es ab ca. 01:00 Uhr geben.
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Hallo Thomas, bei jeder US wahl sind deine objektiven Infos und Hintergrundinfos die besten die im Internet zu finden sind. Danke für deine Arbeit LG konrad
Joe Biden wird 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika President-elect Joe Biden by Gage Skidmore, CC BY-SA 2.0 Kamala Harris wird die erste Vizepräsidentin in der Geschichte der USA. Vice President-elect Kamala Harris by US Senate, Gemeinfrei 03:30 Mit der Victory Speech von Joe Biden und Kamala Harris endet der Liveblog zur US-Präsidentschaftswahl 2020. In den kommenden Tagen und Wochen geht es hier wieder normal weiter. Es folgen eine ausführliche Übersicht zu allen Ergebnissen aus den Bundesstaaten, insbesondere zu den finalen Ergebnissen aus Georgia, North Carolina, Arizona und Alaska, zu den Wahlen für den US-Senat und das US-Repräsentantenhaus. Außerdem wird das weitere Vorgehen Trumps und der Republikaner im Fokus stehen. Biden wird nach und nach eine Regierung zusammenstellen. Der Wahlkampf geht zudem nochmal in eine Verlängerung. In Georgia wird es am 05. Januar Stichwahlen um zwei Sitze im US-Senat geben, die mit hoher Wahrscheinlichkeit über die künftige Mehrhei...
Die USA haben mehrheitlich für eine grundlegende Veränderung ihrer politischen Führung votiert, aber auch für ein anderes Gesellschaftsbild als jenes der Demokraten. Sie haben Donald Trump und den Republikanern die vollständige Macht übertragen, das Land in eine Zukunft nach den Vorstellungen Trumps zu führen. ( Die Mehrheiten im US-Repräsentantenhaus sind derzeit zwar noch nicht abschließend geklärt, aber es sieht so aus, als könnten die Republikaner ihre Führung verteidigen. Derzeit zeichnet sich eine knappe Mehrheit von 4-6 Sitzen ab.) Die Motive für die Trump-Wahl mögen unterschiedlich gewesen sein, Chancen und Risiken einer solchen Veränderung sind allen gleichwohl bekannt gewesen. Donald Trump geht nun mit dem Rückenwind in seine zweite Präsidentschaft, der ihm nahezu uneingeschränkte Macht verleiht. Sein Einfluss bei den Republikanern hat mit der vergangenen Wahlnacht einen neuen Höhepunkt erreicht. Und diese Republikaner haben den Auftrag, über ihre Mehrheiten im Kongress diese...
Umfragen aus allen Swing States 2020 Die Auswahl der Battleground und Swing States 2020 basiert auf den Ergebnissen der letzten Wahlen und den aktuellen Umfragewerten Trump vs Biden. Dabei werden grundsätzlich die Bundesstaaten ausgewählt, bei denen die Differenz zwischen den Kandidaten etwa 10% oder weniger beträgt oder die traditionell als Swing States gelten. Informationen zur Aussagekraft von Umfragen und wie sie zu lesen und bewerten sind, habe ich HIER für Euch zusammengefasst. Stand: 02.11.2020 l etzte Änderungen: 23:45 Uhr: Landmark für Georgia, Reuters für Florida und North Carolina, Trafalgar für Pennsylvania, Ohio und Michigan 21:00 Uhr: Quinnipiac für Florida und Ohio, Reuters für Arizona 20:25 Uhr: NBC für Pennsylvania und Arizona, Susquehanna für Pennsylvania, Rasmussen für Ohio 18:15 Uhr: Monmouth für Pennsylvania, Rasmussen für Pennsylvania, Data Orbital für Arizona 00:15 Uhr: Emerson für Texas, Florida und Georgia, Insider Adv. für Pennsylvania Flor...
Kommentare
LG konrad
Ich schaue bei jeder US-Wahl bei dir vorbei und fühle mich super informiert